Samstag, 30. März 2013

Italian Basics - S. Dickhaut; C. Schinharl


AUTOR Sebastian Dickhaut, Cornelia Schinharl | GENRE Kochen
ERSCHEINUNGSJAHR 2000 | SPRACHE Deutsch
VERLAG GU Verlag | SEITEN 168 | PREIS 15,00 EUR (broschiert)

Ein paar Zeilen zu beginn...

Italien. Dieses Wort ist für mich eine kulinarische Verheißung. Italien verbinde ich mit Dolce Vita, gutem Essen, süffigen Wein und der Toskana. Klar, dass ich ein Kochbuch haben wollte, was mir dieses Gefühl beim Essen bringen könnte.

Das Layout und der Aufbau des Buches...

Die Basics-Reihe von GU verspricht Gerichte für jedermann, die sowohl für Anfänger als auch für Profis geeignet sein sollen. Das Layout ist dabei bewusst jung und frisch gehalten. Die Gerichte bieten Fisch & Fleisch, aber auch Vegetarier werden hier fündig. Wie auch schon die anderen Basics-Bücher ist alles schön übersichtlich gegliedert aber mit Bildern von jungen Leuten aufgepeppt. Häufig findet man zu den Rezepten noch Tipps wie man variieren kann. Die Zubereitungstexte sind klar und einfach zu verstehen. Da nicht jeder Laden mit original italienischen Zutaten aufwarten kann, gibt es immer Alternativen die in (fast) jedem Supermarkt zu finden sind. Von Antipasti bis Dessert wird in diesem Kochbuch alles abgedeckt. Das Buch vermittelt tolle Rezepte mit dem italienischen Flair.

getestete Rezepte...

Bruschetta, Seite 46
Von Bruschetta habe ich schon oft gehört. Aber ich hatte es bis dato nicht gegessen. Als ich dann dieses Rezept fand und feststellte wie leicht es nachzukochen ist, war ich sofort Feuer und Flamme. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist sehr schmackhaft und einfach in der Zubereitung.

Spaghetti alla Carbonara, Seite 62
Auch von diesem Gericht hatte ich schon gehört, es aber nie probiert. Mit dem hier vorliegenden Rezept, habe ich es nicht nur probiert, sondern auch selbst gekocht. Es ist lecker und schnell gemacht. Zudem habe ich gelernt das Spaghetti alla Carbonara mit und Spaghetti Carbonara (ohne alla) ohne Sahne zubereitet wird. Mit Sahne schmeckt es schon mal hervorragend.

Spaghetti al Tonno, Seite 69
Ich mag Thunfisch. Ich mag Spaghetti. Passt also. Zumindest hatte ich das erwartet. Im Rezept sind eigentlich noch Sardellenfilets enthalten, diese habe ich weg gelassen, da ich diese nicht esse. Die Zubereitung war einfach aber das Ergebnis war fade. Mir hat die Soße gefehlt, somit war das Ganze sehr trocken. Das werde ich wohl nicht nochmal kochen.

Fazit: Ein Kochbuch das Spaß macht und italienisches Flair in die Küche bringt.

5 von 5 Kochlöffeln.

Donnerstag, 14. März 2013

Tess - Thomas Hardy

 
AUTOR Thomas Hardy GENRE Klassiker
ERSCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
VERLAG DTV SEITEN 592 PREIS 9,90 EUR (TB)
 
Inhalt
 
Tess ist ein junges Mädchen das in ärmlichen aber glücklichen Verhältnissen aufwächst. Zu Beginn des Buches erscheint sie als fröhliches und lebensfrohes Mädchen. Eines schicksalhaften Tages kommt ihr Vater mal wieder von einer Zechtour nach Hause. Auf seinem Wege begegnet ihm ein Revered der ihm erzählt, dass die Durbeyfields echte Nachfahren der d’Urbervilles sind und sie früher eine wichtige, reiche und bekannte Familie waren. In vergangenen Zeiten wäre dieser ursprüngliche Name aber in Vergessenheit geraten und die Durbeyfields waren geboren worden. Dieser Tag sollte das Leben von Tess nachhaltig verändern. Tess ihre Eltern finden heraus das in nicht allzugroßer Entfernung eine alte Dame zu ihrer Verwandschaft gehört. Tess soll dorthin reisen. Die Familie hofft, dass besagte Dame gut betucht ist und Tess zu einer guten Ehe verhelfen wird. Nach einem kurzen Briefwechsel reist Tess tatsächlich zu der Familie d’Urbervilles - die den Namen jedoch nur übernommen haben, aber keine echten d’Urbervilles sind. Vor Ort trifft Tess nicht auf die alte Verwandte sondern auf Alec, ihren Sohn. Während Tess von Anfang an eine Abneigung gegen Alec hat, fühlt er sich sofort von ihr angezogen. Alec scheint zu bemerken, dass er auf normalem Wege nicht bei Tess landen kann. Hardy lässt hier offen ob Tess vergewaltigt wurde oder ob er sie "überredet" hat. Schlussendlich ist Tess zutiefst verletzt, schwanger und kehrt zurück zu ihrer Familie. Kurz darauf gebiert sie ein Kind, dass jedoch wenige Tage nach der Geburt verstirbt. Tess die nun ein gefallenes Mädchen ist und keine Möglichkeit mehr auf eine gute Partie hat, möchte weg aus ihrer Heimat und irgendwo hin, wo ihre diese Geschichte nicht folgen wird. Tess verlässt ihre Heimat und ihre Familie um in Talbothay als Melkerin zu arbeiten. Dort trifft sie Angel. Beide verlieben sich sofort ineinander und Angel möchte sie heiraten. Tess die jedoch befleckt ist, lehnt seinen Antrag vehement ab. Wie zu erwarten gibt sie jedoch bald nach. Kurz nach der Vermählung gestehen sich die Zwei ihre Sünden vor der Ehe. Und obwohl Angel ebenfalls Sex vor der Ehe hatte, kann er Tess nicht verzeihen und flieht ohne sie nach Brasilien um sich dort ein neues Leben aufzubauen und Tess ggf. nachzuholen. Tess die allein zurückbleibt, erträgt ihr Schicksal als verstoßene Frau erst sehr gut, doch jeder Monat ohne Nachricht von Angel, lässt sie Stück für Stück zusammenbrechen. Bis eine Tages Tess ihren alten Peiniger Alec wiedertrifft und lernen muss, dass die Vergangenheit niemals schläft.
 
