Mittwoch, 31. Dezember 2014

Distant Shore Sterne der See - Tanja Bern

  AUTOR Tanja Bern GENRE Novelle 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch
 SEITEN 60 PREIS (derzeit 99 Cent)
MEDIUM eBook VERLAG Kopfkino Verlag 

Inhalt

Ben und Kristin Evers sind Zwillinge. Schon im Mutterleib waren sie durch ein starkes Band verbunden. Dann kam der Krebs und zerschnitt diese Verbindung. Ben kann den Verlust nicht verwinden und zerbricht fast daran. Während er in Kristins verlassener Wohnung ist um den Haushalt aufzulösen, entdeckt er einen Umschlag mit seinen Namen darauf. Das dieser Umschlag beziehungsweise sein Inhalt Bens Leben nachhaltig beeinflussen wird, weiß er da noch nicht. Kristin, seine geliebte Schwester, schickt ihn auf eine Reise in ihr geliebtes Irland. Dort findet Ben nicht nur neuen Lebensmut sondern auch eine neue Liebe. Doch Hannah sträubt sich, zieht sich zurück, denn auch sie trägt Narben auf ihrer Seele.

Meine Meinung

Das Cover ist so toll. Ich gerate direkt ins Träumen und möchte sofort nach Irland Reisen und die dort beschriebene Landschaft selbst bestaunen. Es passt wirklich hervorragend zu dieser Irland-Novelle.

Das Buch beginnt sehr traurig. Man ist mit Ben bei Kristin. Sie liegt im krankenhaus, abgemagert und ihrer Haare beraubt. Sie weiß das sie sterben wird und versucht Ben den Abschied leichter zu machen. Man spürt sofort das Ben und Kristin zwei Hälften eines Ganzen sind. So unterschiedlich ihre Vorlieben sein mögen, so verbunden sind sie und teil(t)en fast alles. Die Idee Ben nach ihrem (Kristins) Tod nach Irland zu schicken, finde ich wunderbar. Er wandelt dort auf ihren Pfaden und ist auf diese Weise immernoch bei ihr und sie bei ihm. Gleichzeit gibt die Entfernung zum Zuhause die Möglichkeit Abstand zu gewinnen, wirklich zu verstehen und verarbeiten, dass jemand geliebtes nicht zurückkommen wird. Ich konnte mich sehr gut mit Ben identifizieren und verstehen wie er sich fühlte.

Irland und seine Menschen sind bezaubernd dargestellt. Man möchte sie allesamt knuddeln und ein Guinness mit ihnen trinken. Klar, das Ben sich hier sofort wohl fühlt und mit den Menschen ins Gespräch kommt. Dann kommt Hannah ins Spiel. Auf ihrem Apfelschimmel Bríd wirkte sie fast unwirklich, wie eine irische Fee. Natürlich ahnt man, dass Ben und Hannah vielleicht zusammen finden können, aber man spürt auch, dass dies nicht ohne Hinderniss geschieht.

Tanja Bern´s Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Ihre Beschreibungen der Menschen und Landschaft sind so überzeugend, dass ich mir diese vor meinem inneren Auge sehr gut vorstellen konnte. Und obwohl es eine Kurgeschichte ist - von denen ich bekannterweise eher kein Fan bin - hat mir diese außerordentlich gut gefallen. Ich hatte nicht das Gefühl mitten in der Geschichte alleine gelassen zu werden - irgendwie unfertig. Ein großer Pluspunkt in meinen Augen. Die Liebe zum Detail ist in jeder Zeile spürbar, daher spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus - nicht nur für Irlandfans.

Vielen Dank, liebe Tanja für dieses Rezensionsexemplar! 

Aktualisierung
Ich freue mich berichten zu dürfen, dass Tanja aus dieser Novelle eine Trilogie machen durfte!

Lesestatistik Dezember

Meine gelesenen - bzw. gehörten - Bücher im Dezember
 

gelesene Seiten 
Dezember 2368
Gesamt 31,876


SUB (Printausgaben)
01.12.2014: 47
01.01.2015: 47

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Das Puppenkind - Eva Maaser

 AUTOR Eva Maaser GENRE Krimi
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch
 SEITEN 375 PREIS 0,00 EUR
MEDIUM eBook VERLAG dotbooks

Inhalt

Schauplatz dieser Geschichte ist ein Ort im münsteraner Umland in NRW. Vor einem Kaufhaus wird ein Kinderwagen mit einem Baby entdeckt. Schnell stellt sich heraus das dieses Baby, dass wie eine Puppe zurecht gemacht worden ist, eine Leiche ist. Schnell werden die Ermittlungen zu diesem Fall begonnen und noch schneller treten diverse Tatverdächtige in den Fokus des Lesers. Nicht lange darauf wird ein Säugling vermisst. Der Verdacht liegt nahe das es derselbe Täter wie vom Puppenkind ist. Karl Rohleff setzt alles daran das Kind zu finden. Mit jeder Stunde kommt das vermisste Baby dem Tod näher, denn wer auch immer das Baby hat, weiß nicht um dessen Gesundheitsproblem. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
 
Meine Meinung
 
Mit dem Ermittler und Hauptprotagonist Karl Rohleff bin ich leider nicht warm geworden. Er hat seine positiven und negativen Eigenschaften, die man jedem Menschen zugesteht aber er konnte mich nicht überzeugen. Entweder er jammerte über das Älterwerden mit einer jungen und attraktiven Frau neben sich oder er hatte Streit mit seiner Frau, weil diese ihre biologische Uhr ticken hört. Daran ist Mann in diesem Fall mit schuldig, weil er seine Frau anscheinend schon Jahre vertröstet und den Nachwuchs nach hinten verschiebt. Klar, das Frau da böse wird und das an ihrem Mann auslässt. Ich kann seine Frau eher verstehen als ihn. Und gerade weil er sie so hängen lässt, ist er mir unsympathisch. Wenn er schon privat jemand ist der sich gerne drückt wie soll er da vernünftige Ermittlungsarbeiten durchführen. Überhaupt ist mir keiner der Protagonisten sympathisch. Das passiert mir äußert selten. Aufgrund dessen hat mir dann das Interesse an den Menschen und ihren Probleme gefehlt.

