Montag, 30. September 2013

Lesestatistik September

Dieser Lesemonat lief für mich sehr gut. Ich habe verschiedene Genre gelesen und bin einigen Autoren treu gewesen, wie ihr sehen könnt. Insbesondere die Bücher von Tess Gerritsen haben es mir derzeit angetan. Ihre Bücher und die von Murakami werde ich nächsten Monat auf jedenfall zur Hand nehmen. Auch meinen SuB konnte ich deutlich reduzieren - allerdings muss ich dazu sagen, dass es sich bei dem SuB nur um Printausgaben handelt. Wenn ich die eBooks mitzählen würde, wäre ich bei insgesamt zirka 26 auf dem SuB.

gelesene Bücher 

City of Glass. Chroniken der Unterwelt 03 - Cassandra Clare 
Der kleine Drache Kokosnuss Bd. 01 - Ingo Siegner 
Paula geht - Martina Nohl
Blutmale - Tess Gerritsen
Scheintot - Tess Gerritsen
Schwesternmord - Tess Gerritsen
Todsünde - Tess Gerritsen
Der Meister - Tess Gerritsen
Die Chirurgin - Tess Gerritsen
Happy New Year in Virgin River - Robyn Carr
Nach dem Beben - Haruki Murakami
Schlaf - Haruki Murakami
Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah - Haruki Murakami
Herzklopfen in Virgin River - Robyn Carr
City of Ashes. Chroniken der Unterwelt 02 - Cassandra Clare 

gelesene Seiten
September 4989
gesamt 27,523 (ohne begonnene Bücher)

Begonnen 0


Abgebrochen 0

SUB
01.09.2013: 28
01.10.2013: 16 

Samstag, 21. September 2013

Die Chirurgin - Tess Gerritsen

 
  AUTOR Tess Gerritsen GENRE Krimi
ERSCHEINUNGSJAHR 2004 SPRACHE deutsch
VERLAG Blanvalet Verlag SEITEN 416 PREIS 9,99 EUR (TB)
 
Inhalt
 
Die Ärtzin Catherine Cordell kam vor zwei Jahren nach Boston und arbeitet dort als Chirurgin. Niemand in Boston kennt ihre dunkle Vergangenheit aus der Zeit in Savannah. Niemand weiß was ihr dort passiert ist und niemand weiß wer ihr von dort bis nach Boston gefolgt ist. Jane Rizzoli und Thomas Moore arbeiten für die Mordkommission in Boston. Während Detective Moore ein angesehener Kollege im Morddezernat ist, hat Jane Rizzoli als einzige Frau mit den Vorurteilen der Männerdomäne Polizist zu kämpfen. Die beiden Detectives bekommen es in der Hitze Bostons mit einem sehr speziellen Täter zu tun. Im Laufe der Ermittlungen gerät auch Catherine Cordell ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, beginnt Moore auch noch eine Affäre mit der Chirurgin. Während der Killer die Vergangenheit der Ärztin Cordell ans Tageslicht bringt, hat die Polizei noch keine Spur zu ihm gefunden.

Meine Meinung 

Tess Gerritsen hat schon einige Romane veröffentlicht und ist damit anscheinend sehr erfolgreich. In meinen Augen zurecht. Ich habe diesen Krimi verschlungen. Ich mag ihren Schreibstil sehr gerne insbesondere was die Morde in diesem Roman angeht. Man erfährt nicht anhand der eigentlichen Tat was passiert ist, sondern deckt diese Informationen erst im Zuge der Ermittlungen und Autopsien auf. Dies hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass dies die Spannung erhöht, denn der Leser erfährt erst nach und nach wie das Opfer zu tode kam. Ein Nachteil wäre, dass man sich eben in Geduld üben muss und wer es besonders blutrünstig mag, wird nie bei einer Tat direkt dabei sein. Mir gefällt dies sehr gut, da es die Spannung erhöht. Ein weiter Aspekt der mir sehr gefallen hat, ist die pathologische Arbeit: Die Autopsien. Durch die Autopsien wird dem Leser teilweise erst vor Augen geführt, wie jemand ermorden wurde und wodurch er am Ende gestorben ist. Diese Darstellung ist sehr detailliert und für zarte Gemüter eventuell schockierend. Für mich ist es genau richtig. Das Privatleben der Hauptprotagonisten wird beleuchtet und in die Handlung mit einbezogen. Dadurch lernt der Leser diese gut kennen. Was mich etwas gestört hat, war der immer wiederkehrende Hinweis, wie schwer es Rizzoli doch als einzige Frau im Morddezernat hat. Das hatte ich schon nach dem zweiten Mal verstanden. Dies ist jedoch wirklich nur ein kleines Manko und tut dem Lesevergüngen keinen Abbruch.

