Sonntag, 16. November 2014

Ewige Buße - David Mark

AUTOR David Mark GENRE Krimi  
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 432 PREIS 9,99 EUR  
MEDIUM Printausgabe VERLAG Ullstein Buchverlage

Inhalt

Aector McAvoy, ein Detective, lebt und arbeitet in der englischen Stadt Hull und ermittelt in einer Mordserie. Bisher wurden zwei Frauen und ein Mann auf bestialische Weise ermordet und dies anscheinend grundlos. Zu Beginn scheint es keine Gemeinsamkeit der Opfer zu geben, doch mit der Zeit ergeben sich Schnittstellen. Je mehr Licht in das Dunkle gebracht wird, desto größer ist die Angst vor weiteren Opfern. Zum selben Zeitpunkt gerät McAvoys Familie in das Visier einer Drogengang. Auch vor Erpressung bei den Ermittlern wird nicht halt gemacht. Die Frage ist: Gibt es bei den Fällen wirklich einen Zusammenhang? Wer ist der Mörder? Wie werden sie ihn finden?

Meine Meinung

David Mark hat einen für meinen Geschmack angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Lediglich mit dem Namen Aector tue ich mich schwer. Mir ist bis heute nicht klar, wie dieser ausgesprochen wird. Aufgrund des flüssigen Schreibstils kann man dem Autor und damit der Geschichte gut folgen. Obwohl der Roman spannend ist und das Ende für mich in keiner Weise vorhersehbar, war er stellenweise etwas langatmig. Es war spannend zwei Handlungstränge zu haben, sich zu fragen ob diese irgendwann zusammen gefügt werden oder nicht. Ich hatte aber an einigen Stellen das Gefühl, dass David Mark selbst nicht mehr ganz den roten Faden finden konnte. Dies ist aber wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt. 

Davon abgesehen, störte es mich ständig Andeutungen über die Vorgeschichte von Aector und dessen Frau Roisin zu hören. Dies ist ja nun der dritte Fall des Detective, also ist die Frage: Wurden in Band 1 und 2 schon einige Fragen geklärt oder war auch dort schon alles so schwammig wie hier. Natürlich möchte man den Leser bei der Stange halten, aber ab und zu eine etwas größere Andeutung oder Erklärung wäre schön gewesen. Zudem empfand ich dies als Ablenkung von der eigentlichen Handlung.

Vom Grundsatz her sind mir die Charaktere aber symphatisch gewesen. Aector ist eher eine Art Anti-Ermittler. Er gehört nicht zu den Draufgängern, die sich sofort ins Getümmel stürzen wollen. Er hätte nichts dagegen einfach mal einige Zeit nur mit der Famile Daheim zu bleiben. Ich finde das sehr ansprechend. Es ist einfach mal was anderes. Seine Arbeit nimmt er trotzdem sehr ernst, so wie es sein sollte als Detectiv. Roisin ist eine Frau die anscheinend schon viel durchgemacht hat und viel Verständnis für ihren Mann und seinen Job aufbringt. Sie ist ein - ich sage mal - spezieller Typ und hat Farbe in das Buch gebracht. Ich mochte sie sehr gerne. 

Ich kann mir durchaus vorstellen Band 1 und 2 zu lesen, einfach um die Geschichte zwischen Roisin und Aector zu entschlüsseln.

Fazit

Ein Roman der groß anfängt, kurz nachlässt um dann mit Vollgas weiterzugehen. Bei mir Punktet David Mark mit außergewöhnlichen Charakteren und einem realistischen Plot. Darf gelesen werden.


Vielen Dank an BloggDeinBuch und Ullstein Buchverlage für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 1. November 2014

Lesestatistik Oktober

Meine gelesenen - bzw. gehörten - Bücher im Oktober

gelesene Seiten 
Oktober 2,661
Gesamt 28,884


SUB (Printausgaben) 


01.10.2014: 55 
01.11.2014: 56

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Als Gott schlief - Jennifer B. Wind

AUTOR Jennifer B. Wind GENRE Thriller 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 403 PREIS 6,99 EUR  
MEDIUM EPUB VERLAG dotbooks 