Die Ermittlungen selbst verlaufen in verschiedene Richtungen aber so wirklich folgen konnte ich diesen nicht. Die Autorin versucht mit Details zu punkten was anfangs sehr gut funktionert. Zum Ende hin ging es mir aber zu schnell und die ein oder andere Frage blieb offen. Der Schreibstil selbst ist flüssig und gut lesbar. Aber mir fehlte einfach ein wirklicher Spannungsbogen. Ich wurde von der Geschichte einfach nicht gefangen genommen. Es war mir zum Ende fast egal, ob der Mörder gefasst wird oder nicht.
 
Das Cover wiederum gefällt mir und ist passend zum Inhalt des Romans gewählt.

Fazit

Nichts für eingeschfleischte Krimifans. Kauft euch lieber einen anderen Kriminalroman.

Sonntag, 30. November 2014

Lesestatistik November

Meine gelesenen - bzw. gehörten - Bücher im November

gelesene Seiten 
November 624
Gesamt 29,508


SUB (Printausgaben) 
01.11.2014: 56
01.12.2014: 47

Sonntag, 16. November 2014

Ewige Buße - David Mark

AUTOR David Mark GENRE Krimi  
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 432 PREIS 9,99 EUR  
MEDIUM Printausgabe VERLAG Ullstein Buchverlage

Inhalt

Aector McAvoy, ein Detective, lebt und arbeitet in der englischen Stadt Hull und ermittelt in einer Mordserie. Bisher wurden zwei Frauen und ein Mann auf bestialische Weise ermordet und dies anscheinend grundlos. Zu Beginn scheint es keine Gemeinsamkeit der Opfer zu geben, doch mit der Zeit ergeben sich Schnittstellen. Je mehr Licht in das Dunkle gebracht wird, desto größer ist die Angst vor weiteren Opfern. Zum selben Zeitpunkt gerät McAvoys Familie in das Visier einer Drogengang. Auch vor Erpressung bei den Ermittlern wird nicht halt gemacht. Die Frage ist: Gibt es bei den Fällen wirklich einen Zusammenhang? Wer ist der Mörder? Wie werden sie ihn finden?

Meine Meinung

David Mark hat einen für meinen Geschmack angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Lediglich mit dem Namen Aector tue ich mich schwer. Mir ist bis heute nicht klar, wie dieser ausgesprochen wird. Aufgrund des flüssigen Schreibstils kann man dem Autor und damit der Geschichte gut folgen. Obwohl der Roman spannend ist und das Ende für mich in keiner Weise vorhersehbar, war er stellenweise etwas langatmig. Es war spannend zwei Handlungstränge zu haben, sich zu fragen ob diese irgendwann zusammen gefügt werden oder nicht. Ich hatte aber an einigen Stellen das Gefühl, dass David Mark selbst nicht mehr ganz den roten Faden finden konnte. Dies ist aber wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt. 

Davon abgesehen, störte es mich ständig Andeutungen über die Vorgeschichte von Aector und dessen Frau Roisin zu hören. Dies ist ja nun der dritte Fall des Detective, also ist die Frage: Wurden in Band 1 und 2 schon einige Fragen geklärt oder war auch dort schon alles so schwammig wie hier. Natürlich möchte man den Leser bei der Stange halten, aber ab und zu eine etwas größere Andeutung oder Erklärung wäre schön gewesen. Zudem empfand ich dies als Ablenkung von der eigentlichen Handlung.

Vom Grundsatz her sind mir die Charaktere aber symphatisch gewesen. Aector ist eher eine Art Anti-Ermittler. Er gehört nicht zu den Draufgängern, die sich sofort ins Getümmel stürzen wollen. Er hätte nichts dagegen einfach mal einige Zeit nur mit der Famile Daheim zu bleiben. Ich finde das sehr ansprechend. Es ist einfach mal was anderes. Seine Arbeit nimmt er trotzdem sehr ernst, so wie es sein sollte als Detectiv. Roisin ist eine Frau die anscheinend schon viel durchgemacht hat und viel Verständnis für ihren Mann und seinen Job aufbringt. Sie ist ein - ich sage mal - spezieller Typ und hat Farbe in das Buch gebracht. Ich mochte sie sehr gerne. 

Ich kann mir durchaus vorstellen Band 1 und 2 zu lesen, einfach um die Geschichte zwischen Roisin und Aector zu entschlüsseln.

Fazit

Ein Roman der groß anfängt, kurz nachlässt um dann mit Vollgas weiterzugehen. Bei mir Punktet David Mark mit außergewöhnlichen Charakteren und einem realistischen Plot. Darf gelesen werden.


Vielen Dank an BloggDeinBuch und Ullstein Buchverlage für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 1. November 2014

Lesestatistik Oktober

Meine gelesenen - bzw. gehörten - Bücher im Oktober

gelesene Seiten 
Oktober 2,661
Gesamt 28,884


SUB (Printausgaben)

01.10.2014: 55 
01.11.2014: 56

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Mind-Papers von X17

Unser Alltag wird zumeist von technischen Geräten wie Smartphone, Tablet, Laptop etc. regiert, sodass mancher von uns "altertümliche" Güter wie Papier und Stift für unnütz hält. Doch es gibt Zeiten, da ist der Akku, im wahrsten Sinne des Wortes, leer und wohin dann mit den Notizen und Gedanken? Für diese Menschen und jene die eh schon gerne mit Papier und Stift arbeiten, hat die Firma X17 das System Mind-Papers entwickelt. 

