Sonntag, 18. Juli 2010

Die Gabe des Schmerzes - Andrew Miller


Kurzbeschreibung

"Was ist von größeren Nutzen für die Welt: ein guter, aber gewöhnlicher Mensch, oder ein außergewöhnlicher mit einem Herz aus Eis?" Dieser Frage spürt Andrew Miller in seinem Roman nach. Im Mittelpunkt steht James Dyer, geboren im Jahre 1739 in England. James wird ein brillanter Arzt, dem allerdings etwas Unheimliches anhaftet: Er kann keinen körperlichen Schmerz empfinden, weiß aber auch nicht, was menschliche Gefühle sind. Eine Reise nach Rußland, wo er Katharina die Große gegen die Pocken impfen soll, bringt die entscheidende Wende in sein Leben. Mit Hilfe der Magie, die er bei einer geheimnisvollen Frau erfährt, lernt er, was es heißt, Schmerz zu empfinden.

Meine Meinung

Ich habe mir das Buch ertauscht, weil mich der Klappentext direkt angesprochen hat. Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von James Dyer. Auf seinem Lebensweg lernen wir verschiedene Personen kennen, von denen einige James Dyer bis an sein Lebensende begleiten. Dabei empfand ich für diverse Charaktere mal ein Wohlwollen und mal eher eine Art Groll. Da die Geschichte durchaus mal aus den Perspektiven eines anderen Protagonisten erzählt wird, behält die Geschichte ihre Spannung.

Ich fand es lediglich verwirrend, als Mary hinzukam und James Dyer seine Gabe nehmen konnte, wodurch er in der Lage war Schmerzen und Gefühle zu erleben. Das Wie wird dabei jedoch nicht mitgeteilt. Das Ende hat mich doch sehr enttäuscht, sodass das Buch bei mir nur 3 von 5 Sternen bekommen würde. Trotzdem eine gute Lektüre für zwischendurch - nicht zu langweilig oder langatmig aber auch nicht weiter anspruchsvoll.

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