Inhalt 

Meine Hände rutschten zum wiederholten Male von der Wand ab. Ich pochte gegen die Tür, die sich Sekunden vorher geschlossen hatte. Ich wollte schreien: »Lasst mich hier raus!«

München und Wien: Eine Serie brutaler Morde an katholischen Geistlichen schockiert die Öffentlichkeit. Die Opfer werden auf grausame Weise gefoltert und getötet. Am Tatort werden mysteriöse Hinweise gefunden, die jedoch niemand entschlüsseln kann. Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihr Partner Thomas Neumann stehen vor einem Rätsel. Was hat die Opfer verbunden? Was treibt den Mörder an? Bei ihren Ermittlungen stößt Jutta auf eine Mauer aus Angst und Schweigen – doch dann entdeckt sie eine Spur, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. Eine junge Kriminalbeamtin, ein sadistischer Mörder und eine schreckliche Wahrheit. 


Meine Meinung

Das ist mal ein Thriller wie er mir gefällt. Man wird gleich zu Beginn mit den aktuellen Tatsachen konfrontiert. Hier ist nichts mit losem Vorgeplänkel. Die Geschichte beginnt mit Jutta Stern, eine Kommissarin die den Mord an ihren Ehemann Simon verarbeiten muss. Statt dafür Urlaub zu nehmen oder gar eine Therapie zu machen, stürzt sie sich in die Ermittlungen mit den vorangig kirchlichen Opfer wie Nonnen und Priester. Der erste Mord ist hier schon sehr plastisch dargestellt, darauf folgen weitere sehr ähnliche Tatorte und man ahnt wie Jutta sehr bald, dass diese zusammen hängen. Nur wo der gemeinsame Nenner ist, findet man erst nach und nach raus. Neben Jutta Stern begleitet man die kleine Rebecca, die - wohl zu erzieherischen Zwecken - von ihrer Mutter in ein katholisches Kinderheim gegeben wird. Welches Leid und welche Qualen die Kinder dort über sich ergehen lassen müssen, hat mich so schockiert und berührt, dass die Morde und Tatorte in den Hintergrund rücken. Und mit jeder Seite kommt man dem Täter näher und fragt sich manchmal ob man überhaupt möchte das dieser gefasst wird. Auch wenn für mich schon früh klar war, wer der Mörder ist, hat die Spannung nicht gelitten. Zumal ich mich ja auch hätte irren können.

Fazit

Ein Roman der ein schwieriges Thema behandelt. Spannend und dicht erzählt. Ich kann eigentlich nur hoffen, dass Gott bei den geschilderten Taten geschlafen hat. Lesen!

Sonntag, 19. Oktober 2014

Selection: Die Elite - Kiera Cass

  AUTOR Kiera Cass GENRE Dystopie
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SPIELZEIT 5:23:51 PREIS 19,99 EUR  
MEDIUM Hörbuch VERLAG Jumbo Verlag

Inhalt

Nur noch 6 von 35 Mädchen sind übrig und haben noch immer die Möglichkeit Maxon´s Prinzessin zu werden. Obwohl America eine von ihnen ist, kann sie sich nicht zwischen Maxon, der sich in ihr Herz geschlichen hat, und Aspen, ihrer ersten Liebe, entscheiden. Dann kommt es zu einem Vorfall der America erschüttert und verändert. Zudem versuchen Rebellengruppen die Monarchie zu stürzen und die Castings zu stören.

Meine Meinung

Der zweite Band der Selection Trilogie knüpft nahtlos an den ersten Band an. Somit fiel es mir leicht mich in die Geschichte einzufinden. Zudem wurden die wichtigsten Ereignisse aus Band 1 nochmals beleuchtet. War ich schon von Band 1 nicht überzeugt, ist es mit Band 2 auch nicht besser.

America erschien mir im ersten Band zwar manchmal als naiv aber sie hatte wenigstens ihren Standpunkt. Jetzt ist es irgendwie nur ein hin und her. Mal tendiert sie zu Aspen dann wieder zu Prinz Maxon. Entscheidungsfreudig ist Lady America also nicht. Es wird auch nicht besser. Im ganzen Buch geht es nur darum. Kaum denkt man "ja, endlich hat sie sich entschieden" passiert was und sie ändert ihre Meinung wieder. Wenn sie sich nicht entscheiden kann, sollte sie vielleicht lieber Single bleiben und keinen nehmen.