Ich habe zu Rezensionszwecken ein Mind-Papers erhalten. In der Lieferung ist folgendes enthalten:

1. Mind-Papers-Hülle in Kastanie (vegetabil gegerbt)
2. Format DIN A6
3. Sloop in der gleichen Lederfarbe
4. Bleistift in mattschwarz mit Radiergummi
5. 30 Karteikarten in der passenden Farbe

Hier ein paar Bilder zu meinem Mind-Papers.


Vorderseite des Covers


Verschluß / Penloop "Sloop" mit Bleistift

Rückseite des Covers

Sloop & Bleistift


Eine Idee zur Nutzung

Anhand der Bilder erkennt man das schöne Leder und den praktischen Sloop. Der Bleistift ist matt gehalten, was ich optisch sehr edel und ansprechend finde. Neben der klassischen Lernhilfe können die Mind-Papers auch für folgende Dinge genutzt werden:

* Listen jeder Art (Filme die man sehen, Bücher die man lesen möchte)
* Einkaufsliste
* Sprüche-, Zitatesammlung
* Quittungssammlung
* Visitenkartenhülle
* Hülle für kleine Hefte u. v. m.

Mind-Papers ist individuell einsetzbar und in den Größen A5, A6, A7 und A8 sowie in vielen Farben und verschiedenen Materialien erhältlich. Ich habe nur einen ganz kleinen Kritikpunkt: der Sloop. Ich finde die Öffnung für den Stift könnte etwas breiter sein - denn bis auf den mitgelieferten Bleistift passt keiner meiner Stifte da rein. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Fazit

Ein tolles, innovaties Produkt mit vielen Einsatzmöglichkeiten. Gerne spreche ich hier eine Kaufempfehlung aus.

Weiterführende Informationen und Ideen findet ihr auf der Website von X17 *klick*. Wer direkt los shoppen möchte, kann dies hier tun *klick*.

Vielen Dank an X17, die mir dieses Produkt freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Als Gott schlief - Jennifer B. Wind

AUTOR Jennifer B. Wind GENRE Thriller 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 403 PREIS 6,99 EUR  
MEDIUM EPUB VERLAG dotbooks 


Inhalt 

Meine Hände rutschten zum wiederholten Male von der Wand ab. Ich pochte gegen die Tür, die sich Sekunden vorher geschlossen hatte. Ich wollte schreien: »Lasst mich hier raus!«

München und Wien: Eine Serie brutaler Morde an katholischen Geistlichen schockiert die Öffentlichkeit. Die Opfer werden auf grausame Weise gefoltert und getötet. Am Tatort werden mysteriöse Hinweise gefunden, die jedoch niemand entschlüsseln kann. Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihr Partner Thomas Neumann stehen vor einem Rätsel. Was hat die Opfer verbunden? Was treibt den Mörder an? Bei ihren Ermittlungen stößt Jutta auf eine Mauer aus Angst und Schweigen – doch dann entdeckt sie eine Spur, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. Eine junge Kriminalbeamtin, ein sadistischer Mörder und eine schreckliche Wahrheit. 


Meine Meinung

Das ist mal ein Thriller wie er mir gefällt. Man wird gleich zu Beginn mit den aktuellen Tatsachen konfrontiert. Hier ist nichts mit losem Vorgeplänkel. Die Geschichte beginnt mit Jutta Stern, eine Kommissarin die den Mord an ihren Ehemann Simon verarbeiten muss. Statt dafür Urlaub zu nehmen oder gar eine Therapie zu machen, stürzt sie sich in die Ermittlungen mit den vorangig kirchlichen Opfer wie Nonnen und Priester. Der erste Mord ist hier schon sehr plastisch dargestellt, darauf folgen weitere sehr ähnliche Tatorte und man ahnt wie Jutta sehr bald, dass diese zusammen hängen. Nur wo der gemeinsame Nenner ist, findet man erst nach und nach raus. Neben Jutta Stern begleitet man die kleine Rebecca, die - wohl zu erzieherischen Zwecken - von ihrer Mutter in ein katholisches Kinderheim gegeben wird. Welches Leid und welche Qualen die Kinder dort über sich ergehen lassen müssen, hat mich so schockiert und berührt, dass die Morde und Tatorte in den Hintergrund rücken. Und mit jeder Seite kommt man dem Täter näher und fragt sich manchmal ob man überhaupt möchte das dieser gefasst wird. Auch wenn für mich schon früh klar war, wer der Mörder ist, hat die Spannung nicht gelitten. Zumal ich mich ja auch hätte irren können.

Fazit

Ein Roman der ein schwieriges Thema behandelt. Spannend und dicht erzählt. Ich kann eigentlich nur hoffen, dass Gott bei den geschilderten Taten geschlafen hat. Lesen!

Sonntag, 19. Oktober 2014

Selection: Die Elite - Kiera Cass

  AUTOR Kiera Cass GENRE Dystopie
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SPIELZEIT 5:23:51 PREIS 19,99 EUR  
MEDIUM Hörbuch VERLAG Jumbo Verlag

Inhalt

Nur noch 6 von 35 Mädchen sind übrig und haben noch immer die Möglichkeit Maxon´s Prinzessin zu werden. Obwohl America eine von ihnen ist, kann sie sich nicht zwischen Maxon, der sich in ihr Herz geschlichen hat, und Aspen, ihrer ersten Liebe, entscheiden. Dann kommt es zu einem Vorfall der America erschüttert und verändert. Zudem versuchen Rebellengruppen die Monarchie zu stürzen und die Castings zu stören.

