Samstag, 21. März 2015

Das Küstengrab - Eric Berg

AUTOR Eric Berg GENRE Krimi
 ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch
 SEITEN 416 PREIS 11,99 EUR
 MEDIUM eBook VERLAG Limes Verlag
 
Inhalt
 
Vor vier Monaten hatte Lea einen Unfall auf der Insel Poel. Bei diesem Unfall hat sie nicht nur ihre Schwester verloren sondern leidet zudem unter Amnesie. Sie weiß weder warum sie damals wieder in ihre alte Heimat gefahren ist, noch wieso sie mit ihrer Schwester zusammen unterwegs war. Auch wie es zu dem Unfall kam ist unklar. Daher entschließt sich Lea erneut nach Poel zu reisen und die offenen Fragen an ihre ehemalige Clique - die noch immer auf Poel lebt - zu richten. Anfangs sind ihre Freunde von einst noch sehr offen und hilfsbereit. Doch schnell passieren Dinge die Lea klar machen, dass nicht alles so ist wie es scheint. Auf ihrer Spurensuche kommt Lea der Wahrheit gefährlich nahe und riskiert erneut ihr Leben.
 
Meine Meinung
 
Nachdem mich Eric Berg mit seinem Roman Das Nebelhaus schier begeistert hat, musste ich natürlich auch Das Küstengrab lesen. Auch dieses Buch konnte mich fesseln und begeistern. Warum sollt ihr jetzt erfahren.
 
Der Autor erzählt die Geschichte aus zwei Perspektiven. Da wäre einmal Lea. Wir lernen sie kurz vor ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus kennen. Sie hat den Entschluss gefasst nach Poel zu reisen um ihre offenen Fragen hoffentlich klären zu können. Lea lebt eigentlich in Südamerika und kann sich nicht mehr erinnern warum sie überhaupt die Weite Reise auf sich genommen hatte. Auch ist es ihr ein Rätsel warum sie nach über 20 Jahren wieder Kontakt zu ihrer Schwester Sabina hatte. Wir erleben also eine Frau mit vielen Fragen. Wir können ihre Unsicherheit spüren und nachvollziehen und wollen wie Lea Antworten finden. Auf Poel angekommen, freut man sich das die alte Clique wieder zusammen gefunden hat aber es ist einem als Leser schon vorab klar, dass etwas im Argen lag - schließlich gab es einen merkwürdigen Unfall mit Todesfolge und Amnesie. Einerseits ist das Vertrauen aus Jugendzeiten noch da, andererseits benehmen sich die Freunde von damals zunehmend merkwürdig.
 
In Rückblenden, die vier Monate vor dem Autounfall spielen, erzählt Eric Berg die Geschichte aus der Sicht von Sabina. Der Leser erfährt hier nach und nach warum erst Sabina und später auch Lea nach Poel gekommen sind und wie es zum Unfall kam. Sabina ist im Vergleich zu Lea sehr selbstbewusst was vermutlich auch mit ihrem Beruf zusammen hängt, denn Sabina ist Polizistin.
 
Beide Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme. Die Sympathie zu den jeweiligen Personen hat sich im Laufe des Lesens sehr verschoben. Der Autor führt die beiden Handlungsstränge klug zusammen und als Leser beginnt man zu verstehen, was passiert ist. Trotzdem gibt es bis zum Ende des Buches immer wieder kleine Dinge die die Spannung erhalten. Am Ende erfuhr ich etwas über Lea, dass ich so nicht erwartet hatte. Ich blieb überrascht und sprachlos zurück.
 
Eric Berg erzählt klug, schnörkelos und spannend. Seine Sprache ist gerade in Bezug auf den Schauplatz und die Geschehnisse sehr bildhaft. Ich konnte den Wind sprüen und auch das Grauen. 
 
Fazit 
 
Ein Roman den Krimifans und jene die es werden wollen unbedingt lesen sollten! 

Kommentare:

  1. Ging mir ebenso wie dir. Mit dem Unterschied, dass ich Sabina sehr viel sympathischer fand als Hauptprotagonistin Lea.

    Viele Grüße!

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  2. Mir hat "Das Nebelhaus" sehr gut gefallen, aber leider war ich von "Das Küstengrab" eher enttäuscht. Mir fehlte die Spannung und auch den Schluss fand ich nicht so toll....ich hoffe nun auf den nächsten Krimi des Autors, den ich sicher wieder lesen werde.
    Liebe Grüße
    Martina

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