Donnerstag, 28. November 2013

Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes

AUTOR Jojo Moyes GENRE Belletristik
ERSCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
VERLAG rororo Verlag SEITEN 512 PREIS 12,99 EUR (eBook)

Inhalt

Louise Clark ist Kellnerin im Buttered Bun und macht diesen Job gerne. Daher ist sie sehr überrascht als sie ohne Vorwarnung eine Kündigung in die Hand gedrückt bekommt. Zuhause bricht aufgrund dessen das Chaos los. Denn die Familie bestehend aus Lou´s Eltern Josie und Bernhard, ihre Schwester Treena samt Sohn Thomas und ihr Großvater, sind auf ihr Gehalt angewiesen. Louise, Treena und ihr Vater sind die Einzigen berufstätigen im Haushalt. Ihre Mutter Josie pflegt den Großvater und kann daher nichts zur Haushaltskasse beitragen. Zu allem Überfluss droht ihrem Vater Bernhard eine Kündigung. Um die Familie weiter zu unterstützen nimmt Lou also einen Job als Pflegerin/Betreuerin eines Behinderten an, obwohl sie keinerlei Erfahrung in diesem Beruf hat. Schnell wird klar das Lou nicht als Pflegerin im eigentlichen Sinne angestellt wurde, sondern eher als eine Art Aufheiterung für Will, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und kaum noch bewegungsfähig ist und daher aus verständlichem Grund sehr in sich zurückgezogen ist. Denn Will der vor dem Unfall ein sehr aktiver und erfolgreicher Mann war, ist nun nicht mehr in der Lage für sich selbst zu sorgen. Für jede Kleinigkeit benötigt er Hilfe selbst beim Essen. Jede kleinste Entscheidung wird ihm von jemandem abgenommen und jeder weiß angeblich was das Beste für ihn ist. Seiner Entscheidungsfreiheit beraubt, ist er zu den Menschen in seiner Umgebung sehr sarkastisch, gemein und verletzend. Auch über Selbstmord denkt Will nach und hat seiner Familie ein Ultimatum gestellt. Sechs Monate wird er noch bei ihnen bleiben um dann in die Schweiz zu reisen und sich zu töten. Kann Lou ihm Helfen neuen Lebenswillen zu entdecken? Wird er von seinem Selbstmordplan abrücken? Und welche Rolle spielen die Gefühle die Will und Lou füreinander entwickeln?

Meine Meinung

Dieses Buch ist ja derzeit sehr beliebt. Lange schon wollte ich es lesen und mir selbst einen Eindruck verschaffen. Nun habe ich es endlich geschafft. Ich habe dieses Buch an einem Stück verschlungen und es hat mir gut gefallen. Jojo Moyes ihr Schreibstil ist unverblühmt, mitreißend und abwechslungsreich. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Lou und Will erzählt. Zusätzlich wird jeweils ein Kapitel aus der Sicht von Treena, Wills Vater und Wills Mutter erzählt. Dadurch sind sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere sehr greifbar geworden. Ich als Leserin konnte ihr Ängste, Sorgen und Wünsche immer verstehen auch wenn ich mit ihren Meinungen vielleicht nicht immer konform ging, aber darum geht es ja auch nicht.

Lou ist eine sympathische junge Frau. Mit sechsundzwanzig Jahren wohnt sie noch bei ihren Eltern und hat einen sehr individuellen Kleidungsstil. Ich habe sehr gelacht, als ich mir Lou mit einer Strumpfhose mit gelben und schwarzen Streifen vorgestellt habe – Biene Maja lässt grüßen. Lou ist herrlich optimistisch und sagt was sie denkt. Was sie für die Zukunft von ihrem Leben erwartet, weiß sie noch nicht. Ihren Job als Wills Pflegerin/Betreuerin hat sie daher nur wegen der guten Bezahlung angenommen, mit der sie ihre Familie unterstützen kann. Will treibt sie jedoch schnell in den Wahnsinn und sie hält ihn für ein Scheusal das jeden in seiner Umgebung mies behandelt. Schnell passt sie sich ihm an und schafft es sogar ihn manchmal aus der Reserve zu locken und ein kleines Lächeln auf seine Lippen zu zaubern.