Meine Meinung

Der zweite Band der Selection Trilogie knüpft nahtlos an den ersten Band an. Somit fiel es mir leicht mich in die Geschichte einzufinden. Zudem wurden die wichtigsten Ereignisse aus Band 1 nochmals beleuchtet. War ich schon von Band 1 nicht überzeugt, ist es mit Band 2 auch nicht besser.

America erschien mir im ersten Band zwar manchmal als naiv aber sie hatte wenigstens ihren Standpunkt. Jetzt ist es irgendwie nur ein hin und her. Mal tendiert sie zu Aspen dann wieder zu Prinz Maxon. Entscheidungsfreudig ist Lady America also nicht. Es wird auch nicht besser. Im ganzen Buch geht es nur darum. Kaum denkt man "ja, endlich hat sie sich entschieden" passiert was und sie ändert ihre Meinung wieder. Wenn sie sich nicht entscheiden kann, sollte sie vielleicht lieber Single bleiben und keinen nehmen.

Davon abgesehen ist mir eh schleierhaft was sie an Aspen findet. Erst verlässt er sie und nun taucht er zufällig im Palast auf und will um sie kämpfen? Und Prinz Maxon? Der tut mir fast schon leid. Er hat sich in America verknallt und weiß gar nicht das er mit Aspen in Konkurrenz steht. Armer Kerl.

Das Buch wird oftmals als Dystopie betitelt. Ich habe wirklich keinen Schimmer wieso eigentlich. Es dreht sich in erster Linie doch nur um die Dreiecksgeschichte. Das ist mir zu platt und auch zu vorhersehbar. Ich warte immernoch darauf das was passiert, das es irgendwann mal so richtig knallt und ich da sitze und denken "wow". Aber da kommt nichts. 

Auch wenn uns die Autorin versucht die Charaktere näher zu bringen und diese in diesem Buch etwas mehr beleuchtet, tritt die Geschichte auf der Stelle. Es fehlt an Spannung und Handlung. 

Fazit

Ich weiß nicht was mich im dritten Band erwartet und es interessiert mich auch nicht. Ich bin nicht überzeugt und werde daher um Band 3 einen großen Bogen machen. Mir ist völlig egal was mit America, Aspen und Maxon passiert. Schade, Potenzial war definitiv vorhanden. Lest lieber was anderes.

Vielen Dank an BloggDeinBuch und dem Jumbo Verlag für dieses Rezensionsexemplar!  

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Selection - Kiera Cass

  AUTOR Kiera Cass GENRE Dystopie
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SPIELZEIT 5:01:24 PREIS 19,99 EUR  
MEDIUM Hörbuch VERLAG Jumbo Verlag
  
 Inhalt

35 Mädchen habe die Chance Maxon, den Thronfolger Illéas, zu heiraten und zur Prinzessin zu werden. America Singer hat wie viele andere Mädchen in ihrem Alter den Brief erhalten, der zur Bewerbung - die freiwillig ist - aufruft. Eigentlich nicht interessiert, drängt ihre große Liebe Aspen sie zur Bewerbung. Das öffentliche Casting gibt ihr und den anderen Bewerberinnen die Chance aus einer niedrigen Kaste aufzusteigen und damit die Familie aus der Armut zu holen. Hin und her gerissen zwischen Heimweh, Erwartungen und gesellschaftlichem Druck muss America entscheiden ob sie wirklich um Maxon buhlen möchte oder eigentlich doch nur Aspen will. Und die ganze Nation sieht zu.

Meine Meinung

Die Geschichte beginnt im Grunde genommen mit einer Einführung in das Land und das Leben in Illéa. Die Kasten und die Regeln werden erläutert. Und obwohl einiges erklärt wird, habe ich doch irgendwie das Gefühl nichts zu wissen. Zu Beginn begleitet man America in ihrem Alltag und versteht, dass das Leben in jeder Kaste anders ist und jeder versucht auf seine Weise zu überleben.

Der Stil ist schlicht, einfach aber flüssig. Die Geschichte dümpelt vor sich hin ohne das wirklich was passiert. Viele Charaktere sind nur oberflächlich dargestellt. America und Maxon sind zwar immer präsent, da sich die Geschichte nun mal hauptsächlich um diese Beiden dreht, aber wirklich nahe fühlte ich mich nicht. Maxon ist irgendwie der zukünftige König, der versucht eine Braut zu finden. Er wirkt dabei menschlich und nahbar, aber irgendwie verhalten. Ich hoffe das es da im zweiten Teil eine Verbesserung geben wird und er noch etwas auftaut. America steht im Fokus der Geschichte. Ihre Gedanken und Gefühle sind dem Leser offen dargelegt, aber wirklich berührt hat sie mich nicht. Ich konnte zwar verstehen warum es ihr eventuell gut oder schlecht ging, aber wirkich mitgefiebert habe ich nicht. Auch wenn Selection als Dystopie bezeichnet wird, ist es eher eine Mischung aus einer Sendung wie "Der Bachelor" und "Germanys next Topmodel". Allerdings fehlt das typische Drama. Die Mädchen fahren keine Krallen aus, was ich mir teilweise gewünscht hatte damit endlich mal was passiert. Auch die erwähnten Rebellen sieht und hört man kaum. Man liest zwar mal von Angriffen auf den Palast und wartet mit den Mädchen auf die Entwarung. Aber konnte mich das überzeugen? Kam Panik auf oder gar Angst? Nein, kein bisschen. Zudem fehlt mir der Bezug zum Land und zum Volk. Wie geht es dem Volk wirklich? Akzeptiert es sein Kastensystem? Was wollen die Rebellen genau? Ich hätte mir einfach etwas mehr Spannung und Drama gewünscht.

