Montag, 11. August 2014

Blutige Mondscheinsonate - Elke Schwab

 AUTOR Elke Schwab GENRE Krimi 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 384 PREIS 7,99 EUR MEDIUM EPUB 
VERLAG Solibro 

Inhalt

Eine tote Frau im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken sorgt für Aufsehen. Besonders, weil sie bei einer Touristenführung der Stadtverwaltung Saarbrücken an einem sonnigen Sonntagmorgen entdeckt wird. Dabei anwesend sind nicht nur Gartenfreunde und Kulturinteressierte, sondern auch die Presse. Ein großes Problem für die Stadtbediensteten, deren Bestreben es ist, Fördergelder der EU einzutreiben. Sie wollen den Deutsch-Französischen Garten um einen kostspieligen Spielplatz erweitern, womit sie sich einen neuen Aufschwung dieser Parkanlage versprechen. Alle Versuche, die Öffentlichkeit von dem Mord abzulenken, schlagen fehl. Als fühlte sich der Täter dadurch herausgefordert, mordet er weiter. Seine Opfer sind junge Frauen, die immer bei öffentlichen Anlässen gefunden werden. Welches Ziel verfolgt der Täter?

Quelle: Solibro Verlag

Meine Meinung 

Dieser Roman ist bereits der Vierte aus der Baccus-Borg-Reihe. Für mich ist es der erste Roman von Elke Schwab. Ich konnte den Roman aber gut ohne Vorkenntnisse lesen. Der Klappentext sprach mich persönlich sofort an und auch das Cover lockte meine Leselust hervor.

Elke Schwab ihr Schreibstil ist flüssig und schnörkellos - was anderes erwarte ich bei einem Krimi auch nicht - und für mich ganz wichtig: dialektfrei. Eines gefiel mir daran jedoch besonders - der Perspektivenwechsel. Die Autorin erzählt die Geschichte einmal in der Ich-Form aus Sicht des Mörders und einmal aus der Sicht eines Erzählers, der die Ermittler begleitet. Auch wenn der Leser dem Täter auf diese Weise sehr nahe kommt, erschließen sich einem nicht die Gründe der Tat oder gar der Täter selbst. Die Spannung blieb also über einen langen Zeitraum erhalten. Ich wurde sehr neugierig auf den Mörder der sich selbst als Phoenix bezeichnete. 

Das Ermittlerduo Baccus und Borg ist echt eine Nummer für sich. Beide sind zu Beginn des Romans zur Schreibtischarbeit degradiert worden. Beide finden es gelinde gesagt scheiße, können aber derzeit nichts daran ändern. Was mir sofort positiv auffiel war der Humor der Beiden. Ich habe ab und an wirklich herzlich lachen müssen. Überhaupt haben die Beiden eine sehr spezielle Dynamik. Süß finde ich die Beiden in Bezug auf den Papageien - dazu möchte ich hier aber nicht mehr verraten. Nervig wiederum fand ich das weibliche Ermittlerduo Andrea Peperding und Monika Blech. Meiner Meinung nach war das auch so gewollt. Jeder braucht doch seine Hassfigur. *grins* Besonders Andrea Peperding ging mir mit ihrer Besserwisserei auf den Keks.

Im Laufe der Story gibt es immer mehr Spuren und immer mehr Verdächtige. Diese sind nicht an den Haaren herbeigezogen, sodass es jeder von ihnen sein könnte. Zum Ende hin steigerte sich das Tempo rasant und man fieberte dem Ende entgegen. Ich für meinen Teil wusste nicht wer der Täter ist, bis er mir präsentiert worden ist. 

Fazit

Ein spannender und sehr gut erzählter Kriminalroman. Von mir gibt's auf jedenfall eine Leseempfehlung.
 

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