Will hat mein vollstes Verständnis. Durch die Behinderung ist ihm jedliche Zukunft die er sich vorgestellt haben mochte, genommen worden. Jede Entscheidung bedarf einer Hilfe, sei es Essen, schlafen gehen oder nur eine DVD einlegen. Nichts kann er alleine. Klar das er von Lou die quasi sein Kindermädchen mimt, nicht begeistert ist und daher sehr barsch zu ihr ist. Auf der anderen Seite widerum, zeigt er sich von ihr beeindruckt, weil sie die erste Person ist, die ihm nicht alles durchgehen lässt und Paroli bietet. Will ist somit ein sehr lebendig gezeichneter Charakter, den ich sehr gern hatte. Überhaupt sind die Charaktere das große Plus des Romans. Denn sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Ein Minus des Buches ist in meinen Augen die Vorhersehbarkeit. Natürlich gab es mal kleine Ereignisse mit denen ich nicht gerechnet hatte, aber das Ende war mir aufgrund des Buchtitels schon klar.

Fazit: Ein Roman über eine Liebesgeschichte die eigentlich keine ist. Ein Buch über Liebe, Leid und Hoffnung, dass Mut macht und uns vielleicht unser Leben nochmal genauer betrachten lässt. Definitiv eine Leseempfehlung von mir.

Donnerstag, 21. November 2013

Menu d'amour: Eine Liebesgeschichte - Nicolas Barreau

AUTOR Nicolas Barreau GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
VERLAG Thiele Verlag SEITEN 160 PREIS 14,00 EUR (gebunden)
 
Inhalt 

In diesem Buch erfahren wir die Geschichte um Henri und Valérie. Henri ist Student und lernt Valérie an der Universität kennen. Valérie ist eine notorische Zuspätkommerin und immer wenn sie verspätet in die Vorlesungen platzt, hängt sein Blick an dem bezaubernden Geschöpf und lauscht ihren unterhaltsamen Ausreden. Als Valérie eines Tages wieder zu spät zur Lesung erscheint ist nur noch neben Henri ein Sitzplatz frei, den er ihr natürlich gerne anbietet. So lernen die Zwei sich kennen und sind von nun an Freunde. Sie verbringen sehr viel Zeit zusammen doch selten zu zweit sondern immer mit anderen Freunden. Henri ist verliebt in Valérie. Sie mag ihn auch sehr gern, aber Liebe ist es nicht. Kurz vor den langen Ferien scheinen sich die Zwei näher zu kommen. Da Valérie jedoch die Ferien nicht im Universitätsort verbringt wie Henri, sind sie ganze drei Monate getrennt. Als Valérie nach drei Monaten zurückkehrt, ist Henri gespannt und aufgeregt und kann es kaum erwarten, sie wiederzusehen und die aufkeimenden Gefühle ihrerseits bestätigt zu wissen. Da jedoch eröffnet Valérie ihm, dass sie sich im Italienurlaub in jemand anderes verliebt hat. Für Henri bricht eine Welt zusammen und er beginnt sich abzuschotten. Als er eines Tages auf dem Markt ist, entdeckt er an einem Stand ein Buch über Zaubertränke – darunter ein Liebestrank. Obwohl Henri davon ausgeht, dass dieser Trank nur Humbug ist, haut er sein ganzes Geld auf den Kopf um die Zutaten zu bekommen. Tja und was dann passiert ist wohl Schicksal oder Fügung oder einfach Zufall.
 
Meine Meinung 
 
Nicolas Barreau. Ich liebe seine Bücher. Sie lesen sich immer wunderschön leicht und streicheln die Seele. Für mich hat er die Fähigkeit mich sofort mit den ersten Worten in das Geschehen hineinzuziehen und mit den Protagonisten mitzufiebern. Die Geschichte an sich ist für mich jedoch nicht neu. Ich weiß nicht ob ich was ähnliches schon mal gelesen habe, aber mir kam sie irgendwie bekannt vor. Damit war die Überraschung für mich am Ende des Romanes nur halb so überraschend wie vielleicht erwartet. Ich war jedoch verwundert, dass die Geschichte um Henri nur knapp die Hälfte der 160 Seiten ausmacht. Ich hatte auch irgendwie das Gefühl, dass das Ende sehr abrupt kam, obwohl auf der anderen Seite eigentlich alles gesagt worden ist. Das restliche Büchlein beinhaltet die Rezepte die Henri für Valérie gekocht hat. Ich finde es ganz nett, dass die Rezepte enthalten sind, hätte sie aber nicht unbedingt benötigt. Und für eine 80-seitige Geschichte 14 Euro zu verlangen, finde ich persönlich überteuert. Aber das mag jeder für sich entscheiden.
 
Im Großen und Ganzen eine schöne Geschichte, die mir kurzweilig Freude bereitet hat, aber nicht mit seinen vorherigen Büchern mithalten kann. Somit eine bedingte Leseempfehlung für Fans. Neuleser dieses Autors greifen bitte lieber zu einem der anderen Bücher.

