Samstag, 8. September 2012

Eines Abends in Paris - Nicolas Barreau

AUTOR Nicolas Barreau | GENRE Liebe, Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2012| SPRACHE Deutsch
VERLAG Thiele Verlag| SEITEN 368 | PREIS 18,00 (gebunden)

Endlich durfte ich mal wieder einen Nicolas Barreau-Roman lesen. Leider hatte ich diesen viel zu schnell fertig. In diesem Roman geht es um Alain der ein kleines nostalgisches Kino namens Cinema Paradis von seinem Onkel geerbt hat. Schon als Kind hat er das Flair dieses Kinos geliebt. Denn anders als in den modernen Kinos gibt es hier kein Popcorn, keine Cola und keine digitalen Filme, sondern noch altmodische Filmrollen. Alain ist begeistert und gibt dafür seinen sicheren Job auf. Das Kino macht Alain zwar nicht reich an Geld, aber reich an Zufriedenheit. Er genießt die Atmosphäre und beobachtet leidenschaftlich gerne die Menschen, die in seine kleines Kino kommen. Manchmal überlegt er dann, welche Geschichten diese Menschen wohl gerade erleben. Zu jedem Kinobesucher fällt ihm auch eine Geschichte ein, nur zu der Dame im roten Mantel nicht. Sie kommt jeden Mittwoch zur Spätvorstellung und setzt sich immer in Reihe 17. Schon lange interessiert sich Alain für die Dame und spricht sie eines Abends auch endlich an. Sie verabreden sich noch für den selben Abend nach dem Film und haben einen wundervollen Abend. Doch auch die schönste Verabredung muss mal eine Ende haben, somit bringt er seine Liebste, die den Namen Mélanie trägt nach Hause und verabredet sich direkt für den nächsten Mittwoch mit ihr. Also wäre das nicht schon aufregung genug, steht eines Abends ein berühmter amerikanischer Regisseur samt sehr bekannter Schauspielerin vor ihm. Beide möchten Alains Kino für den nächsten Film als Kulisse haben. Doch kaum treten der Regisseur und die berühmte Schauspielerin in Alains leben, verschwindet dafür Mélanie spurlos.

Dieser Roman war einfach schön. Barreau lässt mich gedanklich wieder nach Paris reisen und in die Atmosphäre eintauchen. Seine Sprache, die diese Bilder in meinen Kopf malt, ist einfach großartig. In Gedanken habe ich immer ein kleines, schnuckeliges Kino mit holzvertäfelungen und Samtvorhang gesehen. Ich habe mitgefiebert, als Alain es endlich schaffe die Dame in Rot anzusprechen, war bei dem wunderschönen ersten Date dabei und war verwundert als besagte Dame auf einmal vom Erdboden verschluckt war. Das Buch bietet Spannung, Liebe, Drama und ein bißchen Abenteuer. Ich war wieder viel zu schnell fertig mit dem Buch und musst Paris und die liebenswerten Menschen in diesem Roman verlassen. Für mich hat das Buch nur einen kleinen Minuspunkt: Ein kleiner Teil der Geschichte erinnert mich zu sehr an Barreaus Roman "Die Frau meines Lebens". Auch dort war der Protagonist verzweifelt auf der Suche nach einer Frau. Da hat er für meinen Geschmack zu sehr von sich abgekupfert. 

Fazit: Ein toller französicher Liebensroman mit liebenswerten Charaktären und einem Flair in das man sofort abtauchen kann und will.

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