Dienstag, 15. April 2014

Der Duft der Seerosen - Kirsten John

AUTOR Kirsten John GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
SEITEN 313 PREIS 5,99 EUR  MEDIUM EPUB
VERLAG dotbooks 
 
Inhalt
 
Berlin in den 30er Jahren. Hanna wünscht sich nichts anderes, als ein normales Leben zu führen: mit den Freundinnen ins Café gehen, ihren Freund Moritz ins Museum begleiten, von einer glücklichen Zukunft träumen. Doch dann tauchen sie überall in den Schaufenstern auf – die Schilder, auf denen „Juden unerwünscht“ steht. Bald gibt es keine Freundinnen an Hannas Seite mehr, und ihre unschuldigen Gefühle für Moritz können ihn in große Gefahr bringen. Doch was kann man tun, wenn das Unfassbare Tag für Tag näher rückt? Hanna fasst einen mutigen Entschluss …
 
Meine Meinung

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Hanna aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. Zu Beginn lernt man Hanna kurz vor dem Start einer Seereise kennen. Sofort ist klar, dass etwas sie zu dieser Reise gedrängt hat. In Rückblenden erleben wir dann die Geschichte von Hanna und ihrem Weg. Die Autorin vermag dabei die Geschichte eindringlich und verstörend zu vermitteln. Zu erleben wie der Wandel der Menschen und deren Gedankengut und Überzeugungen Hannas Leben maßgeblich beeinflussen ist erschreckend.

Anhand der Protagonistin, ihrer Oma Usch und der Haushaltshilfe Herta wird verdeutlicht welche Folgen der Nationalsozialismus hat. Ich konnte den Mut von Usch, Herta und Hanna nur bewundern. Während Hanna ihren Weg vorangeht, erleben wir ihre Qualen und Hoffnungen mit, als wären wir selbst Hanna. Dieser Eindruck blieb bei mir auch nach dem Lesen noch haften und stimmte mich sehr nachdenklich.

Der Schreibstil der Autorin hat die Geschichte abgerundet. Schnörkelos, ernst und direkt schildert Kirsten John Hannas Schicksal.
 
Fazit

Ein Buch das man unbedingt lesen sollte.

Samstag, 12. April 2014

Die Schwerter: Höllengold - Thomas Lisowsky

AUTOR Thomas Lisowsky GENRE Fantasy
SCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch
SEITEN 80 PREIS 1,99 EUR  MEDIUM EPUB
VERLAG dotbooks 
 
Inhalt
 
»Wenn wir hier nicht in einem harmlosen, friedlichen Dörfchen am Rande des Nirgendwo wären«, sagte sie und stocherte mit ihrem Stab im Stroh herum, »würde ich sagen, jemand will uns ein halbes Dutzend blutiger Morde in die Schuhe schieben.«

Auf den ersten Blick glaubt niemand, dass sie zusammengehören – aber sobald Gefahr droht, lehren sie gemeinsam jeden Angreifer das Fürchten: Dante, der gerissene Schwertkämpfer, Malveyra, die kühle Magierin und Bross, der kampfeslustige Halb-Oger. „Die Schwerter“, wie sich die drei Söldner nennen, scheinen unbezwingbar. Doch dann übernehmen sie einen ganz harmlosen Auftrag – und ihr Schicksal nimmt eine dramatische Wendung!
 

Meine Meinung
 
Bei diesem Buch hat mich als erstes das Cover angesprochen. Für mich hatte es etwas dem Genre passendes an sich. Ich war nur überrascht auf dem Cover zwei Personen zu sehen und in der Geschichte dann drei Hauptprotagonisten zu haben. Hat man da nicht jemanden vergessen?!
 
