Dienstag, 28. Mai 2013

Julie und Julia - Julie Powell

AUTOR Julie Powell| GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2009 | SPRACHE Deutsch
VERLAG Goldmann Verlag | SEITEN 352| PREIS 8,95 EUR (TB)

Inhalt

Julie Powell ist Ende zwanzig und arbeitet in einer Behörde, die sich mit der Arbeit rund um das ehemalige World Traide Center befasst. Sie lebt mit ihrem Mann Eric und der Katze zusammen in einer Wohnung in Queens. Eigentlich lebt sie ein Leben wie Millionen andere Menschen auch. Bis sie den Entschluss fast, sich in einem Jahr durch das Kochbuch „Mastering the Art of French Cooking“ von Julia Child durchzukochen. Ganze 524 Rezepte in 365 Tagen. Um sich selbst zu motivieren und andere Menschen daran teilhaben zu lassen, startet sie dazu einen Internetblog.

Meine Meinung

Während des Kochprojekts lernt der Leser Julie von vielen Seiten kennen. Es gibt die Souveräne, die Verzweifelte, die Hoffnungsvolle und die Julie, die kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht. Erstaunlich finde ich die Reaktionen ihrer Mitmenschen. Während ihr Lebensgefährte Julie versucht zu unterstützen, reagiert ihre Mutter sehr ungehalten und hält das Projekt gelinde gesagt für Schwachsinn. Neben Julie erhalten wir auch Einblicke in das damalige Leben von Julia Child und ihrem Leben in Frankreich, dass sie bewogen kochen zu lernen und schliesslich zu dem Kochbuch geführt hat, durch das sich Julie kocht.

Der Schreibstil ist einfach zu lesen und vermittelt einen guten Einblick in das Leben der Protagonisten. Julie ist eine sympathische junge Frau, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Ihre Leidenschaft für das Kochen, reisst einen mit und oft möchte man selbst direkt loslegen. Die Szenen in denen Julie Rezepte bevorstehen, die auch mal schief gehen (können), hat man oft gelächelt. Der Wechsel zwischen den beiden Frauen gelingt gut und überzeugt. Insbesondere natürlich dadurch, dass beide Frauen existieren – bzw. existierten, denn Julia Child ist leider schon verstorben. Julie Powell ihr Blog über das Kochszenario existiert leider auch nicht mehr.

Fazit: Ein Roman der in Bezug auf den Humor an die Bridget Jones Bücher erinnert und dem Leser zwei beeindruckende Frauen näher bringt, dabei aber keine schnöde Biografie ist, sondern ein leichter Roman für einen verregneten Tag. Kaufempfehlung? Ja, klar – und danach den Film Julie&Julia schauen.

Und wer lieber den dazugehörigen Film mit Meryl Streep und Amy Adams sehen möchte, schaltet morgen 20:15 Uhr auf Sat.1.

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