Sonntag, 6. Juni 2010

Obsession - Simon Beckett


Kurzbeschreibung

Ein Kind, das schweigt. Ein Geheimnis, das tötet. Als seine Frau unvermutet stirbt, ist Ben am Boden zerstört. Allein Jacob, Sarahs autistischer Sohn, spendet ihm Trost. Doch während Ben die gemeinsame Wohnung aufräumt, macht er eine ungeheuerliche Entdeckung: Jacob war gar nicht Sarahs leibliches Kind. Offenbar hatte sie den Jungen entführt, als der noch ein Baby war. Fassungslos engagiert Ben einen Privatdetektiv, der Jacobs leiblichen Vater schnell ermittelt. Keiner ahnt, dass damit eine Lawine tödlicher Obsessionen ins Rollen gebracht wird.

Meine Meingung

Anfangs war ich irritiert, dass das Geheimnis um Jacobs Herkunft gleich gelüftet wird. Sprich wir erfahren wie Bens verstorbene Frau Sarah Jacob aus einem Krankenhaus entführt und die nächsten sechs Jahre aufgezogen hat, wie ihren eigenen Sohn. Dann stirbt Sarah. Ben der versucht über den Verlust hinwegzukommen, räumt in seiner Trauer alle Sachen von Sarah aus dem Schrank und entdeckt eine kleine Kassette mit Zeitungsausschnitten. Alle berichten über ein verschwundenes Baby. Das Datum der Zeitungsausschnitte ist mit Jacobs´Geburtstag indentisch.
Ben macht sich auf die Suche nach den leiblichen Eltern und wird fündig. Als Jacob, der von seinen Eltern Steve genannt wurde und dessen leibliche Mutter bereits verstorben ist, zu seinem leiblichen Vater kommt, verkraftet Ben diesen Verlust nur schwer und beginnt wie besessen, das Leben von Jacobs/Steves Familie auszuspionieren.
Mehr möchte ich hier nicht verraten.

Der Schreibstil gefällt mir. Er ist sachlich und schnörkellos. In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass viele den Anfang zu langatmig fanden. Ich empfinde das nicht so. Im Gegenteil. Ich finde das man grad durch die ausführlichen Ausführungen einen richtig guten Eindruck der Situation und vorallem die Protagonisten sehr gut kennengelernt hat und sich somit besser auf das Buch einlassen kann. Vielen fehlt der Krimi/Thrillerfaktor den sie von den Hunter-Romanen kennen. Dazu kann ich nur sagen, dass Obsession sein eigentliches Erstlingswerk war - sprich Hunter war da noch nicht geboren und Schriftsteller müssen sich auch erst entwickeln.

Fazit: Ein spannender Krimi. Kaufen!

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