Samstag, 23. August 2014

Der Tote und das Mädchen - Martina Bick

  AUTOR Martina Bick GENRE Krimi
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 147 PREIS 3,99 EUR MEDIUM EPUB 
VERLAG dotbooks
 
Inhalt
 
Die Hamburgerin Marie Maas verbringt gerade einen Kurzurlaub an der Nordsee mit ihren zehn Jahre jüngerin Lebensgefährten Tomkin, während Zuhause schon der nächste Mordfall auf sie wartet. Obwohl sie sich eher ihrer Beziehung widmen müsste, geht die Arbeit nunmal vor. Tomkin fliegt daher zurück nach London und versucht seine Schreibblockade zu überwinden, während Marie mit einem Mord konfrontiert wird, der viele Rätsel aufgibt.
 
Meine Meinung
 
Ich liebe dieses Buchcover. Es ist mal nicht eines dieser Cover die man auf einem Kriminalroman erwarten würde. Und ich mag Marie Maas. Sie ist zwar etwas eigen und hat einen ganz eigenen Humor, trotzdem mochte ich ihren Stil. Sie ist einfach anders als die typisch männlichen Ermittler. Obwohl es für den Leser der erste Fall ist, ist es offensichtlich das Marie über eine gewisse Erfahrung verfügt. Sie geht mit Biss und Engagement an die Arbeit und folgt jeder Spur. So kommt es das es hier mehr Verdächtige gibt, als einem lieb ist. Auch ich war oft auf der falschen Spur was die Spannung aufrecht erhielt. 

Martina Bicks Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Beschreibungen der Charaktere und deren Entwicklung sind glaubhaft dargestellt. Auch die Beschreibung der Umgebung an der Nordsee und dem Mittelpunkt Hamburg haben mir sehr gut gefallen. Zudem gibt es hier eine gute Mischung an Ermittlungsarbeit und Privatleben der Hauptprotagonistin. Im Gegensatz zu anderen Romanen drängst sich die Beziehung zwischen Marie und Tomkin nicht in den Vordergrund. Das Buch wurde auf diese Weise abwechslungsreich und nie langweilig.

Fazit

Ein Hamburger Krimi der mir gut gefallen hat. Ich spreche hier gerne eine Leseempfehlung aus und freue mich schon auf weitere Fälle mit Marie Maas.

Mittwoch, 20. August 2014

Die azurblaue Insel - Luanne Rice

AUTOR Luanne Rice GENRE Roman 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 352 PREIS 8,99 EUR MEDIUM EPUB 
VERLAG Knaur Ebook Verlag


Inhalt

Die 16-jährige Pell reist in ihren Sommerferien nach Capri um ihre Mutter nach zehn Jahren wiederzusehen und zur Rückkehr in den Schoß der Familie zu bewegen. Nachdem Lyra vor zehn Jahren ihre Familie und damit ihre Töchter Pell und Lucy verlassen hat, zog der Vater die beiden Mädchen auf und versuchte ihnen Vater und Mutter zu sein. Nun ist dieser verstorben. Während Pell damit ganz gut zurecht kommt, entwickelt Lucy psychische Störungen. Pell hofft ihre Mutter zur Rückkehr überreden zu können und damit Lucy helfen zu können. Auf Capri angekommen wird Pell herzlich aufgenommen und fühlt sich sofort wohl. Doch Pell muss feststellen, dass es hier Geheimnisse gibt, die erst noch gelüftet werden müssen. Allen voran die Frage warum Lyra ihre Töchter und ihren Mann verließ.

Meine Meinung

Luannce Rice erzählt die Geschichte einer Familie mit Geheimnissen. Ihr Schreibstil ist dabei flüssig und somit sehr gut lesbar. Bei diesem Buch haben mir besonders die Beschreibungen von Capri gefallen. Diese waren so bildhaft, dass ich mich zeitweise selbst auf der Insel wähnte. Eine Insel die mit Sicherheit einen Besuch Wert ist.

Pell ist ein wunderbares junges Mädchen, dass schon sehr erwachsen wirkt. Dies liegt natürlich am Weggang der Mutter und am frühen Verlust des Vaters. Durch diese Verluste musste Pell schneller erwachsen werden und für ihre Schwester Lucy da sein. Lyra wiederum ist eine starke Frau die nach gewissen Vorkommnissen ihre Konsequenzen daraus gezogen hat. Ohne zu viel verraten zu wollen, scheint diese Entscheidung für Lyra richtig gewesen zu sein. Und obwohl ich wohl nie in ihrer Situation sein werde, konnte ich ihre Entscheidung und ihre Gefühle gut nachvollziehen. Ebenfalls wunderbare Charaktere findet man in Max und seinen Freunden. Auch sein Enkel hat mich fasziniert und ist facettenreich dargestellt.

