Sonntag, 2. März 2014

Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen) - John Green

AUTOR John Green GENRE Kinder- und Jugendbuch
ERSCHEINUNGSJAHR 2012 SPRACHE deutsch
SEITEN 228 PREIS 8,99 EUR (Thalia) MEDIUM EPUB
VERLAG Hanser
 
Inhalt
 
Colin Singleton ist siebzehn Jahre alt und ein Wunderkind. Nachdem Colin von Katherine Nummer 19 verlassen worden ist, beschließt er mit seinem besten Freund Hassan eine Art Roadtrip zu machen. Statt Herzschmerz soll nun die Welt erkundet werden. Im Zuge der Reise landen sie in Gutshot, Tennessee. Dort nehmen sie einen Job an und arbeiten zukünftig mit der Tochter der Chefin zusammen: Lindsey. Könnte sie die erste Nicht-Katherine werden?
 
Meine Meinung
 
Dies ist das dritte Buch aus der Feder von John Green in meinem Ebookregal. Und es war enttäuschend. Ich hatte es gekauft weil mich zwei andere Romane von ihm begeistert hatten und der Klappentext interessant klang. Vieles an dem Buch hat mich jedoch genervt.
 
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und gut geschrieben, allerdings hatte ich das Gefühl das der Autor mit Wörtern wie "Sitzpinkler" (Hat mal jemand gezählt wie oft dieses Wort vorkommt?!) auf jugendlich machen wollte - mich hat es nur genervt. Ein Punkt der für mich nicht zusammengepasst hat: Colin, Wunderkind und Aussenseiter hatte 19 (!) mehr oder weniger ernsthafte Beziehungen. Es tut mir leid wenn ich hier in ein Klischee verfalle aber ich kenne keinen (ehemaligen) Aussenseiter der mit 17 Jahren neunzehn Freundinnen hatte. Damit war das Buch einfach zu übertrieben unrealistisch. Bisher mochte ich Green hauptsächlich weil ich beim lesen der Bücher ein Gefühl hatte wie "das ist eine Geschichte aus dem Leben". Das habe ich hier vermisst.
 
Colin Singleton ist eine totale Nervensäge. Entweder er arbeitet nur an seinem Theorem oder jammert über die gescheiterten Beziehungen zu seinen Katherine´s. Natürlich hat jeder mal Liebeskummer aber bei Colin ist es irgendwie nur nervig. Auch sein bester Freund Hassan buhlte nicht grad um meine Symphatie. Das Moppelchen spielt ständig auf seine Figurprobleme an und macht Witze darüber das er zwar Moslem aber kein Terrorist ist. Ich glaube diese Information hatten alle Leser schon beim ersten Mal verstanden. Lediglich Lesley konnte ich einige gute Punkte zuschreiben. Ich mochte ihre direkte Art.
 
Natürlich ist nicht alles schlecht. Es gab durchaus schöne und lustige Momente in dem Buch. Besonders die Jadgszene ist mir dabei im Kopf geblieben. Aber so richtig wollte der Funke nicht rüberspringen.
 
Fazit
 
Kann man lesen, muss man aber nicht. Lest lieber Eine wie Alaska oder Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green - diese sind viel, viel besser.

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