Donnerstag, 3. Mai 2012

Eine Frage der Höflichkeit - Amor Towles


AUTOR Amor Towles| GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2012 | SPRACHE Deutsch
VERLAG List  | SEITEN 416 | PREIS 9,99 (TB) 

Inhalt

In einer Ausstellung des Museum of Modern Art im Jahre 1966 entdeckt die New Yorkerin Kate auf zwei der Bilder ihre Jugendliebe Tinker Grey. Erinnerungen an das Kennenlernen im Jahre 1937 kommen hoch, als Kate und Eve ganz unerwartet den gutaussehenden Tinker kennenlernen. Sie genießen mit Tinker, der in Geld schwimmt das Leben und gehen sehr häufig aus. Geld scheint dabei keine Rolle zu spielen und so werden teure Autos, Getränke und Kleidung gekauft. Bis zu jenem Schicksalhaften Tag an dem Eve und Tinker sich nach einem Unfall auf nach Europa machen und durch die Weltgeschichte tingeln. Kate nunmehr ohne ihre besten Freunde, erkämpft sich das Leben in der Metropole New York zurück und beginnt ihren Aufstieg in die High Society. Dank ihrer zahlreichen Kontakte gelingt es ihr ihren Job als einfache Tipse zu kündigen und bei einer Zeitungsredation einzusteigen.

Rezension

So schön die Geschichte klingt und so leicht sich das Buch lesen ließ, ich hatte irgendwie etwas Anderes erwartet. Dabei kann ich nicht mal genau sagen was. Das Buch ist dadurch keineswegs schlechter geworden. Ich denke eher das Gegenteil ist der Fall. Als ich mit dem Buch anfing dachte ich anfangs noch "toll, irgendein High Society-Roman über die Schönen und Reichen 1937 in New York, denen ich jetzt beim lachen, trinken etc. zusehen kann". Aber so ist es nicht gewesen. Natürlich gehen Eve, Kate und Tinker auf viele Parties, aber im Laufe der Geschichten erfahren wir Dinge über ihre Kindheit und ihre Entwicklung zum jetzigen sein. Und wir erkennen, dass Schicksalsschläge auch vor scheinbar Reichen keinen Halt machen. Denn Tinker, der hier so großspurig erscheint, hat sich das Geld hart erarbeitet. Auf seinem Weg nach oben, hat er ein Buch entdeckt mit den 110 Regeln der Höflichkeit von George Washington, nach denen er versucht zu leben. Daher passt im Nachhinein der Buchtitel sehr gut. Erscheint der Roman anfangs noch sehr oberflächlich, baut sich nach und nach eine Geschichte auf die literarisch in meinen Augen wirklich etwas zu bieten hat und die ich gerne gelesen habe.

Nehmt das Buch zur Hand und lasst euch überraschen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

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