Fazit: Ein spannender Krimi, der mich bis zuletzt gefesselt hat. Lesen!

Zur Info: Ich kenne die Serie die auf VOX läuft nicht und kann keine Vergleiche dazu anstellen.

Montag, 9. September 2013

Die wundersame Geschichte der Faye Archer - Christoph Marzi

   AUTOR Christoph Marzi GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
VERLAG heyne Verlag SEITEN 384 PREIS 14,99 EUR (TB)

Inhalt

Faye Archer ist Musikerin aus Leidenschaft und arbeitet zudem in einem Buchladen namens "Real Books". Eines Tages ist sie in diesem Laden im Hinterzimmer beschäftigt und hört aus dem Ladenbereich ein kurzes Gespräch zwischen einem Kunden und ihrem Chef Mica. Obwohl Faye nur die Stimme und ein paar Wortfetzen hört, bleiben ihr zwei Dinge im Gedächtnis: Der Kunde ist ihr sofort sympathisch und "Geschichten sind wie Melodien". Der Kunde, Alex ist sein Name, ist so schnell aus dem Laden raus, dass Faye ihn nicht mehr ansprechen kann. Als sie ein Notizbuch entdeckt, dass er im Laden vergessen hat, sucht sie ihn im Internet und wird auf einer Seite fündig. Sie nimmt dort Kontakt mit ihm auf und sie beginnen sich zu schreiben. Alex, schreibt ihr das er zur GraphCon nach Chicago fährt. Während Faye ihm gedanklich viel Glück wünscht, sieht sie Alex in der Stadt mit einer anderen Frau. Hat er sie etwa nur belogen oder hat er einen Zwillingsbruder?

Meine Meinung 

Faye ist großartig und ein wirklich schöner Charakter, den wir in einigen Facetten kennenlernen. Ebenso erging es mir mit dem Koreaner Mica, der den Buchladen besitzt. Alle anderen Charaktäre erschienen mir aber irgendwie farblos und eindimensional. Dies liegt wohl hauptsächlich daran, dass sie eben nur Nebencharaktere sind und wir als Leser nicht wirklich viel mit ihnen zu tun haben. Die Atmosphäre in dem Buch ist träumerisch, spannend und irgendwie melancholisch. Wäre das Buch eine Jahreszeit dann auf jedenfall Herbst. Obwohl das Buch gut geschrieben und die Geschichte interessant ist, bin ich nicht hunderprozentig überzeugt. Was mich an dem Buch gestört hat, waren die vielen Passagen über Musik. Das ist jetzt natürlich nur meine Meinung aber mir war das zu viel und zu sehr Sachbuch. Ich denke, wenn man diesen Bereich gekürzt hätte, hätte mir das Buch mehr zugesagt, als es sowieso schon der Fall war. Wer sich daran nicht stört, wird hier einen schönen Roman über die Liebe finden, der ein klein wenig übernatürlich anmutet. Lesen!
 

Samstag, 7. September 2013

Gefährliche Geliebte - Haruki Murakami

   AUTOR Haruki Murakami GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2002 SPRACHE deutsch
VERLAG btb Verlag SEITEN 224 PREIS 8,00 EUR (TB)
Inhalt

Wir lernen Hajime kennen. Ein Junge der sich für Bücher und Musik interessiert, keine Freunde hat und mit seinem Vater alleine zusammen lebt. In der Grundschule lernt er Shimamoto kennen. Ein junges Mädchen das ihr Bein nachzieht und daher von anderen Schülern ausgegrenzt wird. Die Beiden werden beste Freunde. Zusammen hören sie alte Platten und lesen für sie interessante Romane. Beide sind sie zudem Einzelkinder, was zu der Zeit in Japan eher eine Ausnahme ist. Im Teenageralter zieht Hajime mit seinem Vater um. Die kindliche (Liebes-)Beziehung zerbricht daran und die Zwei sehen sich nie wieder. Jahre später ist Hajimi mit Yukiko verheiratet und hat zwei Kinder mit ihr. Er hat seine Musikleidenschaft zum Beruf gemacht und besitzt zwei Jazzclubs, die gut laufen. Obwohl Hajime scheinbar alles hat und den glücklichen Ehemann und Vater spielt, ist da immer die Sehnsucht nach Shimamoto. Als diese dann nach Jahren in einer seiner Jazzbars auftaucht, bringt sie damit Hajime´s Leben durcheinander.

