Freitag, 10. Juli 2015

Der Jungfrauenmacher - Derek Meister

AUTOR Derek Meister GENRE Krimi
ERSCHEINUNGSJAHR JUN 2015 SPRACHE deutsch
 SEITEN 416 PREIS 8,99 EUR 
 
MEDIUM eBook VERLAG Blanvalet Verlag

Inhalt

Eine Sturmflut spült die Leiche einer Frau an den Strand, die wie eine Kreatur des Wassers wirkt: Die Meerestiere haben ihren Körper in Besitz genommen, und in ihrem Hals befinden sich Wunden, die wie Kiemen aussehen. Als eine zweite Frau tot in der Nordsee treibt, ahnt der junge Polizeichef Knut Jansen: Er hat es mit einem Serienkiller zu tun. Mithilfe der ehemaligen Profilerin Helen Henning gelingt es ihm, die Spur des Mörders aufzunehmen. Doch als den beiden bewusst wird, mit welchem Gegner sie es zu tun haben, sind sie längst im Begriff, vom Jungfrauenmacher in die Tiefe gezogen zu werden.

[Quelle: Verlag

Meine Meinung

Derek Meister erzählt diesen Roman anhand von zwei Handlungssträngen. Auf der einen Seiten haben wir den Mörder, den Jungfrauenmacher. Der Leser erfährt wie er seine Mädchen aussucht, was dabei beachtet werden muss und auch warum er tötet. Seine Identität bleibt dabei jedoch verborgen, sodass sich hier schon zu Beginn des Buches die Spannung aufbaut.

Auf der anderen Seite haben wir Knut Jansen, der erst vor kurzem zum örtlichen Polizeichef ernannt worden ist. Mit Jansen bin ich leider nicht so recht warm geworden. Ich meine mich zu erinnern, dass er im Buch zirka Mitte Dreißig ist. Ein Mann / Mensch in diesem Alter und insbesondere in diesem Beruf sollte etwas weniger naiv sein und mehr Ernsthaftigkeit an den Tag legen. Das zumindest ist meine Meinung. Er war für mich eher ein Mann der Kind geblieben ist - was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist - und versucht Polizist zu spielen. Ich konnte ihn oft nicht ernst nehmen und verstehe das mancher Kollege von Jansen das genauso sieht.

Helen Henning wiederum ist da ein anderes Kalliber. Schon früh zog es sie in die Ferne und sie ging in die USA. Arbeitete dort für das FBI und ist eine gute Profilerin geworden. Bei ihr merkt man sofort das sie souverän ist und ins Bild eines Ermittlerduos passt. Auch ihre Vergangenheit, die sie bis nach Deutschland zurückverfolgt hat, tritt ab und an zutage und verspricht interessant zu werden. Ich schätze das man da in den Folgebänden ggf. mehr erfahren wird.

Auch die Nebencharaktere wie Jansens Kollegen oder gar sein Vater können mich nicht überzeugen. Sie bleiben teilweise sehr blass und hinter meinen Erwartungen zurück. Punkten kann Derek Meister jedoch mit den Ort des Geschehens. Die Nordseeküste ist wirklich gut beschrieben und ich mochte das Meer, die Schiffe und auch ein wenig das Dorfflair. Der Schreibstil ist hier bildhaft und generell flüssig und zügig lesbar. Es gab für mich auch keine Längen im Roman und auch Spannung war vorhanden, die bis zum Ende erhalten blieb.

Fazit

Ein Krimi der mich mit seinem Plot überzeugt aber von den Charakteren her enttäuscht hat. Schade!

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