Die Geschichte beginnt schon mal sehr spannend und wird aus der Sicht von Dante erzählt. Dante ist wohl ein Mensch und Schwertkämpfer - somit passt bei ihm auch der Name, die Schwerter. Malveyra, genannt Mel, ist eine Magierin mit einem Stab und einem Zauberbuch. Hier passt der Name schon nicht mehr ganz. Dann gibt es da noch Bross, einen Halboger. Somit ergibt sich hier eine interessante Mischung. Viel mehr erfährt man leider nicht über die Charaktere. Somit bleiben sie für den Moment blass und eindimensional. Ich konnte keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen. Die Dynamik scheint aber vorhanden zu sein, sodass ich denke, das hier in den Folgebänden etwas mehr Tiefe da sein wird. Die sarkastischen Kommentare - insbesondere von Dante - finde ich aber schon jetzt sehr sympathisch. Soviel zu den Charakteren.
 
Die Story ist erstmal an sich nichts Neues. Die drei Söldner sollen für einen Grafen sein gestohlenes Hab und Gut wieder beschaffen. Klingt einfach, ist es aber wie so oft eben nicht. Irritierend fand ich, dass die Geschichte gleich los geht und dann auf einmal ins stocken gerät, weil dies wohl ein Blick in die Zukunft gezeigt hat. Klasse wiederum ist, dass die Bände wohl dahin führen werden, was die Spannung erhöht.
 
Der Schreibstil des Autoren ist soweit flüssig und klar. Die Seiten lesen sich schnell und auch die Beschreibungen der Umgebung und der Haupt- wie Nebencharaktere hat mir gut gefallen. Lediglich die Hauptcharaktere benötigen noch Tiefe und einen gewissen Feinschliff. Was mir etwas sauer aufgestoßen hat, ist das diese 80 Seiten als Roman betitelt werden. Auch wenn mich die Geschichte angesprochen hat, bin ich der Meinung das dies eher ein Teil des Romans ist. Dafür ist der Preis mit 1,99 EUR unschlagbar.
 
Fazit
 
Ein Reihenauftakt mit interessanten Charakteren und einer Geschichte die mich angesprochen hat. Wer Lust auf eine Fantasyreihe hat, darf hier gerne zugreifen.
 
Vielen Dank an dotbooks und das Team von BloggDeinBuch für dieses Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 9. April 2014

Herr Bofrost, der Apotheker und ich - Sabine Neufer

AUTOR Sabine Neufer GENRE Roman
SCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
SEITEN 326 PREIS 4,99 EUR  MEDIUM EPUB
VERLAG dotbooks 
 
Inhalt
 
Helena ist Kinderbuchillustratorin und lebt mit ihrem Mann ein beschauliches Leben. Wirkliche Abenteuer gibt es da nicht. Lediglich die Besuche bei ihrer Freundin oder ihrem Arbeitgeber in Hamburg versprechen etwas Abwechslung. Auf eine ihrer Fahrten macht ihr das Wetter in Form von Blitzeis einen Strich durch die Rechnung. An einer Raststätte fällt sie unglücklich auf ihren Hintern und wird von Steffen wieder in die aufrechte Position gebracht. Anfangs misstrauisch verbringen die Beiden den Abend und auch die Nacht im Steffens Wohnwagen. Am nächsten Morgen trennen sich ihre Wege und Helena macht sich wieder auf dem Weg zu ihrem Holger, der eigentlich ihr sicherer Hafen ist. Doch sicher ist nicht immer schön? Und überhaupt, wie sicher ist ein Hafen im Sturm (der Gefühle) wirklich?
 
Meine Meinung
 
Dieses Buch hat mich manchmal in den Wahnsinn getrieben und manchmal wirklich gut unterhalten. Die Gründe für diesen Zwiespalt möchte ich euch gerne in Form dieser Rezension darlegen.
 
Helena Spenger hat einen tollen Beruf und ein eigentlich sehr schönes Leben. Sie macht im Buch auch eine wunderbare Entwicklung durch. Aber eine Frau die auf den ersten Seiten betont wie toll doch alles ist und dann einige Seiten weiter direkt einen Seitensprung hat, ist mir irgendwie unsympathisch. Somit hat es eine Weile gedauert bis ich mit ihr warm wurde. Abgesehen vom Seitensprung macht Helena eine schöne Entwicklung durch. Anfangs noch eine Art Ja-Sagerin mit Scheuklappen, entwickelt sie sich zu einer Frau die merkt, dass sie Wünsche, Begierden und Träume hat. Sie lernt "nein" zu sagen und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Der Humor kommt dabei auch nicht kurz. Denn nach einiger Zeit nimmt sie wirklich kein Blatt mehr vor den Mund. Ebenfalls positiv finde ich die Ich-Perspektive aus der die Geschichte erzählt wird. Wer meinem Blog schon länger folgt, weiß das ich dies bevorzuge.
 