Davon abgesehen ist mir eh schleierhaft was sie an Aspen findet. Erst verlässt er sie und nun taucht er zufällig im Palast auf und will um sie kämpfen? Und Prinz Maxon? Der tut mir fast schon leid. Er hat sich in America verknallt und weiß gar nicht das er mit Aspen in Konkurrenz steht. Armer Kerl.

Das Buch wird oftmals als Dystopie betitelt. Ich habe wirklich keinen Schimmer wieso eigentlich. Es dreht sich in erster Linie doch nur um die Dreiecksgeschichte. Das ist mir zu platt und auch zu vorhersehbar. Ich warte immernoch darauf das was passiert, das es irgendwann mal so richtig knallt und ich da sitze und denken "wow". Aber da kommt nichts. 

Auch wenn uns die Autorin versucht die Charaktere näher zu bringen und diese in diesem Buch etwas mehr beleuchtet, tritt die Geschichte auf der Stelle. Es fehlt an Spannung und Handlung. 

Fazit

Ich weiß nicht was mich im dritten Band erwartet und es interessiert mich auch nicht. Ich bin nicht überzeugt und werde daher um Band 3 einen großen Bogen machen. Mir ist völlig egal was mit America, Aspen und Maxon passiert. Schade, Potenzial war definitiv vorhanden. Lest lieber was anderes.

Vielen Dank an BloggDeinBuch und dem Jumbo Verlag für dieses Rezensionsexemplar!  

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Selection - Kiera Cass

  AUTOR Kiera Cass GENRE Dystopie
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SPIELZEIT 5:01:24 PREIS 19,99 EUR  
MEDIUM Hörbuch VERLAG Jumbo Verlag
  
 Inhalt

35 Mädchen habe die Chance Maxon, den Thronfolger Illéas, zu heiraten und zur Prinzessin zu werden. America Singer hat wie viele andere Mädchen in ihrem Alter den Brief erhalten, der zur Bewerbung - die freiwillig ist - aufruft. Eigentlich nicht interessiert, drängt ihre große Liebe Aspen sie zur Bewerbung. Das öffentliche Casting gibt ihr und den anderen Bewerberinnen die Chance aus einer niedrigen Kaste aufzusteigen und damit die Familie aus der Armut zu holen. Hin und her gerissen zwischen Heimweh, Erwartungen und gesellschaftlichem Druck muss America entscheiden ob sie wirklich um Maxon buhlen möchte oder eigentlich doch nur Aspen will. Und die ganze Nation sieht zu.

Meine Meinung

Die Geschichte beginnt im Grunde genommen mit einer Einführung in das Land und das Leben in Illéa. Die Kasten und die Regeln werden erläutert. Und obwohl einiges erklärt wird, habe ich doch irgendwie das Gefühl nichts zu wissen. Zu Beginn begleitet man America in ihrem Alltag und versteht, dass das Leben in jeder Kaste anders ist und jeder versucht auf seine Weise zu überleben.

Der Stil ist schlicht, einfach aber flüssig. Die Geschichte dümpelt vor sich hin ohne das wirklich was passiert. Viele Charaktere sind nur oberflächlich dargestellt. America und Maxon sind zwar immer präsent, da sich die Geschichte nun mal hauptsächlich um diese Beiden dreht, aber wirklich nahe fühlte ich mich nicht. Maxon ist irgendwie der zukünftige König, der versucht eine Braut zu finden. Er wirkt dabei menschlich und nahbar, aber irgendwie verhalten. Ich hoffe das es da im zweiten Teil eine Verbesserung geben wird und er noch etwas auftaut. America steht im Fokus der Geschichte. Ihre Gedanken und Gefühle sind dem Leser offen dargelegt, aber wirklich berührt hat sie mich nicht. Ich konnte zwar verstehen warum es ihr eventuell gut oder schlecht ging, aber wirkich mitgefiebert habe ich nicht. Auch wenn Selection als Dystopie bezeichnet wird, ist es eher eine Mischung aus einer Sendung wie "Der Bachelor" und "Germanys next Topmodel". Allerdings fehlt das typische Drama. Die Mädchen fahren keine Krallen aus, was ich mir teilweise gewünscht hatte damit endlich mal was passiert. Auch die erwähnten Rebellen sieht und hört man kaum. Man liest zwar mal von Angriffen auf den Palast und wartet mit den Mädchen auf die Entwarung. Aber konnte mich das überzeugen? Kam Panik auf oder gar Angst? Nein, kein bisschen. Zudem fehlt mir der Bezug zum Land und zum Volk. Wie geht es dem Volk wirklich? Akzeptiert es sein Kastensystem? Was wollen die Rebellen genau? Ich hätte mir einfach etwas mehr Spannung und Drama gewünscht.

