Freitag, 2. Mai 2014

Unter dem Südseemond - Regina Gärtner

AUTOR Regina Gärtner GENRE Belletristik
ERSCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
SEITEN 592 PREIS 9,99 EUR MEDIUM Printausgabe
VERLAG Heyne
 
Inhalt
 
Köln/Samoa 1899: Vom Vater gedrängt heiratet Alma den älteren Hermann, Leiter einer Kolonialhandelsgesellschaft, und begleitet ihn in die Südsee. Für Alma bedeutet es das Ende ihrer Welt – in jeder Hinsicht. Sie muss sich an das unkonventionelle Leben in der Kolonie und die Riten ihrer exotischen Einwohner gewöhnen und sich als Frau behaupten. In dem australischen Seemann Joshua findet Alma ihre große Liebe, aber sie ist verheiratet. Doch nicht nur das macht ihr das Herz schwer, denn es wird immer deutlicher, dass ein bedrohliches Geheimnis über ihrer Familie liegt.
 
Meine Meinung
 
Alma ist in meinen Augen ein wunderbarer Charakter mit Ecken und Kanten und einer Tiefe die manch anderem Charakter fehlt. Alma und ihre Lebensgeschichte weckten in mir viele verschiedene Emotionen. Anfangs in der Nähstube ihres Vaters tat sie mir fast leid. Das Leben ist zu der Zeit sowieso nicht leicht gewesen, als Frau jedoch noch schwerer. Menschen um sich zu haben die es einem noch schwerer machen ist hart. Umso schöner war zu sehen, dass sie trotzdem eine Entwicklung nach vorn macht.

Obwohl ich das Buch anfangs für eine Liebesgeschichte hielt, drängt sich diese nicht in den Vordergrund. Der Fokus liegt meiner Meinung nach eher auf Alma und ihr Leben. Die Beschreibungen sind dabei ein großer Pluspunkt der Autorin. Die Überfahrt von Köln in die Südsee und auch das Leben in Samoa sind interessant dargestellt. Ich vermute das die Autorin hier sehr gute Recherchearbeit geleistet hat, denn es liest sich alles so, dass man das Gefühl hat: "ja, genau so hätte es doch sein können." Auch die Nebencharaktere sind interessant. Besonders Almas Zwillingsschwester Käthe und Almas Ehemann Hermann sind mir hier im Gedächtnis geblieben. Käthe mochte ich von Anfang an nicht, was natürlich auch Gründe hat, die ihr gerne selbst erlesen dürft. Hermann selbst war bei mir mal beliebter und mal nicht. Er schwankte öfters zwischen dem Egoismus was seine berufliche Zukunft und sein Leben als Ehemann angeht. Dies gab ihm jedoch Tiefe und überzeugte mich. Denn auch wir im echten Leben müssen den Spagat zwischen Beruf und Privatleben packen. Wie egoistisch man dann seine Ziele verfolgt ist jeden selbst überlassen.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mich dieses Buch überzeugt hat. Die Charaktere, die Familiengeschichte, die Schauplätze - alles ist wunderbar von der Autorin gezeichnet worden und interessant wie flüssig zu lesen.

Vielen Dank an den Heyne Verlag und BloggDeinBuch für dieses Rezensionsexemplar!
 

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