Dienstag, 25. August 2015

Die sieben Schwestern - Lucinda Riley

AUTOR Lucinda Riley GENRE Belletristik
ERSCHEINUNGSJAHR MRZ 2015 SPRACHE deutsch
 SEITEN 546 PREIS 15,99 EUR 
MEDIUM eBook VERLAG Goldmann Verlag

Inhalt 

Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet.

[Quelle: Verlag

Meine Meinung

In der letzten Zeit haben einige in meinem Umfeld dieses Buch gelesen und waren begeistert. Also mal wieder zur Onleihe gesurft und direkt auf den TolinoVision gelesen. Was soll ich sagen...das Buch war toll und ganz anders als erwartet. Ich weiß nicht warum aber Lucinda Riley hatte für mich irgendwie den Touch von Schmonzetten. Ich wurde nun eines besseren belehrt. Natürlich spielen Gefühle und Liebe eine Rolle aber nehmen die Geschichte nicht komplett für sich ein.

Maia ist ein interessanter Charakter der in dem hier vorliegenden Buch eine beachtliche Entwicklung durchmacht. Man lernt sie als Tochter eines großen und manchmal auch geheimnisvollen Mannes kennen, der sechs Töchter adoptiert hat. Maia ist als Einzige nicht flügge geworden, sondern auf dem Anwesen ihrer Kindheit geblieben und hat in ihrem kleinen Pavillion Romane übersetzt. Maia wirkte anfangs etwas zu ruhig und scheu aber auch stark und einfühlsam. Ich hätte mir zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen können, dass Maia wirklich nach Rio fliegt. Aber sie tut es. Und da beginnt ihre Wandlung von einer Frau die scheinbar Angst vor dem Leben hat, zu einer Frau die bereit ist etwas zu erleben und dabei ihren Weg macht. Toll!

Floriano ist natürlich ein Mann wie er im Buche steht. Attraktiv, witzig, belesen und lebensfroh. Klar das Maia sich in ihn verguckt. Es geht jetzt aber nicht alles ruck zuck sondern entwickelt sich. Immerhin steht Maia im Vordergrund und nicht eine eventuelle Liebelei.

Neben Maia nimmt Izabela "Bel" einen großen Teil des Romanes ein. Hier wandelt sich der Roman in eine historische Geschichte. Sie lebt behütet im Reichtum Rios. Ihr Vater hat sich mit seinen Kaffeeplantagen einen Namen in der Stadt gemacht und ist reich geworden, wird allerdings von dem alten Adel eher belächelt. Dies ändert sich, als sich DER Junggeselle schlechthin in Bel verliebt und sie aus Pflichtgefühl gegenüber ihrer Familie seinen Antrag annimmt. Bevor es zur Heirat kommt, wird Bel ihr sehnlichster Wunsch erfüllt: Sie darf mit ihrer Freundin und deren Familie für ein paar Wochen nach Europa reisen, endlich wird sie Frankreich insbesondere Paris kennenlernen. Das diese Reise und der Besuch bei einem Bildhauer schwere Folgen haben die bis hin zu Maia reichen, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand. 

Lucinda Riley baut die beiden Handlungsstränge nach und nach auf und weiß den Leser bei der Stange zu halten. Ich wollte immer weiter lesen und wissen was nun passiert und wie die zwei Geschichten zusammen gehören. Die Beschreibungen der Kunst und der Orte war dabei sehr plastisch und spannend. Ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen. Auch die Nebencharaktere wachsen einem an Herz und so manch einen kann man aus tiefsten Herzen verabscheuen.

Fazit

Ein Roman der mit zwei Handlungssträngen zu fesseln und begeistern weiß. Ein toller Auftakt zu "Die sieben Schwestern". Unbedingt lesen!

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