Friederike Wolters liest das Buch flüssig aber nicht so überzeugend wie erwartet. Dafür das es aber ihre erste Lesung ist, hat sie es wiederum sehr gut gemacht.

Fazit

Für Teenager/Jugendliche bestimmt eine gute Lektüre. Mir hat das Buch eher mäßig gefallen. Ich finde man hätte mehr aus dem Plot herausholen können. Vielleicht gelingt dies ja im zweiten Teil zu Selection: Die Elite.

Vielen Dank an BloggDeinBuch und dem Jumbo Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 11. Oktober 2014

Das Seelenhaus - Hannah Kent

AUTOR Hannah Kent GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 384 PREIS 17,99 EUR  
MEDIUM EPUB VERLAG Droemer-Knaur

Inhalt

Island 1828. Agnes Magnúsdóttir soll mit zwei Komplizen zwei Männer brutal ermordert haben. Sie ist zum Tode verurteilt und fristet ihr Dasein in einem Kerker, als entschieden wird sie bis zur Vollstreckung des Urteils auf einem Hof als Magd unterzubringen. Dort begegnet ihr zunächst Hass und Ignoranz. Man redet nur das Nötigste mit ihr und schaut ihr dabei nicht in die Augen. Gerade als sich Agnes ihrem Priester Totí anvertraut und die ersten Kapitel ihrer Geschichte erzählt hat, bleibt dieser aufgrund von Krankheit fern. Agnes vertraut sich also in einer Nacht ihrer Herrin Magarét an und erzählt dabei ihre tragische Geschichte zuende.

Meine Meinung

Zu Beginn fiel mir das Cover des Buches ins Auge. Eine in meinen Augen junge Frau mit roten Haaren und einem Balken über den Augen. Warum das? Sollte man ihr nicht in die Augen sehen? Wenn ja, bleibt die Frage nach dem Warum. 

Hannah Kent erzählt hier eine erschütternde Geschichte, die zudem noch auf wahren Begebenheiten beruht. Ich hatte beim Lesen auch das Gefühl das hier viel Recherchearbeit drin steckt. Das einfache und oftmals schwere Leben dieser Menschen wurde glaubhaft dargestellt. Von Beginn an ahnt der Leser das die Geschichte hier keineswegs so gewesen ist, wie es die Menschen um Agnes einen glauben machen möchten. Insbesondere die "Politiker" waren mir sofort ein Dorn im Auge. Es ist zwar klar das diese an Agnes ein Exempel stattuieren wollen, trotzdem hat man Hoffnung das sich das Blatt wendet. Und das obwohl man das Ende kennt.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Manchmal kam er mir etwas poetisch vor, was nicht so ganz zur bedrückenden Stimmung passte oder vielleicht genau deshalb eben doch passte. Die Stimmung, die Landschaft, die Protagonisten wurden von der Autorin sehr gut dargestellt und lebhaft beschrieben. Ich konnte mir die Lehmhütten und den rauhen, kalten Winter gut vorstellen. Ich hatte sofort eine Beziehung bzw. Verbindung zu Agnes und wurde mit jeder gelesen Seite begieriger ihre Geschichte zu erfahren.

Fazit

Hannah Kent hat ein für mich bewegendes Buch geschrieben. Eine Mischung aus Geschichtsbuch und Fiktion. Sehr gut gelungen und absolut lesenswert.

Samstag, 4. Oktober 2014

Lesestatistik September

Meine gelesenen - bzw. gehörten - Bücher im September
 
gelesene Seiten 
September 3,735  

Gesamt 26,223

SUB (Printausgaben) 
01.09.2014: 43
01.10.2014: 55