Mittwoch, 18. Juni 2014

Schattenhauch: Ruinen der Dämmerung - Tanja Bern

  AUTOR Tanja Bern GENRE Kinder- & Jugendliteratur
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch
SEITEN 261 PREIS 3,99 EUR MEDIUM EPUB

Inhalt

Vor dreißig Jahres gab es eine Chemiekatastrophe. Viele Menschen sind gestorben. Einige von ihnen haben sich in einem Dorf versammelt umgeben von einem Festungswall. Ohne Fabriken und Maschinen leben sie mit der Natur im Einklang. Doch jeder weiß das der Wall nicht nur zu Dekoration erbaut worden ist. Denn draußen in den Wäldern lauern die Schatten...

Meine Meinung

Da ich ein Faible für diese Art der Literatur habe, kaufte ich mir dieses Buch und wurde nicht enttäuscht. Das Buch gibt es bisher nur als eBook zu einem wirklich guten Preis. Das Cover gefällt mir richtig gut. Eine junge Frau umgeben von Natur, greift das Thema sehr gut auf.
Der Roman wird in der dritten Person erzählt. Eigentlich mag ich diese Erzählweise nicht so gerne, aber hier wurde darauf Wert gelegt trotz der Erzählweise auf die verschiedenen Blickwinkel Rücksicht zu nehmen.

Zu Beginn des Buches liegt das Augenmerk auf dem Dorf in dem Amelie und Derlyn leben. Amelie ist eine junges, intelligentes und mutiges Mädchen, die im Dorf mit jedem auskommt. Sie geht zur Schule, erledigt danach ihre Aufgaben und versucht sich als Heilerin. Derlyn wiederum ist ein Findelkind, das im Dorf eher als Außenseiter lebt. Aufgrund seines Aussehens und seines Verhaltens grenzt er sich aus und hält sich abseits. Daran sind die Neckerein der anderen Jugendlichen nicht ganz unschuldig. Er wirkt erwachsener als die anderen Jungen und auch ruhiger, nachdenklicher. Dem Leser ist von Anfang an klar, dass Derlyn und Amelie irgendwie in einer Liebesgeschichte landen werden - was auch der Fall ist. Allerdings passiert dies nebenbei und beherrscht die Geschichte nicht. Zudem fand ich es schön zur Abwechslung mal zu sehen, wie sich die Liebe bzw. Beziehung der Beiden langsam entwickelt. Dies hat für mich mehr Glaubwürdigkeit.

Die Autorin zeichnet eine Welt die von der Natur zurückerobert wurde bzw. wird. Ich konnte mir das Dorf, die Natur, die Menschen in Gedanken sehr gut vorstellen. Riesige Bäume und Tiere die vielleicht vom Aussterben bedroht waren, sind wieder da. Man hat hier schon gemerkt, dass die Autorin genau diese Gedankengänge erreichen wollte - zumindest kommt es mir so vor. Da hier der moralische Zeigefinger aber nicht übertrieben dargestellt wird, kann man das Buch trotzdem getrost verschlingen und genießen. Ohne zuviel verraten zu wollen, haben mir natürlich auch die anderen Charaktere gut gefallen - insbesondere die Shivaja´s. Besonders spannend fand ich dabei die verschiedenen Verknüpfungen von Menschen und ihren Schicksalen. 

Fazit

Ein Roman für den Leser ab 14 Jahren gedacht, den man getrost auch als Erwachsener lesen kann. Eine Geschichte mit Charakteren die mich gefesselt und begeistert hat. Leseempfehlung? Na aber klar!

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