Sonntag, 12. Dezember 2010

Die Symbolwelt der Lenormandkarten - Harald Jösten

Der genaue Titel des Buches lautet: Die Symbolwelt der Lenormand-Karten: Traditionelles Kartenlegen und moderne Symboldeutung. Zunächst ein paar Informationen zum Buch.

* Verlag: Königsfurt-Urania
* Sprache: Deutsch
* Bindung: gebunden
* ISBN: 978-3868267075
* Seiten: 272
* Preis: 19,90 €

Inhalt: Eine faszinierende Annäherung an die von Mythen umwobenen Karten der berühmten Madame Lenormand - für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Lenormand-Nutzer. Eine wahre Fundgrube, anschaulich, lebendig geschrieben und leicht verständlich.

Meine persönlichen Schmankerl aus dem Inhaltsverzeichnis:

* Gegenüberstellung der unterschiedl. Decks (Einzelbedeutung)
* Symbolik der Karten
* Moderne und Tradition
* sieben Legemethoden
* Lenormand - Galerie (S. 238 - 263)

Meine Meinung:

Dieses Buch ist mir von mehreren Lenormandnutzern empfohlen. Ich habe mir dann einige Rezensionen dazu angeschaut und es gekauft. Anfangs erschien mir der Preis von fast 20 EUR zu hoch. Mittlerweile kann ich aber sagen, dass der Preis dem Buch auf jedenfall gerecht wird - das ist jedenfalls meine Meinung.

Das Buch beginnt wie wohl jedes Sachbuch mit einem Inhaltsverzeichnis. Dies ist gut aufgeteilt und übersichtlich gestaltet, sodass man sein gesuchtes Thema schnell findet. Daraufhin folgt eine Einführung. In dieser werden die Lenormandkarten allgemein erklärt. Auch wer Madame Lenormand war wird dargelegt. Die Unterpunkte der Einführung lauten:

* Orakeln hilft (Zufall oder nicht)
* Deutungsmethoden (Symbolisch oder Traditionell)
* Biografische Notizen (Madame Lenormand)
* Entstehung der Karten
* Aufbau der Karten
* Exkurs (die Großen Lenormand-Karten)

Nachdem man die umfangreiche Einführung hinter sich gelassen hat, geht es mit den 36 einzelnen Karten los. Dabei wird jede Karte einzeln besprochen. Wie sich der Leser das vorstellen kann, möchte ich kurz darlegen:

Ich möchte als Beispiel die erste Karte im Deck nutzen: 1 Der Reiter
Was mir als erstes ins Auge fiel, waren die Abbildungen der Reiterkarte. Denn in jedem Lenormanddeck ist der Reiter etwas anders abgebildet. Das Schmankerl was ich eingangs schon erwähnt habe, zeigt sich hier. Denn bei jeder Karte (Reiter, Klee, Schiff etc.) wird die Karte aus 6 Decks gezeigt. Und zwar sind es folgende Lenormanddecks:

* Piatnik
* Jugendstil
* Cartamundi
* ASS (Altenburger)
* weiße Eule
* Lo Scarabeo

Aufgrund dieser Bebilderung sieht man gleich die Unterschiede der jeweiligen Kartendecks. Wenn ich also beim Reiter bleibe sehe ich gleich, dass er auf einigen Karten nach links und auf anderen nach rechts reitet. Manchmal scheint der Reiter zu stehen, mal bäumt sich das Pferd auf oder ist gar im Sprung. Auf einem Deck scheint das Pferd ein Schimmel zu sein auf der anderen ist es braun bis schwarz. Auch der Reiter selbst sieht jedesmal anders aus: Mal Kavalier, mal leicht ritterlich dann wieder sportlich. Besonders schön anzusehen, da die Karten farbig abgebildet wurden, was leider nicht in jeden Buch der Fall ist.

Zu jeder Karten wird als erstes das Kartenbild erläutert. So wird beim Reiter beispielsweise erwähnt, dass der Reiter immer männlich ist - nie ist eine Frau darauf abgebildet. Als nächstes wird in Stichpunkten die traditionelle, symbolische und charakterliche Deutung genannt. Im Folgenden wird dies ausführlich erläutert. Auch wird natürlich die Besonderheit der Karte erwähnt, wenn bestimmte andere Karten um sie herum liegen - kurz: Umgebungskarten und ihr Einfluss. Im letzten Abschnitt der Einzelbedeutung werden dann Deutungsbeispiele genannt. Dies ist unterteilt in die Kategorien:

* für Selbstbewusste
* für Liebende
* für Glückspilze
* für Gewinner

Dies weicht von den anderen Büchern ab. Dort wird zumeist in die Bereiche Allgemein, Beruf, Liebe und Gesundheit aufgeteilt. Ich finde diese Abweichung jedoch angenehm, da sie eine andere Herangehensweise zeigt. Für jede Karte hat Herr Jösten vier bis sechs Seiten reserviert.

Nachdem der theoretische Teil mit den 36 Karten beendet ist, geht es in den praktischen Teil des Buches. Dort findet der Leser Tipps zum Mischen, Auslegen und Ziehen der Karten. Ist das abgehakt geht es an die Legemethoden. Es werden 7 Legemethoden vorgestellt. Dabei sind Klassiker wie die Tageskarte und das kleine Kreuz aber auch andere Legemethoden benannt. Damit ist die Praxis erledigt und man kommt zum letzten Teil des Buches.

Als letztes gibt es eine Lenormandgalerie. Diese finde ich total toll, da ich sie in anderen Büchern auch noch nie vorgefunden habe. Natürlich gibt es in Zeiten des Internets fast alle Karten online zum ansehen, aber sie als Galerie in einem Buch zu haben, ist auch sehr schön. Dabei werden sage und schreibe 47 (!) Decks vorgestellt. Aus jedem Deck sind 3 zum größten Teil farbige Karten abgebildet. Dazu gibt es dann nochmal ausgewählte Informationen zu jedem Deck. Mit der Galerie und einem Literaturnachweis/-verzeichnis endet das Buch.

Fazit: Kein klassisches Arbeitsbuch, dass ist denke ich klar. Aber wer wirklich informative Dinge über die Lenormandsymbolik wissen möchte, ist hiermit sehr gut beraten. Besonders Anfängern lege ich dieses Buch als Zweitbuch nahe. Für Lernhilfe gerade was Kombinationen angeht, gibt es andere Bücher. Denn Kombinationsbeispiele gibt es in diesem Buch keine. Aber wie bereits erwähnt, werde ich ja noch das ein oder andere rezensieren. Ich hoffe diese Rezension hat dir gefallen.

Merry Meet Jana

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