Montag, 3. März 2014

Freiheit für Anfängerinnen - Daniel Oliver Bachmann

AUTOR Daniel Oliver Bachmann GENRE Belletristik
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch
SEITEN 173 PREIS 4,99 EUR MEDIUM EPUB
VERLAG dotbooks
 
Inhalt

Martha Sommer sitzt gerade mit ihrem Mann Theo in einem feinen Restaurant und feiert ihren 50. Geburtstag. Für den Abend hat sie sich vorgenommen Spaß zu haben und ihren Mann zum Sex zu verführen. Dann passiert das Unfassbare: Theo stirbt während des Dinners an einem Herzinfarkt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, erfährt Martha auch noch das Theo Sex hatte - nur dummerweise nicht mit ihr sondern mit einigen anderen Damen. Dann erfährt sie auch noch das ihr Mann ihr Schulden hinterlassen hat. Anstatt in Depressionen zu verfallen, beschließt Martha in Richtung Italien aufzubrechen und die Geliebten samt deren Nachwuchs - von Theo - kennenzulernen. Ob das eine gute Idee war?
 
Meine Meinung

Der Klappentext verspricht hier schon eine rasante Geschichte und das Cover lässt irgendwie auf einen Road-Movie in Buchform schließen. Und genau so ist es auch. Trotzdem ist dieses Buch stellenweise leider nicht mein Geschmack gewesen. Dies lag in erster Linie an Martha Sommer. Ich wurde nicht so richtig warm mit ihr. Es ist nicht so, dass ich ihre Wut nicht verstehen konnte, aber ihre Gedanken waren für mich nicht immer verständlich und nachvollziehbar. Ich konnte zum Beispiel nicht nachvollziehen warum sie nach zehn Jahren Funkstille eine Freundin kontaktiert nur um dann sehr schnell von dieser Person genervt zu sein - diese aber dann doch mit auf die Reise zu nehmen.

Der Schreibstil an sich ist flüssig, unverblümt und sehr gut zu lesen. Was mich jedoch gestört hat, waren die häufigen Wiederholungen. Ich habe schon beim ersten Mal verstanden "das gutes Aussehen kein Zufall ist..." und das Ursel gerne Bademeisterin ist und Aufgüsse in der Sauna macht. Was ich dagegen positiv hervorheben möchte ist, dass zu Beginn von den Kapiteln zu einer möglichen Situation, bspw. in freundschaftlicher Runde oder bei einer Beichte, ein Wein empfohlen wird. Das fand ich interessant und hat dem Buch eine authentische Note gegeben. Auch das italienische Flair hat mir gefallen. Gedanklich habe ich immer an die Weinberge und die Toskana denken müssen, dass hat mir ein gewisses Urlaubsgefühl vermittelt. Da der Roman abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, lernen wir auch die Nebencharaktere ganz gut kennen. Auch bei ihnen sehen wir, dass nicht alles Gold ist was glänzt.


Fazit

Ein Buch das stellenweise ernst oder amüsant ist, mich jedoch nicht völlig überzeugen konnte.

 Vielen Dank an dotbooks und das Team von BlogDeinBuch für dieses Rezensionsexemplar.

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