Mittwoch, 14. April 2010

Feuchtgebiete - Charlotte Roche


Kurbeschreibung

Ich benutze mein Smegma wie andere ihre Parfümflakons. Mit dem Finger kurz in die Muschi getunkt und etwas Schleim hinters Ohrläppchen getupft und verrieben. Wirkt schon beim Begrüßungsküsschen Wunder. Grimmepreisträgerin Charlotte Roche hat ihren ersten Roman geschrieben, und der Plot von "Feuchtgebiete" ist schnell erzählt: Nach einer missglückten Arschrasur liegt die 18-jährige Helen mit einer Analfissur im Krankenhaus. Sie nutzt die Tage auf der Station, um einen Plan zu schmieden, der ihre geschiedenen Eltern wieder zusammenbringen soll. Vor allem aber experimentiert sie mit allen Körperöffnungen, lebt ihre ganz eigenen Vorstellungen von Sexualität und Hygiene und irritiert damit den Krankenpfleger Robin.

Meine Meinung

Ich schätze fast jeder kann sich noch an den Hype um dieses Buch erinnern als es 2009 die erste Auflage zu kaufen gab. Ich jedenfalls erinnere mich noch sehr an die Debatte: Ekelhaft oder doch genial?! Egal wie man selbst das Buch findet, der Erfolg spricht für sich. Mittlerweile gibt es die 9. Auflage und das Buch ist millionenfach verkauft worden. So groß der Hype auch war, ich habe das Buch erst gestern gekauft. Eigentlich wollte ich einen Thriller kaufen, was ich auch getan habe. Bei der Suche sprang mich dann das pinke Cover an und ich dachte bei mir "Ach, was solls?!"

Ich bin mir nicht sicher ob ich das Buch mag oder nicht. Es ist teilweise sehr amüsant aber zwischendrin auch wieder sehr eklig. Wer bei Ekel zu Herpes neigt, sollte lieber die Finger davon lassen. Das Buch an sich liest sich sehr flüssig, deshalb habe ich es heute auch schon durch gelesen. Was mich jedoch sehr stört, ist das schnelle und doch abrupte Ende der Story. Ich finde sie passt nicht so richtig ins Bild. Wahrscheinlich ging es Frau Roche einfach darum, dass Buch zu Ende zu bekommen, damit es veröffentlicht werden kann. Wer weiß.

Fazit: eklig, amüsant und schnell zu lesen. Bedingt empfehlenswert.

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