Freitag, 29. Oktober 2010

Die Wunschliste - Jill Smolinski

Kurzbeschreibung

June ist 34 Jahre alt und arbeitet als Texterin für Werbebroschüren. Sie ist mit ihrem Leben eigentlich recht zufrieden, aber eben nur zufrieden nicht glücklich. Als sie bei einem WeightWatcherstreffen die 22-jährige Marissa kennenlernt, soll sich das Leben von June verändern.
June bietet Marissa an, sie nach dem Treffen mit dem Auto mitzunehmen, was sie auch tut. Dabei haben die Beiden einen Autounfall. Marissa stirbt und June überlebt. June fällt danach in ein tiefes Loch und lebt und arbeitet danach nur so vor sich her. Sie quält sich mit Selbstvorwürfen und versucht mit dem Unfall und dem Tot von Marissa klar zu kommen. Durch Zufall (oder Schicksal) entdeckt June eine Liste die Marissa erstellt hat. Diese Liste beinhaltet 20 Wünsche die Marissa bis zu ihrem 25. Geburtstag erledigen wollte. Nun da Marissa leider tot ist, sieht sich June verpflichtet diese Liste für Marissa abzuarbeiten. Mit jedem Wunsch den June abarbeitet, kehrt sie ein kleines Stück zurück ins Leben....

Meine Meinung

Auch wenn ich das Buch vor zirka drei Jahren schon gelesen habe, hat es mich erneut gefesselt und begeistert. Die Geschichte ist zwar an sich schnell erzählt, aber trotzdem ist immer eine gewisse Grundspannung drin. Man begleitet June in ihrem Leben, man lacht und weint mir ihr. Man erlebt ihre Weiterentwicklung mit, als wäre man ihre beste Freundin, was wohl auch am Schreibstil bzw. der Erzählform liegt - wie könnte es anders sein...Ich-Form. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich sehr leicht, daher habe ich das Buch auch so schnell durch gehabt.

Ich finde schon, dass sich das Buch von Herzbeben unterscheidet. Aber nicht negativ. Die Stories sind völlig verschieden. Es gibt keinerlei Ähnlichkeiten, somit ist Herzbeben keine Art Zweitroman von der Wunschliste. Mir persönlich gefällt dieses Buch hier besser, weil die Geschichte mich mehr anspricht. Ich fühle mich sogar animiert selbst eine kleine Liste aufzustellen und mal zu schauen, wie ehrgeizig ich sein kann. Die Liebe wird auch behandelt, aber als Nebengeschichte. Es ist schließlich kein Liebesroman. Das Ende an sich ist vielleicht nicht unvorhersehbar aber trotzdem sehr schön.

Fazit: Ein schöner, schneller Roman - wohl eher für Frauen, aber auch Männer können sich ranwagen, wenn sie solcher Literatur offen entgegenstehen. Ich persönlich bin begeistert und empfehle es hiermit gerne weiter.

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