Mittwoch, 30. Juli 2014

Ruf der Geister - Tanja Bern

AUTOR Tanja Bern GENRE Krimi
ERSCHEINUNGSJAHR 2013 SPRACHE deutsch
SEITEN 194 PREIS 3,99 EUR MEDIUM EPUB
VERLAG Oldigor Verlag
 
Inhalt
 
Joshua ist in der Lage Geister zu sehen. Zumeist sind diese Mordopfer und er versucht mit der Hilfe der Erinnerung der Geister den Mörder zu finden. Diese Gabe brachte ihn mit der Polizei zusammen, sodass er diese ab und zu unterstützt. Dieses Mal ist es jedoch anders. Er kann das Gesicht des Täters nicht sehen und beginnt zudem von den Morden zu träumen. Bedingt durch seinen aufreibenden Job als Streetworker kommt Joshua an seine Grenzen. Einzig die junge Polizistin Lea Schmidt ist ein Lichtblick. Gemeinsam nehmen sie die Fährte des Mörders auf.
 
Meine Meinung
 
Diesen Roman möchte ich schon seit einigen Monaten lesen und nun hat es endlich geklappt. Ich kann sagen, dass warten hat sich gelohnt, denn viel zu schnell hatte ich dieses tolle Buch ausgelesen.
 
Dieses Buch ist nicht einfach nur ein Krimi sondern hat zudem noch eine mystische Komponente. Ob man an Gaben wie die von Joshua glaubt, muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich bin sehr offen für dieses Thema und wollte es daher unbedingt lesen.
 
Joshua ist ein sympathischer, attraktiver und engagierter junger Mann. Seinen Job bzw. Arbeitsalltag finde ich wirklich interessant. Viele junge Menschen und ihr Leben sowie ihre Probleme werden hier angesprochen, was in meinen Augen sehr realitätsnah ist und dem Buch Authentizität verliehen hat. Ich bewundere Joshua sein Können hier auf die gequälten Seelen einzugehen und sich voll und ganze für seine Kinder - wie er sie liebevoll nennt - einzusetzen. Er ist niemand der schnell aufgibt oder dich fallen lässt, wenn du ihn brauchst. Ein Kerl der eben zu seinem Wort steht. Einen solchen Menschen wünschen wir uns doch alle oder? Mir persönlich haben ein paar Ecken und Kanten gefehlt. Manchmal erschien er mir einfach zu glatt, zu perfekt. Lea konnte gar nicht anders, als sich in Joshua zu verlieben, da er scheinbar keine Fehler hat.
 
Ich war gespannt auf die Reaktionen der Menschen, die das erste Mal von Joshua´s Gabe erfahren. Aufgrund seiner Erfolgsquote wird er ja in die Polizeiarbeit eingebunden - und natürlich weil der Kommissar Erich Salberg ein Freund von Joshua´s Vater ist. Soweit ich es mitbekommen habe, sind alle anfangs skeptisch nehmen es aber gut auf. Das erschien mir etwas unrealistisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht einer Zweifel hat oder der "Sache" nachgeht oder eine Art Hexenjagd aufkommt. Aber vielleicht kommt so eine Szene ja in einem zweiten Band? Ich weiß nicht ob es einen zweiten Teil geben wird, wäre aber sehr dafür. Das Buch gibt in meinen Augen noch jede Menge Futter für eine Fortsetzung.
 
Tanja Berns Schreibstil ist flüssig und schnell lesbar. Ihre Charaktere und auch die Umgebung bzw. die Schauplätze sind schön beschrieben und waren in meinem Kopf. Besonders schön finde ich wie die Nebencharaktere (Joshuas Kinder) in die Geschichte eingebunden werden. Niemand ist überflüssig oder nur lockeres Beiwerk.
 
Fazit
 
Ein spannender Krimi mit einem äußert sympathischen Protagonisten der seine Gabe für das Gute einsetzt. Spannend und sehr gut geschrieben. Kaufen!

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