Montag, 19. Januar 2015

Novembermord - Berndt Schulz

AUTOR Berndt Schulz GENRE Kriminalroman 
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch 
SEITEN 335 PREIS 4,99 EUR 
MEDIUM eBook VERLAG dotbooks 

Inhalt 

Hauptkommissar Martin Velsmann ist bereits seit 37 Jahren im Dienst und hat schon einiges gesehen. Doch diesmal stößt selbst er an seine Grenzen. Auf einer Wetterstation wird ein Meteorologe bestialisch ermordert. Der Mörder hinterlässt eine Nachricht, die der Polizei zu denken gibt. Velsmann bleibt nicht viel Zeit einen weiteren Mord zu verhindern.

Meine Meinung

Bei diesem Buch sprach mich eher das Cover als der Klappentext an. Denn Klappentexte dieser Art gibt es etliche. Da ich das Cover jedoch stimmig fand, habe ich mich auf das Rezensionsexemplar beworben und den Zuschlag erhalten. Im Nachhinein bin ich sehr froh darüber.

Novembermord ist der erste Kriminalroman um Martin Velsmann. Passend zum Buchtitel spielt die Geschichte ebenfalls in der eher kalten, trüben Jahreszeit. Die Beschreibungen der Ortschaften im fuldaer Raum haben mir gefallen und waren lebendig beschrieben. Besonders die Umgebung vom Tatort des Metereologenmordes hatte es mir hier angetan. Alles war irgendwie unwirklich und doch sehr realistisch.

Ein weiterer großer Pluspunkt sind die Protagonisten in diesem Buch. Das gilt sowohl wie die Haupt - als auch für die Nebencharaktere. Kaum hat man die ersten Seiten gelesen, ist man mit dem Team bei der Arbeit und macht sich seine Gedanken. Und als wäre der Mord nicht schlimm genug, durchlebt man die privaten Dramen ebenfalls. Auf diese Weise kommen wir den Ermittlern nicht nur beruflich sondern auch privat sehr nahe.  Der Leser erlebt also nicht nur den Ermittleralltag sondern auch den privaten Alltag. Man beginnt ihre Gedankengänge zu verstehen und manchmal auch zu hinterfragen. Zusammengefasst finde ich das Team um Velsmann sehr sympathisch. Mein Favorit ist eindeutig Tosca. Aber auch Velsmann ist ein interessanter Charakter. Mit seinen 58 Jahren ist er nicht mehr der Jüngste. Zudem ist er zwar seit einem Jahr getrennt, aber nicht geschieden, liebt seine Frau aber noch immer. Der Kontakt zu seinen Kindern ist eher sporadisch.

Auch der Mörder nimmt einen großen Raum im Roman ein. So taucht man in seine Gedankenwelt ein und beginnt sich zu fragen wie jemand so wahnsinnig sein kann und vorallem warum. 

Der Schreibstil ist flüssig, leicht lesbar und auch für zart besaitete geeignet. Im Großen und Ganzen gefiel mir das Buch ganz gut, aber das Ende ließ mich unbefriedigt zurück. Ich hatte das Gefühl das die Geschichte noch nicht fertig war. Irgendwie hatte ich immer die Erwartung "da kommt noch was". Aber da kam nichts mehr.

Fazit

Ein Krimi mit Potenzial das nicht ganz ausgeschöpft wurde, mich aber trotzdem für einige Stunden gut unterhalten hat. Dies lässt auf einen guten zweiten Roman mit Velsmann hoffen.

Vielen Dank an dotbooks und BloggDeinBuch für dieses Rezensionsexemplar!

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