Mittwoch, 8. September 2010

Kartenlegen mit Art Deco - Wahrsagekarten von Henri Chapelle und Domenik Deveraux

Kurzbeschreibung

Mit diesem Buch erhalten Sie eine Einführung in die faszinierende Welt der im Art-Deco-Stil der 20er und 30er Jahre gehaltenen Wahrsagekarten. Durch den klar strukturierten Aufbau des Buches und der verständlichen Beschreibung, sollte es jedem möglich sein, einen Zugang zu dem zugegebenermaßen nicht alltäglichen, aber dennoch schönen Kartendeck zu finden. Gerade das frische, farbenfrohe und leicht verspielte Aussehen der Karten, erinnert uns an die Lebensfreude und Liberalität des Art-Deco-Stils, welche in der heutigen Zeit leider immer mehr verloren zu gehen scheinen und macht ein Arbeiten mit ihnen um so mehr zu einem Genuss.

Meine Meinung

Seit einiger Zeit befasse ich mich mit den Zigeuner- und Gypsywahrsagekarten. In diesem Zusammenhang gibt es sehr viele Kartendecks, die teilweise auch unterschiedlich viele Karten enthalten. Das Zigeunerdeck zu dem ich bereits hier eine Rezension geschrieben habe, enthält zum Beispiel nur 36 Karten. Das Art Deco-Deck, um das es in diesem Buch geht, hat wiederum 52 Karten. Die Karten habe ich mir vor kurzem gekauft. Da durfte das Buch auch nicht fehlen.

Als erstes vielen mir die vielen Abbildungen auf. Ich finde es immer schön, wenn die Karten um die es geht in dem dazugehörigen Buch auch abgebildet sind. Und das ist hier der Fall.

In dem Buch werden folgende Themen behandelt:

  • Ursprung der Karten 
  • Kartenübersicht (Abbildung)
  • Die einzelnen Karten und ihre Bedeutung
  • Personen- und Themenkarten
  • Legesysteme

    Der Punkt "Ursprung der Karten" ist in fast jedem Buch zu dem Thema zu finden. Für mich steht da nichts Neues mehr. Aber für jemanden der hiermit sein erstes Wahrsagekartenbuch in den Händen hält, ist es schon interessant. Ich finde bis heute sehr erstaunlich wie lange sich die Wahrsagekarten allgemein "gehalten haben".

    In der Kartenübersicht sehen wir alle 52 Karten aufeinmal, dies verschafft einen schönen Überblick und die Farbabbildungen erfreuen das Auge. Dann geht es auch schon direkt los mit den einzelnen Karten und deren Bedeutung. Bei den einzelnen Karten ist die jeweilige Karten abgebildet - leider in schwarz-weis aber immerhin. Zu jeder Karte gibt es eine stichpunktartige Grundbedeutung und die Eigenschaft die genannt wird. Danach folgt dann zu jeder Karte ein etwas längerer Absatz, der diese Stichpunkte nochmal genau erklärt, sodass einem klar wird, was genau damit gemeint sein kann. Danach werden dann die Personen- und Themenkarten erklärt. Dies geschieht anhand einer kurzen Tabelle, was ich sehr übersichtlich finde. Somit ist es möglich mal fix eine Karte aus einer Legung nachzuschlagen.

    Nun kommt man schon zum letzten Teil des Buches: die Legesysteme.
    Es wird als erstes der Vorschlag gemacht ab und an morgens eine Tageskarte zu ziehen, um den neuen Tag zu beleuchten. Dies ist besonders für Anfänger geeignet - da spreche ich aus Erfahrung. Als nächstes wird das kleine Kreuz mit 4-6 Karten erläutert. Zu guter Letzt geht es an die "große Tafel". Sie stellt in vielen Kartenbereichen (wie Lenormand) die Königsdisziplin dar. Beim großen Blatt, wie die große Tafel auch genannt wird, werden alle Karten ausgelegt und gedeutet. Ebenso die daraus resultierenden "Häuser" werden betrachtet und in die Deutung mit einbezogen. Da dies jedoch sehr umfangreich ist, möchte das hier nicht weiter ausführen, sondern freue mich viel mehr, dass man dieses Thema mit in das Buch aufgenommen hat.

    Alles in Allem ein super Buch. Klein und kompakt aber voll Wissen. Ich kann das Buch mit den Karten wärmsten weiterempfehlen. Kleiner Tipp: Das Buch lässt sich im gewissen Rahmen auch mit den Gypsys vereinen. Viel Spaß und gute Karten!

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