Mir hat die Geschichte um eine Familie und ihre Geheimnisse sehr gut gefallen. Lediglich der Epilog hätte etwas großzügiger ausfallen können. Ich bin doch neugierig wie sich alles entwickelt.

Fazit

Ein Sommerroman der den Leser nach Capri bringt und dort das ein oder andere Geheimnis aufdecken lässt.

Sonntag, 17. August 2014

Herr Hasemann auf Wolke 7 - Silke Schütze

AUTOR Silke Schütze GENRE Roman 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 124 PREIS 1,99 EUR MEDIUM EPUB 
VERLAG dotbooks

Inhalt

Gerd und Josefine Hasemann sind seit sieben Jahren verheiratet und zwar glücklich. Demnächst steht wieder der Hochzeitstag an. Doch etwas trübt das Glück. Frau Hasemann entdeckt bei ihrem Mann Facetten, die vorher verborgen waren. So hat Gerd angefangen Sport zu treiben, isst statt Pommes lieber Salat und tanzt zu alten Rocksongs. Gerd und Sport? Gerd und tanzen? Dafür kann es nur einen Grund geben: Eine andere Frau.

Meine Meinung

Vom Klappentext klang das Buch nach einer kurzweiligen und humorvollen Lektüre. Leider muss ich sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Wenn ich es nicht zu Rezensionszwecken erhalten hätte, hätte ich es wohl auch nicht ausgelesen.

Gerd und Josefine sind anfangs ein in meinen Augen normales Ehepaar mit einer erwachsenen Tochter - die in Hamburg lebt - und einem Häuschen in einem kleinen Nest im Norden. Zu Beginn des Buches waren mir die Charaktere noch sympathisch. Je weiter ich jedoch im Buch voran kam, desto nerviger fand ich Gerd und Josefine kurz Jo. Der nette Gerd gerät in einen Zustand den man MidlifeCrisis nennen könnte und hält sich auf einmal für einen tollen Hecht und flirtet was das Zeug hält. Bei Jo wiederum ist es eher umgekehrt. Sie entwickelt sich von einer in meinen Augen recht taffen Frau zu einem Jammerlappen. Plötzlich ist klar Gerd geht fremd und es geht nur noch um Klischees die bedient werden. Natürlich muss eine Frau dahinter stehen...obwohl moment...wer hat gesagt, dass es EINE Frau sein muss?! Jo ist nur am Theorien wälzen und sieht gedanklich schon die Trennung und beginnt Gerd nachzuspionieren. 

Der Schreibstil ist einfach gehalten, sodass man der Geschichte gut folgen konnte. Jedoch fehlte es für mich an Humor und Tempo. Es plätscherte fröhlich vor sich hin, aber nichts passiert. Das Buch wird mit zirka 124 Seiten betitelt und hat eine Geschichte die man in 60 Seiten erzählen könnte. Somit gab es hier unnötige längen. Für mich war es schwer die Zeilen nicht einfach zu überfliegen.

Fazit

Eine nette Idee macht noch kein gutes Buch. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Vielen Dank an BloggDeinBuch und dem Dotbooks Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Montag, 11. August 2014

Blutige Mondscheinsonate - Elke Schwab

 AUTOR Elke Schwab GENRE Krimi 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 384 PREIS 7,99 EUR MEDIUM EPUB 
VERLAG Solibro 

Inhalt

Eine tote Frau im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken sorgt für Aufsehen. Besonders, weil sie bei einer Touristenführung der Stadtverwaltung Saarbrücken an einem sonnigen Sonntagmorgen entdeckt wird. Dabei anwesend sind nicht nur Gartenfreunde und Kulturinteressierte, sondern auch die Presse. Ein großes Problem für die Stadtbediensteten, deren Bestreben es ist, Fördergelder der EU einzutreiben. Sie wollen den Deutsch-Französischen Garten um einen kostspieligen Spielplatz erweitern, womit sie sich einen neuen Aufschwung dieser Parkanlage versprechen. Alle Versuche, die Öffentlichkeit von dem Mord abzulenken, schlagen fehl. Als fühlte sich der Täter dadurch herausgefordert, mordet er weiter. Seine Opfer sind junge Frauen, die immer bei öffentlichen Anlässen gefunden werden. Welches Ziel verfolgt der Täter?