Negativ ist an vielen und auch diesen Frauenroman die Bedienung diverser Klischees. Klar könnte man jetzt sagen "Warum liest du es denn?". Einerseits weil ich Frauenromane gut finde und andererseits weil ich hoffte hier mal etwas Neues und Frisches zu finden. Die Geschichte ist nur nicht neu und das Ende damit auch nicht.
 
Fazit
 
Ein Roman der zumindest bei mir Erwartungen hervorrief, diese jedoch nicht zu hundert Prozent erfüllen konnte. Nichts destotrotz ein Roman mit Humor und einem schönen, flüssigen Schreibstil. Wer auf genau solche Romane abfährt: zugreifen. Alle anderen, suchen bitte weiter.

Sonntag, 6. April 2014

Der Übergang - Justin Cronin

AUTOR Justin Cronin GENRE Belletristik
ERSCHEINUNGSJAHR 2010 SPRACHE deutsch
SEITEN 1040 PREIS 8,99 EUR MEDIUM EPUB
 
Ein Lesebericht

Der Übergang war vor ich glaube einem Jahr in aller Munde. Ein Roman der mich damals aufgrund seiner über 1000 Seiten abschreckte. Ein Klappentext der mich jedoch neugierig machte. Somit blieb mir dieses Buch immer im Kopf. Im März habe ich es mir dann endlich als Ebook [bei solchen Wälzern lob ich mir den TolinoShine] gekauft.

Brad Wolgast.
Er ist ziemlich ausgebrannt als er den Job als FBI-Agent annimmt. Sein Job ist es 12 Todeskandidaten für ein Projekt zu gewinnen. Dank seines Charismas gelingt es ihm alle 12 Männer zu überzeugen. Sie stellen ihre Körper für ein Virus zur Verfügung und entgehen damit ihrer Urteilsvollstreckung. Wolgast, bis dahin ein folgsamer Mitarbeiter, ändert seine Einstellung, als es darum geht ein Kind für das Projekt zu entführen. Er weiß jedoch, wenn er das Mädchen nicht entführt tut es ein anderer.

Amy Harper Bellafonte.
Mit ihr Beginnt und Endet dieses Buch, dass im übrigens Band 1 einer Trilogie ist. Die Geschichte beginnt mit Amy als sie sechs Jahre alt ist und mit ihrer Mutter, einer Prostituierten, Jeanette. Als ihre Mutter in Notwehr einen jungen Mann erschießt, weiß diese, dass niemand ihr glauben wird. In größter Not bringt sie ihre Tochter zu einem Konvent. Dort nimmt Schwester Lacey sich dem kleinen Mädchen an. Als Lacey mit Amy in den nahegelegenen Zoo geht, wird nicht zum ersten Mal klar, dass Amy anders ist.

Als das Chaos im Zoo ausbricht, taucht Wolgast mit seinem Kollegen Doyle auf und entreißt Lacey die kleine Amy. Doyle und Wolgast nehmen Amy mit. Während der Entführung beginnt Wolgast Gefühle für das Mädchen zu entwickeln und will die Weitergabe an das Labor verhindern. Er hätte ahnen sollen, dass sich das FBI und die Army ihren Probanden nicht nehmen lassen....

