Mittwoch, 25. Juni 2014

Wir Beide, irgendwann - Jay Asher & Carolyn Mackler

  AUTOR John Green & Carolyn Mackler GENRE Kinder- und Jugendliteratur
ERSCHEINUNGSJAHR 2012 SPRACHE deutsch
SEITEN 400 PREIS 8,99 EUR MEDIUM EPUB

Inhalt

Emma ist sechzehn Jahre alt und lebt im Jahr 1996. Sie hat gerade ihren ersten Computer von ihrem Dad geschenkt bekommen und loggt sich mit der Hilfe ihres besten Freundes ins Internet ein, als sie auf einer Website namens Facebook landet und dort ihr Profil sieht - allerdings fünfzehn Jahre in der Zukunft. Während Emma feststellen muss, dass ihr Leben in der Zukunft nicht so perfekt verläuft, ist Josh mit seinem Leben im Jahr 2011 zufrieden. Im Gegensatz zu Emma ist er glücklich verheiratet, arbeitet in seinem Traumberuf und hat drei bezaubernde Kinder. Klar, dass Emma das auch will. Aus diesem Grund beschließt Emma im Hier und Jetzt Änderungen vorzunehmen, die auch ihr Leben in der Zukunft beeinflussen. Leider läuft das nicht unbedingt wie gewollt und hat durchaus negative Folgen für alle Beteiligten. 

Meine Meinung

Obwohl ich diesen Roman an einem Tag verschlungen habe, ist meine Meinung dazu geteilt. Kommen wir erstmal zum Positiven. Die Idee ist klasse. Die Vorstellung mich in das Internet einzuloggen und dann meinen Facebookaccount aus der Zukunft zu sehen ist toll. Ich wäre wie Emma und Josh genauso neugierig und würde in Ruhe die Profile durchstöbern. 

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Emma und Josh erzählt. Dies lässt den Leser nahe bei den Protagonisten sein. Ihre Gedanken, Gefühle und Beweggründe werden immer dargelegt - auch wenn ich diese manchmal nicht nachvollziehen konnte. Emma war mir anfangs noch symphatisch, dies änderte sich jedoch schlagartig. Sie entwickelte sich in dem Buch zu einem Mädchen das nur noch Jungs und Facebook im Kopf hatte. Es ging nur darum welcher Junge süß ist oder welcher Junge später ihr Mann ist und wie dies verhindert oder verbessert werden könnte. Ihre Fixiertheit auf einen Beziehungsstatus in der Zukunft nervte nur noch, zu mal sie dadurch den Blick für die Gegenwart verloren hatte. Josh wiederum mochte ich sehr. Ich konnte mit dem unglücklich verliebten Jungen mitfühlen, aber nicht verstehen wie er solange an Emma festhalten konnte. Andererseits ist die Liebe nunmal so - man kann es sich nicht aussuchen.

Der Schreibstil des Autorenduos ist gut lesbar und flüssig, es baute sich nur leider keine Spannung auf, kein Kribbeln in der Magengegend. Der Funke sprang irgendwie nicht über. So dümpelte der Roman vor sich hin und lief auf eine Ende zu was mich nicht unterwartet traf, somit auch hier keine Überraschung.

Fazit 

Ein Buch mit einer wirklich guten und aktuellen Idee, dass mich aber nicht überzeugen konnte. Die Botschaft im Hier und Jetzt zu leben und sich nicht ständig von Zukunftssorgen plagen zu lassen, ist angekommen aber ich habe mehr erwartet. Leichte Kost für zwischendrin. Kann man lesen, muss man aber nicht. 

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