Meine Meinung

So simpel und alltäglich der Klappentext auch klingen mag, der Roman hat es in sich. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Hajime. Ein sympathischer Mann, der sein Leben scheinbar im Griff hat und Glücklich ist. Schnell wird jedoch klar das etwas oder jemand fehlt. Shimamoto. Auch wenn die Zwei nie ein Paar waren, kommt er doch nicht von ihr los. Oft denkt er an sie und manchmal meint er sie in der Stadt zu sehen nur um dann festzustellen, dass sie es doch nicht ist. Dieses Gefühl jemanden verloren zu haben und unbewusst immer auf seine Rückkehr zu warten, wird in diesem Roman eindringlich beschrieben. Man hofft einerseits das Hajime Shimamoto nochmal wiedersehen wird, auf der anderen Seite denkt man, wozu das führen sollen, ausser vielleicht zu einer Scheidung, gebrochenen Herzen und Sorgerechtskämpfen. Hajime wurde als sehr realer Mensch mit Gedanken, Gefühlen, Sehnsüchten und Ängsten dargestellt. Das hat mir sehr gut gefallen. Yukiko, seine Frau hat in mir unterschiedliche Gefühle hervorgeholt. Manchmal tat sie mir einfach nur leid, mit einem Mann, der sich nach einer anderen verzehrte. Auf der anderen Seite konnte ich sie nur bewundern für ihren Willen und ihren Mut in dieser Situation. Shimamoto wiederum spaltet mich. Zu Beginn der Geschichte tut sie mir mit der Behinderung leid und ich freute mich als sie und Hajime gute Freunde wurden. Als sie jedoch als Erwachsene wieder auftauche und damit Hajime´s Ehe gefährdete, dachte ich desöfteren, dass sie vielleicht einfach wieder gehen sollte oder besser garnicht erst aufgetaucht wäre. Es gibt also viele Perspektiven von denen man auf die Charaktere und ihre Geschichte schaut.

Fazit: Ein interessanter Roman über das Leben eines Mannes der eigentlich alles hat, aber immer etwas oder jemanden zu vermissen scheint.

Sonntag, 1. September 2013

Afterdark - Haruki Murakami

   AUTOR Haruki Murakami GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2007 SPRACHE deutsch
VERLAG btb Verlag SEITEN 240 PREIS 9,00 EUR (TB)
 
Inhalt
 
In diesem Buch geht es um die Geschichten zwischen Mitternacht und 6 Uhr in der Früh. Der Leser begleitet dabei verschiedene Charaktäre durch die Nacht. Als da wären: Mari, die die Nacht in einem Fast Food Laden verbringt, statt Zuhause im Bett zu liegen; Eri, die seit zwei Monaten durchschläft; Takahashi, der die Nacht nutzt um mit seiner Band zu proben; eine Prostituierte, die Nachts im Love Hotel geschlagen und ausgeraubt wird.
 
Meine Meinung
 
Der Klappentext klang für mich erstmal nicht so spektakulär. Ich hatte das Buch gekauft, weil ich alle Murakami´s lesen möchte und mich dann für dieses hier entschieden, weil es relativ dünn ist. Als ich jedoch mit dem Lesen angefangen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören.

Beeindruckend ist meiner Meinung nach die Erzählweise. Der Erzähler fungiert in diesem Werk als eine Art Auge oder Kamera. Das heißt, der Leser kann durch das erzählerische Auge, die Perspektive wechseln und ran- bzw. wegzoomen. Diese Kamera scheint wahllos Menschen auszuwählen und ihnen in der Nacht zu folgen. Wie schon im Roman Kafka am Strand laufen die einzelnen Geschichten mit der Zeit zusammen. Dies geschieht völlig natürlich und kommt nicht herbeigezwungen rüber. Das hat mir sehr gefallen. Und obwohl das Buch recht kurz ist und wir daher die verschiedenen Charaktäre eher oberflächlich kennenlernen, fiel es mir nicht schwer, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen und an ihrem nächtlichen Tun teilzuhaben. Die Dialoge der Protagonisten erscheinen teilweise etwas trocken, passen aber wunderbar in die Geschichte. Sie unterstreichen den eher sachlichen Ton dieses Romans. Das Ende. Ja, das Ende ist irgendwie Murakami. Wer schon ein paar Romane von ihm gelesen hat, wird wissen was ich damit meine.

Fazit: Ein atmosphärischer Roman, der mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack trifft, aber mir sehr gut gefallen hat.