Friederike Wolters liest das Buch flüssig aber nicht so überzeugend wie erwartet. Dafür das es aber ihre erste Lesung ist, hat sie es wiederum sehr gut gemacht.

Fazit

Für Teenager/Jugendliche bestimmt eine gute Lektüre. Mir hat das Buch eher mäßig gefallen. Ich finde man hätte mehr aus dem Plot herausholen können. Vielleicht gelingt dies ja im zweiten Teil zu Selection: Die Elite.

Vielen Dank an BloggDeinBuch und dem Jumbo Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 11. Oktober 2014

Das Seelenhaus - Hannah Kent

AUTOR Hannah Kent GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 384 PREIS 17,99 EUR  
MEDIUM EPUB VERLAG Droemer-Knaur

Inhalt

Island 1828. Agnes Magnúsdóttir soll mit zwei Komplizen zwei Männer brutal ermordert haben. Sie ist zum Tode verurteilt und fristet ihr Dasein in einem Kerker, als entschieden wird sie bis zur Vollstreckung des Urteils auf einem Hof als Magd unterzubringen. Dort begegnet ihr zunächst Hass und Ignoranz. Man redet nur das Nötigste mit ihr und schaut ihr dabei nicht in die Augen. Gerade als sich Agnes ihrem Priester Totí anvertraut und die ersten Kapitel ihrer Geschichte erzählt hat, bleibt dieser aufgrund von Krankheit fern. Agnes vertraut sich also in einer Nacht ihrer Herrin Magarét an und erzählt dabei ihre tragische Geschichte zuende.

Meine Meinung

Zu Beginn fiel mir das Cover des Buches ins Auge. Eine in meinen Augen junge Frau mit roten Haaren und einem Balken über den Augen. Warum das? Sollte man ihr nicht in die Augen sehen? Wenn ja, bleibt die Frage nach dem Warum. 

Hannah Kent erzählt hier eine erschütternde Geschichte, die zudem noch auf wahren Begebenheiten beruht. Ich hatte beim Lesen auch das Gefühl das hier viel Recherchearbeit drin steckt. Das einfache und oftmals schwere Leben dieser Menschen wurde glaubhaft dargestellt. Von Beginn an ahnt der Leser das die Geschichte hier keineswegs so gewesen ist, wie es die Menschen um Agnes einen glauben machen möchten. Insbesondere die "Politiker" waren mir sofort ein Dorn im Auge. Es ist zwar klar das diese an Agnes ein Exempel stattuieren wollen, trotzdem hat man Hoffnung das sich das Blatt wendet. Und das obwohl man das Ende kennt.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Manchmal kam er mir etwas poetisch vor, was nicht so ganz zur bedrückenden Stimmung passte oder vielleicht genau deshalb eben doch passte. Die Stimmung, die Landschaft, die Protagonisten wurden von der Autorin sehr gut dargestellt und lebhaft beschrieben. Ich konnte mir die Lehmhütten und den rauhen, kalten Winter gut vorstellen. Ich hatte sofort eine Beziehung bzw. Verbindung zu Agnes und wurde mit jeder gelesen Seite begieriger ihre Geschichte zu erfahren.

Fazit

Hannah Kent hat ein für mich bewegendes Buch geschrieben. Eine Mischung aus Geschichtsbuch und Fiktion. Sehr gut gelungen und absolut lesenswert.

Samstag, 4. Oktober 2014

Lesestatistik September

Meine gelesenen - bzw. gehörten - Bücher im September
 
gelesene Seiten 
September 3,735  

Gesamt 26,223

SUB (Printausgaben) 
01.09.2014: 43
01.10.2014: 55

Montag, 15. September 2014

Im Schatten der Vergangenheit - Natascha Schwarz

AUTOR Natascha Schwarz GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 148 PREIS 4,99 EUR  
MEDIUM EPUB VERLAG dotbooks 

Inhalt

Die Ärztin Clara ist nach zwanzig Jahren wieder in ihrem Heimatdorf in Mecklenburg. Gestresst von ihrem Job und ihrer Beziehung und dem Leben im Allgemeinen möchte sie die Zeit in ihrer Heimat zur Entspannung nutzen. Dabei mietet sie sich ein Zimmer in einem Luxushotel, dass ihr aus ihrer Kindheit als Schloß bekannt ist. Neben einer lieben Bekannten trifft sie dort auch auf einen Mann, der etwas in ihrer aufwühlt. Doch schreckliche Träume häufen sich und die Gewissheit, dass diese etwas zu bedeuten haben. Die Frage ist nur was? Und was hat der Mann und Clara´s Mutter damit zu tun?

Meine Meinung

Natascha Schwarz entführt den Leser in das wunderschöne Mecklenburg - ich kann das beurteilen, da ich dort geboren und aufgewachsen bin *grins* - und lässt die Landschaft mit dem Schloßhotel vor dem inneren Auge gestallt annehmen. Ich konnte mir sowohl die Landschaft, das Hotel als auch den dazugehörigen Park und den See sehr gut vorstellen. Ein schöner Ort um Abstand zum Alltag zu gewinnen. Idyllisch, viel Natur und viel freie Zeit, dass ist es was Clara wollte und gefunden hat.

Neben dem Schauplatz verzaubern aber auch die Charaktere. Besonders Clara ist mir an Herz gewachsen. Clara ist sowohl beruflich als auch privat ausgelastet und genehmigt sich eine Auszeit - von allem. Ich glaube dieses Gefühl hatten fast alle schon einmal, somit konnte ich mich gut in ihre Situation hineinversetzen.

