Dienstag, 10. März 2015

Glasgesichter - Cordula Hamann

  AUTOR Cordula Hamann GENRE Krimi
 ERSCHEINUNGSJAHR 2014 SPRACHE deutsch
 SEITEN 352 PREIS 9,99 EUR
 MEDIUM eBook VERLAG Mira Taschenbuch
 
Inhalt 
 
Galeristin Andrea Wahrig ist zufrieden mit ihrer Arbeit. Gerade erst konnte sie Maximilian Ross zu einem Vertragsabschluss bringen, sodass seine Bilder schon bald in ihrer Galerie gezeigt werden. Dann plötzlich geht alles schief. Erst erhält sie anonyme Drohungen mit der Bedingung die Ausstellung von Ross´ Bilder abzusagen. Zur selben Zeit teilt ihr auch Ross mit, dass er die Bilder nicht mehr ausstellen möchte. Dann verschwindet auch noch Andreas Mutter spurlos. Wie hängt das alles zusammen? Hat Ross die Drohungen selbst geschickt? Andrea begibt sich auf die Suche und ermittelt auf eigene Faust. Sie ahnt nicht das die Pinsel für das nächste Glasgesicht schon bereit liegen.
 
Meine Meinung
 
Das Cover gefällt mir gut und passt sehr gut zum Roman. Es ist für mich gleichzeitig abstoßend und kunstvoll. Für mich ist es auf eine Art auch unheimlich - insbesondere auch dann wenn man immer mehr in die Geschichte eintaucht.
 
Cordula Hamann hat mich mit diesem Roman und der Geschichte um Andrea Wahrig gefesselt. Kaum hat die Geschichte angefangen, nimmt sie schon volle Fahrt auf. Die Autorin erzählt hier im Prinzip zwei Handlungsstränge von denen zu Beginn unklar ist wie sie sich zusammenfügen lassen. Das hält die Spannung aufrecht und animierte mich weiterzulesen. Dies liegt auch an dem ein oder anderen Charakter der auf der Bildfläche erscheint. Man fragt sich unwillkürlich "Bist du Freund oder Feind?". Der Leser beginnt unweigerlich eine Theorie aufzustellen, die er eventuell schon ein paar Seiten weiter wieder verwerfen kann.
 
Der Schreibstil von Cordula Hamann gefällt mir gut und ist flüssig zu lesen. Sie baute Spannung auf und konnte diese auch aufrecht erhalten. Die Protagonisten sind lebensecht und -nah gezeichnet. Doch gerade Andrea Wahrig ist mir manchmal etwas zu naiv gewesen für ihr Alter. Für Berliner sei noch gesagt das der Krimi in und um Berlin spielt. Ein Heimatroman - wie man so schön sagt - ist er aber nicht. 
 
Ein Minuspunkt erhält das Buchende. Ohne zu viel zu verraten, ging mir das auf einmal zu schnell. Ich hatte das Gefühl "nun muss eine Lösung her". Ein großer Pluspunkt ist meiner Meinung nach das der Roman mal nicht aus der Sicht der Polizei erzählt wurde, sondern aus Sicht des Opfers (Wahrig) und manchmal aus der des Täters.
 
Fazit
 
Ein solider, spannender Krimi der mir einige schöne Lesestunden beschert hat.
 
Vielen Dank an BloggDeinBuch und Mira Taschenbuch für dieses Rezensionsexemplar!

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