Quelle: Solibro Verlag

Meine Meinung 

Dieser Roman ist bereits der Vierte aus der Baccus-Borg-Reihe. Für mich ist es der erste Roman von Elke Schwab. Ich konnte den Roman aber gut ohne Vorkenntnisse lesen. Der Klappentext sprach mich persönlich sofort an und auch das Cover lockte meine Leselust hervor.

Elke Schwab ihr Schreibstil ist flüssig und schnörkellos - was anderes erwarte ich bei einem Krimi auch nicht - und für mich ganz wichtig: dialektfrei. Eines gefiel mir daran jedoch besonders - der Perspektivenwechsel. Die Autorin erzählt die Geschichte einmal in der Ich-Form aus Sicht des Mörders und einmal aus der Sicht eines Erzählers, der die Ermittler begleitet. Auch wenn der Leser dem Täter auf diese Weise sehr nahe kommt, erschließen sich einem nicht die Gründe der Tat oder gar der Täter selbst. Die Spannung blieb also über einen langen Zeitraum erhalten. Ich wurde sehr neugierig auf den Mörder der sich selbst als Phoenix bezeichnete. 

Das Ermittlerduo Baccus und Borg ist echt eine Nummer für sich. Beide sind zu Beginn des Romans zur Schreibtischarbeit degradiert worden. Beide finden es gelinde gesagt scheiße, können aber derzeit nichts daran ändern. Was mir sofort positiv auffiel war der Humor der Beiden. Ich habe ab und an wirklich herzlich lachen müssen. Überhaupt haben die Beiden eine sehr spezielle Dynamik. Süß finde ich die Beiden in Bezug auf den Papageien - dazu möchte ich hier aber nicht mehr verraten. Nervig wiederum fand ich das weibliche Ermittlerduo Andrea Peperding und Monika Blech. Meiner Meinung nach war das auch so gewollt. Jeder braucht doch seine Hassfigur. *grins* Besonders Andrea Peperding ging mir mit ihrer Besserwisserei auf den Keks.

Im Laufe der Story gibt es immer mehr Spuren und immer mehr Verdächtige. Diese sind nicht an den Haaren herbeigezogen, sodass es jeder von ihnen sein könnte. Zum Ende hin steigerte sich das Tempo rasant und man fieberte dem Ende entgegen. Ich für meinen Teil wusste nicht wer der Täter ist, bis er mir präsentiert worden ist. 

Fazit

Ein spannender und sehr gut erzählter Kriminalroman. Von mir gibt's auf jedenfall eine Leseempfehlung.
 

Sonntag, 3. August 2014

Lesestatistik Juli

Meine gelesenen Bücher im Juli



gelesene Seiten
Juli 2783
Gesamt 22,488

SUB (Printausgaben)

01.07.2014: 35
01.08.2014: 50

Mittwoch, 30. Juli 2014

Ruf der Geister - Tanja Bern

AUTOR Tanja Bern GENRE Krimi
ERSCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
SEITEN 194 PREIS 3,99 EUR MEDIUM EPUB
VERLAG Oldigor Verlag
 
Inhalt
 
Joshua ist in der Lage Geister zu sehen. Zumeist sind diese Mordopfer und er versucht mit der Hilfe der Erinnerung der Geister den Mörder zu finden. Diese Gabe brachte ihn mit der Polizei zusammen, sodass er diese ab und zu unterstützt. Dieses Mal ist es jedoch anders. Er kann das Gesicht des Täters nicht sehen und beginnt zudem von den Morden zu träumen. Bedingt durch seinen aufreibenden Job als Streetworker kommt Joshua an seine Grenzen. Einzig die junge Polizistin Lea Schmidt ist ein Lichtblick. Gemeinsam nehmen sie die Fährte des Mörders auf.
 
Meine Meinung
 
Diesen Roman möchte ich schon seit einigen Monaten lesen und nun hat es endlich geklappt. Ich kann sagen, dass warten hat sich gelohnt, denn viel zu schnell hatte ich dieses tolle Buch ausgelesen.
 
Dieses Buch ist nicht einfach nur ein Krimi sondern hat zudem noch eine mystische Komponente. Ob man an Gaben wie die von Joshua glaubt, muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich bin sehr offen für dieses Thema und wollte es daher unbedingt lesen.
 