Ihre Gedanken und Gefühle waren für mich nachvollziehbar und das finde ich bei Romanen immer gut. Denn wenn einem der Hauptprotagonist sympathisch ist, möchte man natürlich wissen wie es diesem ergeht. Also verfolgte ich die Geschichte um Clara mit Spannung. Und Spannung gibt es hier definitiv! Clara ist einem Geheimnis auf der Spur, dass sie selbst nicht kennt. Auch wenn ich ab und an eine Ahnung hatte, was passiert sein könnte, tappte ich doch etwas im Dunkeln. Neben der Spannung kommt aber auch die Liebe nicht zu kurz. Ich finde es bezaubernd wie die zwei Turteltauben anfangs ihre Schwierigkeiten haben und erst zueinander finden müssen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen und somit perfekt für eine verspätete Sommerlektüre. Ich finde es schön das die Geschichte zudem aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Aus wessen - ausser Clara - verrate ich nicht, denn das müsst ihr selbst erlesen. 

Vielen Dank an den Verlag dotbooks und BloggDeinBuch für dieses Rezensionsexemplar. 

Montag, 8. September 2014

[eReader] Ein neues Kleidchen für meinen Tolini Vision

Ich bin ja noch immer sehr zufrieden mit meinem Tolino aber manchmal langweilt mich seine Optik. Ab und zu sah ich dann im Internet diese Folien für Handy´s, Laptops, Tablets & natürlich eReader. Kurz überlegt und eine Weile die Motive durchstöbert, habe ich mir dann meinen Favoriten bestellt und direkt aufgeklebt. Hier zu bestaunen:

Vorderseite

   
Rückseite
Da mein Tolino Vision keine Tasten hat, ist das Anbringen/Aufkleben wirklich einfach gewesen. Mir gefällt es sehr gut. Nun bin ich nur gespannt wie lange es wirklich halten wird. Bezahlt habe ich 21,99 EUR. Das ist zwar nicht wenig, aber ich hoffe, dass es eine ganze Weile halten wird.

Habt ihr auch Klebefolien auf eurem eReader? Wenn ja, zeigt gerne das Bild per Link zu eurer Schönheit.

Sonntag, 31. August 2014

Lesestatistik August

Meine gelesenen - bzw. gehörten - Bücher im August


gelesene Seiten 
August 4,011
Gesamt 22,488

SUB (Printausgaben)
 
01.08.2014: 50
01.09.2014: 43

Samstag, 30. August 2014

Der silberne Flügel - Tanja Bern

AUTOR Tanja Bern GENRE Fantasy
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 188 PREIS 3,99 EUR  
MEDIUM EPUB VERLAG Neobooks
PRINTAUSSGABE Oldigor
Inhalt

Keija und Nerya sind Engel und gehören zusammen wie der Tag und die Nacht. Keija denkt das es nichts gibt, was sie voneinander zu trennen vermag. Doch Neryas Wunsch ein menschliches Leben zu führen ist so groß, dass sie Keija verlässt. Keija akzeptiert zwar ihren Wunsch, kann sich jedoch nicht vorstellen diesen Weg ebenfalls zu gehen. Somit versucht er ohne Nerya zu leben. Die Sehnsucht nach seiner Gefährtin ist jedoch zu groß. Er begibt sich zur Seelenschlucht und fällt wortwörtlich auf die Erde und landet in Schweden. Dort fällt der schwer verletzte Mann einer Forschungsstation in die Hände und wird von dem Arzt Elias betreut. Die Beiden verspüren sofort eine Verbindung zueinander. Doch schnell wird auch klar, dass der gefallene Engel in Gefahr schwebt. Kann Elias ihn retten?

Meine Meinung

Tanja Bern hat mich mit Engeln und einer schwedischen Landschaft, die Dank ihrer Bildsprache immer vor meinem inneren Auge war, verzaubert. Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Sprache, die Emotionen und die Geschichte sind so lebhaft geschildert, dass ich sofort tief in den Roman versunken war.

Keija und Nerya sind auf wunderbare Weise miteinander verbunden. Kurzzeitig fragt man sich, wie Nerya in der Lage ist sich von Keija zu trennen und den Weg zu den Menschen zu gehen. Was ist an uns Menschen und unserer Erde so besonders, dass sie diesen drastischen Schritt geht? Keija allein zurückgelassen und mit seinen Gefühlen im Widerrspruch - ich konnte ihn verstehen und mich in ihn hineinversetzen. Würde ich springen um der Liebe meines Lebens - meinem Seelengefährten - zu folgen? Ich bewundere seinen Mut es getan zu haben.

Elias ist Arzt und zwar ein sehr guter. Er ist ein positiver Mensch, der noch seinen Weg sucht und ihn hofft in Schweden mit einer neuen Arbeit zu finden. Er kam mir oft etwas allein aber nicht unbedingt einsam vor. Ich habe seinen Weg gerne begleitet. Seine Entwicklung und auch die von Keija war für mich schlüssig und spannend zu verfolgen. Überhaupt baute sich in dem Buch nach und nach die Spannung auf und hielt bis zum Schluss. Das Ende hat mich tatsächlich überraschen können.

Ein besonderes Schmankerl in dem Buch waren für mich die Schutzgeister. Es war für mich etwas gänzlich Neues und einfach schön zu erleben, was und die diese Wesen arbeiten. Ich könnte mir dazu sehr gut einen eigenen Roman vorstellen - nur mal als Anregung. *grins*

Fazit

Ein Roman über Engel, Schweden und Liebe über die Grenzen von Zeit und Raum hinaus. Fesselnd und bildhaft geschrieben, hat mich dieser Roman überzeugt. Ich spreche hiermit eine klare Kaufempfehlung aus! 