Montag, 18. November 2013

Lilith Parker, Bd. 1: Insel der Schatten - Janine Wilk

  AUTOR Janine Wilk GENRE Fantasy / Kinder- & Jugendliteratur
ERSCHEINUNGSJAHR 2011 SPRACHE deutsch
VERLAG Planet Girl Verlag SEITEN 368 PREIS 14,95 EUR (gebunden)

Inhalt

Lilith Parker ist zwölf Jahre alt als ihr Vater aus beruflichen Gründen für einige Zeit ins Ausland muss. Da Lilith ihre Mutter nicht mehr lebt und sie ihren Vater nicht begleiten kann, wird sie kurzer Hand bei ihrer Tante Mildred untergebracht, welche in Bonesdale, England lebt. Unglücklicherweise kennt Lilith ihre Tante nicht und auch in Bonesdale ist sie nie gewesen. Mit gemischten Gefühlen über ihre Zukunft macht sie sich also auf den Weg. Im Zug lernt sie dann Max kennen, der ebenfalls nach Bonesdale reist und eine sehr interessante Mutter (Autorin) hat. Kaum in Bonesdale angekommen, fühlt sich Lilith nicht wohl. Alles ist so unheimlich und neblig. Die Menschen sind zudem gruselig wie an Halloween. Max klärt sie da schnell auf: Bonesdale ist eine Touristeninsel in der das ganze Jahr Halloween gefeiert wird. So schnell wie Lilith mit Max Freundschaft geschlossen hat, wird sie jedoch mit ihrer Tante nicht warm. Diese scheint zudem ein Geheimnis vor ihr zu haben und auch die anderen Bewohner des gemeinsamen Heims, benehmen sich merkwürdig. Als sich dann mysteriöse Vorfälle ereignen ist Liliths Neugier geweckt und bevor sie es merkt, steht sich schon mitten in dem Abenteuer.

Meine Meinung 

Zunächst das Cover: Ich finde es toll. Es passt sehr gut zu dem Thema des Buches und spricht mich persönlich sehr an. Es ist schon auf die Zielgruppe zugeschnitten, dabei aber nicht kindisch sondern gruselig. Mir gefällt´s.

Janine Wilk erzählt die Geschichte von Lilith Parker sehr flüssig und fesselnd. Ich habe mich sofort mit Lilith anfreunden können, die sich in Bonesdale wie eine Aussenseiterin fühlt und ihren Vater vermisst. Immerhin hat sie mit Max schnell einen neuen Freund gefunden. Lilith macht in dem Buch eine tolle Entwicklung durch, was mir sehr gefallen hat. Sie ist nicht der Typ der sofort aufgibt aber auch nicht das knallharte Mädchen.

Bonesdale ist unglaublich. Eine Insel auf der immer Halloween gefeiert wird um Touristen anzulocken. Die Stadt ist wirklich wunderbar herausgearbeitet worden. Ich würde nicht im Dunkeln, wenn es neblig ist, allein durch Bonesdale streifen wollen. Was mich begeistert hat sind die Charaktere, der Ort, die Atmosphäre - kurz gesagt alles. Es ist in meinen Augen ein tolles (Kinder-)Buch und ich freue mich schon jetzt auf Band 2, denn die ein oder andere Frage ist unbeantwortet geblieben.

Wer also jetzt im Herbst abends im dunkeln einen Schmöker sucht der etwas mystisch-düster anmutet, darf hier gerne zugreifen.

Freitag, 1. November 2013

Lesestatistik Oktober

Ups, da ist der Oktober auch schon wieder vorbei. Mir soll es recht sein. Dieser Monat lief gut für mich. Ich habe einige Bücher die ich auf deutsch kenne und liebe endlich mal auf englisch gelesen. Da ich demnächst HungerGames: Catching Fire im Kino sehen wollte, habe ich auch diese Reihe nochmal gelesen. Dadurch wurde mir bewusst wie sehr ich diese Bücher liebe. Auch Harry Potter wird nach und nach erneut gelesen. Ich hoffe ihr hattet ebenfalls einen tollen Lesemonat. Mal sehen was der November bringt.

gelesene Bücher

Lilith Parker: Insel der Schatten - Janine Wilk
Ich liebe dich, aber heute nicht - Gaby Hauptmann 
Der Herr der Ringe: Die Gefährten - J. R. R. Tolkien
Tricks - Alice Munro 
Back to Black: Amy Winehouse & ihr viel zu kurzes Leben - A. Schuller 
HungerGames: Mockingjay - Suzanne Collins (englisch) 
HungerGames: Catching Fire - Suzanne Collins (englisch, ReRead)
HungerGames - Suzanne Collins (englisch, ReRead)
Harry Potter and the Philosopher's Stone (ReRead)
Cry out for love - Kazumi Kazui 
Twilight - Stephenie Meyer (englisch, ReRead) 

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