Donnerstag, 3. Juni 2010

Die Verwandlung - Franz Kafka


Kurzbeschreibung

"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt".

Meine Meinung

Es war schon ein Erlebnis mit dem Buch zu beginnen und dann gleich so einen Satz an den Kopf geknallt zu bekommen. Zu sagen das ich leicht irritiert war, ist noch untertrieben. Gregor hat sich also nun in eine Art Käfer verwandelt. Wieso, weshalb oder warum? - Gute Frage. Eine Antwort dazu gibt es aber nicht, dass kann ich schon mal sagen. Merkwürdig fand ich, dass Gregor trotz der Verwandlung erstmal nur an seine Arbeit dachte bzw. das er es nicht zur Arbeit schaffen würde und Angst hat seinen Job zu verlieren und dann die Familie nicht mehr ernähren kann. Das fand ich befremdlich. Würde ich mich in einen Käfer verwandeln, hätte ich weit besseres im Sinn als meinen Job. Die Familie ist ebenso irritiert ob dieser Strafe und weiß nicht so recht was zu tun ist. Mehr möchte ich hier zur Geschichte nicht verraten.

Ich persönlich finde das Buch trotz der befremdlichen Situation sehr gut, denn es zeigt etwas, was der geneigte Leser vielleicht gar nicht sofort erfassen mag. Es geht nicht einfach nur darum das Gregor ein Käfer geworden ist, viel mehr geht es um Verlust, Ängste und Unsicherheiten. Als Gregor sich verwandelt hat, denkt er zu erst an die Arbeit und die Familie - den Job den er vielleicht verliert und die Familie die dann auf sein festes Einkommen verzichten muss. Zudem wird einem schmerzlich bewußt, wie sehr Gregor sich nach der Liebe und der Zuneigung der Familie sehnt, nachdem er sich verwandelt hat. Er versucht mit ihnen in Kontakt zu kommen, was sich natürlich als schwer erweist. Leider merkt man doch sehr, dass Kafka das Buch nie abschließen konnte, denn das Ende ist doch sehr dürftig - es fehlt irgendwie etwas.

Fazit: Eine Geschichte die etwas übermitteln möchte. Anspruchsvoll aber zu empfehlen.

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