Samstag, 23. August 2014

Der Tote und das Mädchen - Martina Bick

  AUTOR Martina Bick GENRE Krimi
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 147 PREIS 3,99 EUR MEDIUM EPUB 
VERLAG dotbooks
 
Inhalt
 
Die Hamburgerin Marie Maas verbringt gerade einen Kurzurlaub an der Nordsee mit ihren zehn Jahre jüngerin Lebensgefährten Tomkin, während Zuhause schon der nächste Mordfall auf sie wartet. Obwohl sie sich eher ihrer Beziehung widmen müsste, geht die Arbeit nunmal vor. Tomkin fliegt daher zurück nach London und versucht seine Schreibblockade zu überwinden, während Marie mit einem Mord konfrontiert wird, der viele Rätsel aufgibt.
 
Meine Meinung
 
Ich liebe dieses Buchcover. Es ist mal nicht eines dieser Cover die man auf einem Kriminalroman erwarten würde. Und ich mag Marie Maas. Sie ist zwar etwas eigen und hat einen ganz eigenen Humor, trotzdem mochte ich ihren Stil. Sie ist einfach anders als die typisch männlichen Ermittler. Obwohl es für den Leser der erste Fall ist, ist es offensichtlich das Marie über eine gewisse Erfahrung verfügt. Sie geht mit Biss und Engagement an die Arbeit und folgt jeder Spur. So kommt es das es hier mehr Verdächtige gibt, als einem lieb ist. Auch ich war oft auf der falschen Spur was die Spannung aufrecht erhielt. 

Martina Bicks Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Beschreibungen der Charaktere und deren Entwicklung sind glaubhaft dargestellt. Auch die Beschreibung der Umgebung an der Nordsee und dem Mittelpunkt Hamburg haben mir sehr gut gefallen. Zudem gibt es hier eine gute Mischung an Ermittlungsarbeit und Privatleben der Hauptprotagonistin. Im Gegensatz zu anderen Romanen drängst sich die Beziehung zwischen Marie und Tomkin nicht in den Vordergrund. Das Buch wurde auf diese Weise abwechslungsreich und nie langweilig.

Fazit

Ein Hamburger Krimi der mir gut gefallen hat. Ich spreche hier gerne eine Leseempfehlung aus und freue mich schon auf weitere Fälle mit Marie Maas.

Mittwoch, 20. August 2014

Die azurblaue Insel - Luanne Rice

AUTOR Luanne Rice GENRE Roman 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 352 PREIS 8,99 EUR MEDIUM EPUB 
VERLAG Knaur Ebook Verlag


Inhalt

Die 16-jährige Pell reist in ihren Sommerferien nach Capri um ihre Mutter nach zehn Jahren wiederzusehen und zur Rückkehr in den Schoß der Familie zu bewegen. Nachdem Lyra vor zehn Jahren ihre Familie und damit ihre Töchter Pell und Lucy verlassen hat, zog der Vater die beiden Mädchen auf und versuchte ihnen Vater und Mutter zu sein. Nun ist dieser verstorben. Während Pell damit ganz gut zurecht kommt, entwickelt Lucy psychische Störungen. Pell hofft ihre Mutter zur Rückkehr überreden zu können und damit Lucy helfen zu können. Auf Capri angekommen wird Pell herzlich aufgenommen und fühlt sich sofort wohl. Doch Pell muss feststellen, dass es hier Geheimnisse gibt, die erst noch gelüftet werden müssen. Allen voran die Frage warum Lyra ihre Töchter und ihren Mann verließ.

Meine Meinung

Luannce Rice erzählt die Geschichte einer Familie mit Geheimnissen. Ihr Schreibstil ist dabei flüssig und somit sehr gut lesbar. Bei diesem Buch haben mir besonders die Beschreibungen von Capri gefallen. Diese waren so bildhaft, dass ich mich zeitweise selbst auf der Insel wähnte. Eine Insel die mit Sicherheit einen Besuch Wert ist.

Pell ist ein wunderbares junges Mädchen, dass schon sehr erwachsen wirkt. Dies liegt natürlich am Weggang der Mutter und am frühen Verlust des Vaters. Durch diese Verluste musste Pell schneller erwachsen werden und für ihre Schwester Lucy da sein. Lyra wiederum ist eine starke Frau die nach gewissen Vorkommnissen ihre Konsequenzen daraus gezogen hat. Ohne zu viel verraten zu wollen, scheint diese Entscheidung für Lyra richtig gewesen zu sein. Und obwohl ich wohl nie in ihrer Situation sein werde, konnte ich ihre Entscheidung und ihre Gefühle gut nachvollziehen. Ebenfalls wunderbare Charaktere findet man in Max und seinen Freunden. Auch sein Enkel hat mich fasziniert und ist facettenreich dargestellt.

Mir hat die Geschichte um eine Familie und ihre Geheimnisse sehr gut gefallen. Lediglich der Epilog hätte etwas großzügiger ausfallen können. Ich bin doch neugierig wie sich alles entwickelt.

Fazit

Ein Sommerroman der den Leser nach Capri bringt und dort das ein oder andere Geheimnis aufdecken lässt.

Sonntag, 17. August 2014

Herr Hasemann auf Wolke 7 - Silke Schütze

AUTOR Silke Schütze GENRE Roman 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 124 PREIS 1,99 EUR MEDIUM EPUB 
VERLAG dotbooks

Inhalt

Gerd und Josefine Hasemann sind seit sieben Jahren verheiratet und zwar glücklich. Demnächst steht wieder der Hochzeitstag an. Doch etwas trübt das Glück. Frau Hasemann entdeckt bei ihrem Mann Facetten, die vorher verborgen waren. So hat Gerd angefangen Sport zu treiben, isst statt Pommes lieber Salat und tanzt zu alten Rocksongs. Gerd und Sport? Gerd und tanzen? Dafür kann es nur einen Grund geben: Eine andere Frau.