97 Jahre später.
Die Welt ist zum großen Teil entvölkert. Es ist die Zeit der sogenannten Virals. Vampirähnliche Wesen, die in der Nacht die Erde beherrschen. Virals sind Menschen die von einem Virus befallen sind. Hier dreht sich die Geschichte Hauptsächlich um eine Kolonie in Kalifornien. Dank Scheinwerfern die in den Nachtstunden an sind, konnten sie bisher überleben. Ihre Lichtnächte sind jedoch gezählt, denn die Akkus werden nicht ewig halten. Nach kurzer Zeit taucht vor den Toren der Kolonie ein Walker auf. Walker sind Menschen die draußen trotz der Virals überlebt haben. Es ist Amy Harper Bellafonte. Kaum gealtert, im Körper eines Teenagers, wird den Menschen in der Kolonie und auch dem Leser klar, dass Amy anders ist und eine Art Verbindung zu den Virals hat. Insbesondere jedoch zu den sogenannten Zwölf. Die Zwölf sind die ehemaligen Todeskandidaten. Sie waren die ersten Virals. Eine Gruppe von Kolonisten und Amy machen sich auf den Weg nach Colorado. Dort wo das Virus begann, soll es nun vernichtet werden.

Es ist ein wirklich umfangreiches Buch mit vielen Charakteren und Handlungssträngen, von denen man schon ahnt, dass sie irgendwo zusammen führen. Ein Buch das unbedingt gelesen werden sollte. Ich bin restlos begeistert und werde demnächst Band 2 lesen.

Dienstag, 1. April 2014

Lesestatistik März

Meine gelesenen Bücher im März.

 
gelesene Seiten
März 2,619
Gesamt 10,576
 
SUB
01.03.2014: 35
01.04.2014: 35

Montag, 31. März 2014

Opfer der Lust - Sandra Henke

AUTOR Sandra Henke GENRE Erotik
ERSCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
SEITEN 456 PREIS 7,99 EUR  MEDIUM EPUB
VERLAG dotbooks 
 
Inhalt
 
Bethany Hart ist siebzehn Jahre alt als sie beim Sex mit ihrem Freund in der Tierhandlung gefilmt wird. Fünf Jahre später soll ihr dieses Video zum Verhängnis werden. Der mysteriöse Kade erpresst sie mit dem Video und macht sie zu seinem Opfer der Lust. Doch etwas scheint komisch an Kade. Denn er interessiert sich nicht nur für Beth sondern auch sehr für ihren Vater und dessen Arbeitgeber. Welches Ziel verfolgt Kade wirklich? Und welche Rollen spielen dabei Bethany und das Sextape?
 
Meine Meinung
 
Als ich mal wieder Lust auf erotische Lektüre hatte, kam mir dieses Buch gerade recht. Zudem fand ich es spannend einen Erotikroman mit Krimiaspekten zu lesen. Knisternde Leidenschaft ist schön und gut, aber etwas Spannung kann schließlich auch nicht schaden.
 
Der Leser lernt Bethany mit siebzehn Jahren kennen. Sie ist jung, hübsch und sexuell aufgeschlossen. Zusammen mit Aaron hat sie schon viele Abenteuer erlebt. Wie viele andere Jugendromanzen, hält auch diese nicht ewig. Fünf Jahre später, hat Beth sich verändert. Sie lebt in ihrer Wohnung im Obergeschoss bei ihren Eltern, studiert Medizin und steckt in einer Beziehung fest, in der es schon längst nicht mehr leidenschaftlich knistert. Beth machte auf mich einen guten Eindruck. Sie ist jung aber hat zumindest beruflich ein Ziel vor Augen. Vor den Problemen in ihrer Beziehung verschließt sie gern die Augen. Manchmal kam sie mir etwas naiv vor. Gerade in Bezug auf Kade. Er ist ein Mann der nichts von sich preisgeben möchte. Mithilfe des Video drängt er sich in Beth leben, spioniert sie aus und stellt Regeln auf. Ich weiß nicht wie ich auf eine Erpressung dieser Art reagieren würde, aber ich bin mir fast sicher, dass ich nicht einfach so darauf eingehen würde, sondern Widerstand leisten würde. Beth jedoch scheint es irgendwie zu genießen. Es wirkt ein bisschen so als wäre sie fast froh um die Erpressung. Als würde Kade ihr Entscheidungen abnehmen. Kade mag zwar attraktiv sein, aber anfangs nicht sonderlich sympathisch. Und hier kommen wir zum Knackpunkt der Story. Man durchschaut Kade zu schnell und weiß oder ahnt zumindest worauf er hinaus will. Das Ende kann man sich dann wirklich schon denken.
 
