Mittwoch, 12. Februar 2014

Himmelssucher - Ayad Akhtar

AUTOR Ayad Akhtar GENRE Belletristik
ERSCHEINUNGSJAHR 2012 SPRACHE deutsch
VERLAG carl´s books SEITEN 384 PREIS 11,99 EUR MEDIUM EPUB
 
Inhalt
 
Hayat ist Student und hat gerade ein Date mit Rachel. Aufgrund des Todes seiner Tante Mina ist er während des Dates etwas abgelenkt. Als Rachel dies bemerkt, beginnt Hayat seine Geschichte zu erzählen.
 
Die 70er Jahre in Milwaukee, USA. Hayat ist zehn Jahre alt und lebt mit seinen Eltern in einem Haus. Seine Eltern sind oft im Streit - somit streiten sie sich auch darum ob Hayat´s Tante Mina zu ihnen ziehen soll. In ihrer Heimat sind sie und ihr Sohn nicht mehr sicher. Hayat, der seine Tante Mina bisher nur von Fotos kennt, ist von der Schönheit seiner Tante überwältigt. Schnell kommen sich die zwei näher und bauen im Zuge ihrer Relegionsstunden eine innige Beziehung auf. Als Mina im Laufe der Geschichte Nathan kennenlernt und ihn heiraten möchte, sieht Hayat seine Beziehung zu Mina bedroht und begeht einen folgenschweren Fehler, den er noch lange Zeit bereut.
 
Meine Meinung
 
Ich hatte bei diesem Roman etwas anderes erwartet. Der Klappentext erweckte bei mir andere Erwartungen an die Geschichte. Die angesprochene Katastrophe ist tragisch aber mehr auch nicht. Insbesondere auf den Religionsaspekt hatte ich etwas mehr Konfliktpotenzial erwartet. Aber von vorne.
 
Hayat ist jung und hat kein leichtes Leben. Mit einem Vater, der heimlich trinkt und einer Mutter die betrogen wird, hat Hayat ein eher zerrüttetes Elternhaus. Zudem ist es für Hayat schwer mit den westlich und muslimisch geprägten Traditionen in einer christlich geprägten Stadt aufzuwachsen. Anhand der Reaktionen die Hayat insbesondere auf anderen Menschen hat, wird klar, dass man sich hier mehr mit dem Jungen und dem Thema Integration hätte beschäftigen müssen. Lediglich Mina kann eine Beziehung zu Hayat aufbauen und versucht ihm den Koran näherzubringen. Dabei versucht sie ihm auch klar zu machen, dass Menschen mit anderen Religionen nicht besser oder schlechter sind. Anfangs zustimmend, baut Hayat eine Abneigung gegen Juden auf, als sich Mina in den Juden Nathan verliebt. Hayat macht in dieser Zeit eher kleine Entwicklungsschritte und die auch nicht unbedingt in die richtige Richtung. Erst zum Ende des Romans macht er größere Entwicklungssprünge. Auch wenn mir Hayat´s Geschichte nicht so nah geht, wie erwartet, konnte ich ihn meist verstehen. Auch die Nebencharaktere wetteifern nicht grad um die Gunst des Lesers. Sie sind teilweise sehr flach, trotz des manchmal bildhaften Schreibstils, fehlte mir der Tiefgang.
 
Doch trotz der Negativpunkte hat mir das Buch gut gefallen. Denn auch wenn die angesprochenen Inhalte des Buches oftmals nur gestreift und weniger intensiv behandelt wurden, als ich es mir gewünscht hätte - Das Buch ist gut. Insbesondere der flüssige Schreibstil hat das Buch sehr lesbar gemacht. Somit ist es auch für interessierte Jugendliche gut lesbar.
 
Fazit
 
Ein Buch das die Erwartungen nicht ganz erfüllt, aber trotzdem schöne Lesestunden beschert und dabei leicht lesbar ist.

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