Dienstag, 17. April 2012

Blackout: Morgen ist es zu spät - Marc Elsberg


AUTOR Marc Elsberg| GENRE Thriller
ERSCHEINUNGSJAHR 2012 | SPRACHE Deutsch
VERLAG Blanvalet| SEITEN 800 | PREIS 19,99 (gebunden)


Inhalt

Es ist dunkel. Es wird kalt. Die Lebensmittel und Wasser werden knapp. Die Hygiene leidet. Die Kriminalität steigt. Die Wut wächst. Wozu bist du fähig, wenn in ganz Deutschland kein Strom da ist um zu tanken, zu heizen, Geld abzuheben? Wenn es zwar noch Lebensmittel gibt, diese aber nicht verkauft werden können, weil die Elektronik nicht funktioniert? Deutschland ist dunkel und du bist mittendrin. Was wenn du keine Informationen vom Staat bekommst, wie es nun weitergehen soll?

Rezension

Die Geschichte des Buches finde ich äußerst ansprechend und sehr realistisch dargestellt. Die Vorstellung das selbst erleben zu müssen, finde ich sehr beängstigend. Das Buch zeigt auf, wie unvorbereitet wir in so einer Situation sind. Ich meine, wer hat schon Wasser zum trinken und waschen (inkl. Toilettenspülung) für 1-2 Wochen zu Hause. Ich nicht. Ich besitze auch nicht gefühlte 20 Raviolidosen, die ich im Notfall kalt essen könnte. Geschweige denn das ich ein Notstromgerät habe oder Funkgeärte, für die mir dann die Batterien fehlen. Nein, ich wäre verloren in so einem Blackout der über Tage hinweg dauert bei eisiger Kälte.

Marc Elsberg hat einen schönen flüssigen Schreibstil und schafft es die verschiedenen Situation zu veranschaulichen. Da ist zum Beispiel ein Bauernhof der sich dank Dieselgeneratoren, Tieren etc. selbstversorgen kann und noch mit Ofen heizt. Es gibt aber auch Urlauber die weiter wollen und müssen, aber nicht tanken können, weil die Zapfanlagen auch mit Strom funktionieren. Kein Strom - kein Sprit.

Es wird auch beschrieben, was die Länder und die Politik alles im Hintergrund treibt. Im Hintergrund deshalb weil die Bürger aufgrund des fehlenden Stroms keine Nachrichten hören bzw. sehen können. Fazit: Die Story zieht und fesselt. Was mich allerdings gestört hat, war die Politik und der technische Inhalt des Ganzen. Das war mir persönlich alles zu viel. Ich hatte das Gefühl zu viel denken und überlegen zu müssen. Manchmal hatte ich das Gefühl ein Sachbuch und keinen Roman zu lesen. Trotz allem ein Roman, den man gut und gerne lesen kann. Er hat aber auch seine schwierigen Stellen. Wen das nicht stört, kann gerne zugreifen und sehen wie sich Marc Elsberg den Blackout vorstellt.

Kommentare:

  1. Fandest du das Buch auch so hektisch? Ich habe fast 400 Seiten gebraucht, um in das Buch reinzufinden.

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  2. Hektisch geht eigentlich. Aber das Gespringe von Personen/Orten zum Nächsten, war schon etwas anstrengend.

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    1. Genau das meinte ich.

      Ich habe meine Eindrücke hier aufgeschrieben: http://nomasliteraturblog.wordpress.com/2012/04/13/blackout-morgen-ist-es-zu-spat/

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  3. Hi Jana, vielen Dank für die Rezension. Und: Ja, es ist schon ein klein wenig wie ein getarntes Sachbuch ^^
    LG vom Blanvalet Verlag

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