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die erotischen Episoden gefielen mir. Ein Hauch BDSM - wer es also etwas softer mag, ist hier richtig. Beth Exhibitionismus ist keine Seltenheit, manchmal jedoch etwas übertrieben - insbesondere da dies ja zu dem Schlamassel mit Kade geführt hat. Ich weiß nicht ob ich in der Situation so offenherzig wäre. Ich hätte wahrscheinlich Sorge gehabt, dass Kade weitere Videos dreht, mit denen er mich oder in dem Fall Beth erpresst. Aber das nur am Rande.
 
Fazit
 
Ein erotischer Krimi den man gut lesen kann. Die Geschichte ist jetzt nicht herausragend, aber gut lesbar und machte mir Spaß. Ich denke der Roman ist eher für Leseanfänger in diesem Genre. Erfahrene Leser dieser Literatur könnten sich etwas langweilen.

Dienstag, 25. März 2014

Margos Spuren - John Green

AUTOR John Green GENRE Kinder- und Jugendbuch
ERSCHEINUNGSJAHR 2012 SPRACHE deutsch
SEITEN 336 PREIS 8,99 EUR  MEDIUM EPUB


Inhalt


In diesem Roman geht es um Quentin und Margo. Sie kennen sich schon seit über 10 Jahren. Als Kinder waren sie Freunde, dann jedoch nur noch Nachbarn. Margo ist auf der Schule ziemlich beliebt - im Gegensatz zu Quentin. Eines Nachts steht Margo vor Quentins Fenster und macht sich mit ihm auf in eine Nacht voller Streiche. Nachts im Bett kann Quentin es kaum erwarten am nächsten Tag in die Schule zu gehen. Er fragt sich wie Margo sich ihm gegenüber verhalten wird. Als Quentin dann am nächsten Tag in der Schule auftaucht, muss er feststellen das Margo spurlos verschwunden ist. Es ist nicht das erste Mal das Margo verschwunden ist und auch diesmal hat sie Spuren hinterlassen. Somit macht sich Quentin auf dem Weg und verfolgt Margos Spuren.
 
Meine Meinung

Die Geschichte beginnt eigentlich ganz gut und spannend. Wirklich witzig fand ich die Nacht mit den Streichen, die doch eher Racheakte sind. Auf solche Ideen wäre ich nie gekommen. Aber mal von vorne. Der Schreibstil ist wieder typisch John Green. Der Roman liest sich leicht und schnell, aber es fehlt an wirklicher Spannung. Auch die Charaktere sind nicht wirklich überzeugend. Margo kam mir oft abgehoben vor und unnahbar. Quentin wiederum erinnerte mich zu sehr an Colin aus Eine wie Alaska. Wenn man die Romane mit einem gewissen Abstand liest, ist das wohl weniger tragisch. In meinem Fall jedoch waren sich die Charaktere und auch die Geschichte irgendwie zu ähnlich. Quentin ist zwar kein Genie aber schon intelligent und vernünftig - außer in Bezug auf Margo. Er ist ebenfalls eher der Außenseiter. Also wieder das Klischee: SIE super hübsch und beliebt. ER der Außenseiter, intelligent und natürlich in SIE verliebt.

Leider fehlt es der Geschichte an Tiefgang und das Ende ist nicht schön. Ich bin eigentlich sehr für geschlossene Enden in denen alles geregelt ist, aber nicht so. Auch sind die Spuren die Margo legt, nicht wirklich nachvollziehbar. Viele Details auf Quentins Reise wiederholen sich. Ich muss nicht seitenlang erlesen was alles als Proviant dabei war oder wie oft wer auf die Toilette muss. Natürlich ist mir bewusst, dass das Buch für eine andere Altersgruppe als meine gedacht ist, aber ich denke auch vierzehnjährige alte Menschen müssen solche Details nicht ständig erwähnt wissen. 

Fazit

Die Grundidee gefiel mir gut, lediglich an der Umsetzung hapert es. Das Buch hätte meiner Meinung nach locker um 100 Seiten gekürzt werden können, dann wäre es bestimmt nicht so langatmig geworden. Kann man lesen, muss man aber nicht.