Joshua ist ein sympathischer, attraktiver und engagierter junger Mann. Seinen Job bzw. Arbeitsalltag finde ich wirklich interessant. Viele junge Menschen und ihr Leben sowie ihre Probleme werden hier angesprochen, was in meinen Augen sehr realitätsnah ist und dem Buch Authentizität verliehen hat. Ich bewundere Joshua sein Können hier auf die gequälten Seelen einzugehen und sich voll und ganze für seine Kinder - wie er sie liebevoll nennt - einzusetzen. Er ist niemand der schnell aufgibt oder dich fallen lässt, wenn du ihn brauchst. Ein Kerl der eben zu seinem Wort steht. Einen solchen Menschen wünschen wir uns doch alle oder? Mir persönlich haben ein paar Ecken und Kanten gefehlt. Manchmal erschien er mir einfach zu glatt, zu perfekt. Lea konnte gar nicht anders, als sich in Joshua zu verlieben, da er scheinbar keine Fehler hat.
 
Ich war gespannt auf die Reaktionen der Menschen, die das erste Mal von Joshua´s Gabe erfahren. Aufgrund seiner Erfolgsquote wird er ja in die Polizeiarbeit eingebunden - und natürlich weil der Kommissar Erich Salberg ein Freund von Joshua´s Vater ist. Soweit ich es mitbekommen habe, sind alle anfangs skeptisch nehmen es aber gut auf. Das erschien mir etwas unrealistisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht einer Zweifel hat oder der "Sache" nachgeht oder eine Art Hexenjagd aufkommt. Aber vielleicht kommt so eine Szene ja in einem zweiten Band? Ich weiß nicht ob es einen zweiten Teil geben wird, wäre aber sehr dafür. Das Buch gibt in meinen Augen noch jede Menge Futter für eine Fortsetzung.
 
Tanja Berns Schreibstil ist flüssig und schnell lesbar. Ihre Charaktere und auch die Umgebung bzw. die Schauplätze sind schön beschrieben und waren in meinem Kopf. Besonders schön finde ich wie die Nebencharaktere (Joshuas Kinder) in die Geschichte eingebunden werden. Niemand ist überflüssig oder nur lockeres Beiwerk.
 
Fazit
 
Ein spannender Krimi mit einem äußert sympathischen Protagonisten der seine Gabe für das Gute einsetzt. Spannend und sehr gut geschrieben. Kaufen!

Montag, 28. Juli 2014

Tödliche Distanz Eps. 2 Kollateralschaden - Jochen Frech

 AUTOR Jochen Frech GENRE Thriller
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch
SEITEN 127 PREIS 2,99 EUR MEDIUM EPUB
VERLAG dotbooks
 
Diese Rezension enthält Spoiler zu Eps. 1
 
Inhalt
 
Nachdem es im ersten Teil darum ging einen Plan zu überdenken und in die Wege zu leiten, geht es in diesem Teil darum die Pläne umzusetzen. So begibt sich der Profikiller nach Polen um dort geeignete Waffensysteme zu testen. Dummerweise erkennt ihn der Händler und könnte Virgil somit enttarnen. Beide wissen nun das der andere sterben muss. Fragt sich nur wer schneller und besser ist.
 
Linda Pieroth ist nach dem Eklat bei der Festnahme aus Eps. 1 beurlaubt. Sie verfällt ins Grübeln und so langsam fällt ihr die Decke auf dem Kopf. Mit ihrem besten Freund begibt sie sich daher in den Skiurlaub. Kaum zurück hat sie einen Brief in dem sie zur Vernehmung eingeladen wird. Gefrustet begibt sich Linda auf den Schießstand und entdeckt Patronenhülsen einer Waffe, die sehr gefährlich werden könnte. Wird sich ihr Verdacht erhärten?
 
Meine Meinung
 
Auch Eps. 2 hatte ich innerhalb kurzer Zeit gelesen. Dies liegt natürlich einmal an der kleinen Seitenzahl als auch am sehr guten Schreibstil des Autors. In diesem Teil liegt das Augenmerkt auf Virgil, dem Profikiller. Man begleite ihn auf seinen Wegen, erfuhr seine Ideen und erlebte ihn in Aktion. Das war spannend und auch aufregend. Endlich kam mal etwas Leben in die Bude. Innerlich hatte ich nämlich schon auf den Mord gelauert. Zudem ist es dem Mord geschuldet, dass der Leser mehr über Virgil erfährt. Trotzdem bleibt der Mann ein Rätsel.
 
Die Fäden laufen so nach und nach zusammen. Dies gelingt Jochen Frech anscheinend mit einer Leichtigkeit und einem Schreibfluss das ich gar nicht anders konnte, als immer weiter zu lesen. Die Geschichte hat keineswegs an Spannung verloren und lädt ein zur dritten Episode.
 
Fazit
 
Ein spannender und starker zweiter Teil dieser Reihe. Ich bin gespannt auf die dritte Episode!