Meine Meinung
 
Dieses Buch habe ich bewusst langsam gelesen, denn Hardy hat einen ganz eigenen Schreibstil den man genießen sollte. Thomas Hardy beschreibt England und seine Menschen detailreich. Das Besondere daran ist, dass Hardy nicht einfach einen Menschen mit Adjektiven schildert sondern sie mit Landschaftsbildern zeichnet. Seine Worte gingen mir dabei durch und durch. Es ist einfach unglaublich wie Hardy eine Landschaft beschreibt und dabei den Charakter von Tess, Angel, Alec und anderen Protagonisten vorstellt. Mich hat dieser Stil sehr gefesselt.
 
Die Geschichte um Tess ist tragisch, vorhersehbar und doch zog sie mich in ihren Bann. Tess möchte man abwechselnd wachrütteln oder umarmen, während man Angel ins Herz schließt und Alec so einiges an den Hals wünscht. Mich hat beim lesen eine große Gefühlsbandbreite erfasst, wie nur bei wenigen Büchern vorher. Tess ihre Lebensgeschichte ist so real erzählt, dass man mit ihr liebt und hasst. Alec war für mich ein schmierger Typ und wie Tess konnte ich ihn von Anfang an nicht leiden. Die Charaktäre und ihre Beschreibungen zeichnen das Buch dabei aus.
 
Tess ist in meinen Augen kein Buch für 4-6 Stunden, sondern etwas, dass man in kleinen Happen zu sich nehmen sollte. Man sollte manchmal die Augen schließen und sich versuchen vorzustellen, wie es gewesen wäre Tess zu sein und wie wir damit umgegangen wären in Bezug auf das viktorianische Zeitalter. In meinen Augen ist Tess keine Rächerin, sondern eine geschundene Frau, die sich ihre Seele zu einem harten Preis zurückgekauft hat. Ich sage nicht sie ist frei von Schuld an der Geschichte.

Ein Buch das mitreißt und vielleicht die Meinungen spaltet. Aber so sollte es auch sein. Also wer Klassiker mag, darf hier gerne zuschlagen und lesen.

Montag, 11. März 2013

Northanger Abbey - Jane Austen

AUTOR Jane Austen GENRE Klassiker
ERSCHEINUNGSJAHR 2012 SPRACHE deutsch
VERLAG DTV SEITEN 228 PREIS 9,95 EUR (TB)
Inhalt

Catherine Morland ist ein junges Mädchen auf der Suche nach einem Ehemann. Dies gestaltet sich nicht so einfach, weil Catherine nicht so damenhaft ist, wie es sich mancher wünschen würde. Als wäre das nicht ungünstig genug, mischen sich auch noch ihre fragwürdigen Freunde ein. Als Catherine Henry Tilney kennenlernt, ist sie hin und weg. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, wird sie auf deren Kloster Northanger (Northanger Abbey) eingeladen. Alles scheint bestens zu laufen, bis ihre Fantasie mit ihr durch geht, die sie mit viel Stoff aus Schauerromanen gefüttert hat. Ob das gut geht, erfahrt ihr im Buch.

Meine Meinung

Zunächst einmal: Ich liebe diese Ausgabe. Sie ist eine wahre Augenweide und für den Preis ein absolutes Muss. Ich habe mir auch die anderen fünf Jane Austen Romane dieser Reihe gekauft. Traumhaft. So nun gehts aber los mit der Rezension.

Catherine fand ich sofort sympathisch, gerade weil sie kein typisches Mädchen auf Männerfang ist, wie diverse andere Damen im Roman und natürlich weil sie Bücher liebt. Manchmal mutet sie etwas naiv an aber ihre lebensfrohe und manchmal ungestüme Art machen das wieder wett. Weniger sympathisch fand ich die Familie Thorps, die wohl den intriganten Menschen im Buch personifizieren sollte, was bestens gelungen ist. Beim lesen habe ich sehr, sehr oft über diese Personen geflucht, wie hinterhältig kann man eigentlich sein. Aber genau das ist ein Grund, warum ich das Buch so mag. Es hat mich emotional angesprochen und wirklich mitleiden (auch lachen) lassen.

Der Schreibstil von Jane Austen ist schon eine Marke für sich. Anfangs tat ich mich damit etwas schwer, aber so nach und nach gefiel er mir immer besser.