Montag, 30. Juni 2014

Die Kameliendame - Alexandre Dumas

  AUTOR Alexandre Dumas GENRE Klassiker
ERSCHEINUNGSJAHR 2008 SPRACHE deutsch
SEITEN 272 PREIS 7,90 EUR MEDIUM Printausgabe

Inhalt

Dieses Buch erzählt die Geschichte der luxusverwöhnten Kurtisane Marguerite Gautier und Armand Duval. Die Beiden verlieben sich ineinander. Nur leider haben sie das Schicksal nicht auf ihrer Seite. Neben Armand´s Vater machen auch andere Umstände das Leben des Paares schwer. Eine Geschichte die ein tragisches Ende nahm.

Meine Meinung

Ich lese ab und an ja gerne klassiche Literatur. Meiner Meinung nach ist es wichtig, hier im Hinterkopf immer daran zu denken, wann diese Romane geschrieben bzw. veröffentlicht worden sind und welche Bedeutung das damals gehabt haben mag. 

Auf den ersten Blick scheint dieses Buch nicht so zu sein wie man es vielleicht erwartet. Eine Prostituierte und ein Mann verlieben sich. Natürlich ist der Vater des Mannes damit nicht einverstanden, da er die Familienehre beschmutzt sieht. Auch die Gesellschaft steht der Beziehung skeptisch gegenüber. Eine Hure ist zum Spaß da nicht zum lieben. Der Gesellschaft zum Trotz gibt Marguerite ihre Arbeit und ihr damit verbundenes Vermögen auf um mit Armand aufs Land zu ziehen und dort gemeinsam zu leben. Bis dahin ist es die versprochene Liebesgeschichte. Danach ist es nur noch Drama bzw. Tragödie. Hier war für mich der Punkt erreicht, an dem es mir zu bunt wurde.

Die Geschichte ist trotz der für mich ungewöhnlichen Erzählweise gut lesbar. Vieles aber überzeugte mich nicht. Obwohl es hier um eine tragische Liebe geht, deren Ausgang von anfang an klar war, konnte mich Dumas nicht überzeugen. Die Charaktere sind mir unsympathisch bis nervig erschienen. Zudem ist es einfach zu vorhersehbar gewesen. Das man bei Gautier und Duval überhaupt von Liebe spricht ist in meinen Augen grenzwertig. Immer wieder weint sich Duval zwar die Augen aus, aber oft geht es ihm nur um Besitztum. Mag sein, dass dies zu der Zeit eine Art Liebe war - und heute vielleicht auch noch ist - aber meine Vorstellung von Liebesroman ist es nicht. Unter dem Aspekt einer Tragödie hätte der Roman aber nicht besser sein können. Alles was hier schief gehen konnte, geht auch schief. Nichts läuft für das Paar so wie man es erhofft hatte. Dann kommen noch Charaktere auf den Schirm, die dem Pärchen übel mitspielen, sodass das eins zum anderen kommt und das Drama seinen Lauf nimmt.

Warum man das Buch trotzdem lesen sollte? Gute Frage. Wer ein faible für Klassiker hat - wie ich - wird das Buch trotzdem lesen oder gar verschlingen wie ich es getan habe. Wer hier aber wirklich einen fesselnden Liebesroman erwartet, wird enttäuscht werden. Wer widerum eine Darstellung der Gesellschaft und Beziehungen zur damaligen Zeit sucht, darf gerne zugreifen.

Fazit

Ein Roman der gemischte Gefühle weckt, aber trotzdem seinen Charme hat. Auch wenn es nicht mein Lieblingsbuch wird, habe ich es gerne gelesen.

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