Meine Meinung

Vom Klappentext klang das Buch nach einer kurzweiligen und humorvollen Lektüre. Leider muss ich sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Wenn ich es nicht zu Rezensionszwecken erhalten hätte, hätte ich es wohl auch nicht ausgelesen.

Gerd und Josefine sind anfangs ein in meinen Augen normales Ehepaar mit einer erwachsenen Tochter - die in Hamburg lebt - und einem Häuschen in einem kleinen Nest im Norden. Zu Beginn des Buches waren mir die Charaktere noch sympathisch. Je weiter ich jedoch im Buch voran kam, desto nerviger fand ich Gerd und Josefine kurz Jo. Der nette Gerd gerät in einen Zustand den man MidlifeCrisis nennen könnte und hält sich auf einmal für einen tollen Hecht und flirtet was das Zeug hält. Bei Jo wiederum ist es eher umgekehrt. Sie entwickelt sich von einer in meinen Augen recht taffen Frau zu einem Jammerlappen. Plötzlich ist klar Gerd geht fremd und es geht nur noch um Klischees die bedient werden. Natürlich muss eine Frau dahinter stehen...obwohl moment...wer hat gesagt, dass es EINE Frau sein muss?! Jo ist nur am Theorien wälzen und sieht gedanklich schon die Trennung und beginnt Gerd nachzuspionieren. 

Der Schreibstil ist einfach gehalten, sodass man der Geschichte gut folgen konnte. Jedoch fehlte es für mich an Humor und Tempo. Es plätscherte fröhlich vor sich hin, aber nichts passiert. Das Buch wird mit zirka 124 Seiten betitelt und hat eine Geschichte die man in 60 Seiten erzählen könnte. Somit gab es hier unnötige längen. Für mich war es schwer die Zeilen nicht einfach zu überfliegen.

Fazit

Eine nette Idee macht noch kein gutes Buch. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Vielen Dank an BloggDeinBuch und dem Dotbooks Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Montag, 11. August 2014

Blutige Mondscheinsonate - Elke Schwab

 AUTOR Elke Schwab GENRE Krimi 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 384 PREIS 7,99 EUR MEDIUM EPUB 
VERLAG Solibro 

Inhalt

Eine tote Frau im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken sorgt für Aufsehen. Besonders, weil sie bei einer Touristenführung der Stadtverwaltung Saarbrücken an einem sonnigen Sonntagmorgen entdeckt wird. Dabei anwesend sind nicht nur Gartenfreunde und Kulturinteressierte, sondern auch die Presse. Ein großes Problem für die Stadtbediensteten, deren Bestreben es ist, Fördergelder der EU einzutreiben. Sie wollen den Deutsch-Französischen Garten um einen kostspieligen Spielplatz erweitern, womit sie sich einen neuen Aufschwung dieser Parkanlage versprechen. Alle Versuche, die Öffentlichkeit von dem Mord abzulenken, schlagen fehl. Als fühlte sich der Täter dadurch herausgefordert, mordet er weiter. Seine Opfer sind junge Frauen, die immer bei öffentlichen Anlässen gefunden werden. Welches Ziel verfolgt der Täter?

Quelle: Solibro Verlag

Meine Meinung 

Dieser Roman ist bereits der Vierte aus der Baccus-Borg-Reihe. Für mich ist es der erste Roman von Elke Schwab. Ich konnte den Roman aber gut ohne Vorkenntnisse lesen. Der Klappentext sprach mich persönlich sofort an und auch das Cover lockte meine Leselust hervor.

Elke Schwab ihr Schreibstil ist flüssig und schnörkellos - was anderes erwarte ich bei einem Krimi auch nicht - und für mich ganz wichtig: dialektfrei. Eines gefiel mir daran jedoch besonders - der Perspektivenwechsel. Die Autorin erzählt die Geschichte einmal in der Ich-Form aus Sicht des Mörders und einmal aus der Sicht eines Erzählers, der die Ermittler begleitet. Auch wenn der Leser dem Täter auf diese Weise sehr nahe kommt, erschließen sich einem nicht die Gründe der Tat oder gar der Täter selbst. Die Spannung blieb also über einen langen Zeitraum erhalten. Ich wurde sehr neugierig auf den Mörder der sich selbst als Phoenix bezeichnete. 

Das Ermittlerduo Baccus und Borg ist echt eine Nummer für sich. Beide sind zu Beginn des Romans zur Schreibtischarbeit degradiert worden. Beide finden es gelinde gesagt scheiße, können aber derzeit nichts daran ändern. Was mir sofort positiv auffiel war der Humor der Beiden. Ich habe ab und an wirklich herzlich lachen müssen. Überhaupt haben die Beiden eine sehr spezielle Dynamik. Süß finde ich die Beiden in Bezug auf den Papageien - dazu möchte ich hier aber nicht mehr verraten. Nervig wiederum fand ich das weibliche Ermittlerduo Andrea Peperding und Monika Blech. Meiner Meinung nach war das auch so gewollt. Jeder braucht doch seine Hassfigur. *grins* Besonders Andrea Peperding ging mir mit ihrer Besserwisserei auf den Keks.

Im Laufe der Story gibt es immer mehr Spuren und immer mehr Verdächtige. Diese sind nicht an den Haaren herbeigezogen, sodass es jeder von ihnen sein könnte. Zum Ende hin steigerte sich das Tempo rasant und man fieberte dem Ende entgegen. Ich für meinen Teil wusste nicht wer der Täter ist, bis er mir präsentiert worden ist. 

Fazit

Ein spannender und sehr gut erzählter Kriminalroman. Von mir gibt's auf jedenfall eine Leseempfehlung.