Samstag, 19. September 2015

Der Fänger im Roggen - J. D. Salinger

 AUTOR J. D. Salinger GENRE Klassiker
ERSCHEINUNGSJAHR JAN 2003 SPRACHE deutsch
 SEITEN 272 PREIS
15,00 EUR
MEDIUM Print VERLAG Kiepenheuer & Witsch Verlag

Inhalt

Der siebzehnjährige Holden Caulfield hat es mal wieder geschafft. Der rebellierende Jugendliche ist von der teuren Privatschule geflogen. Er verlässt das Internat frühzeitig und hängt in New York ab. Seine Familie weiß noch nichts von dem erneuten Rauswurf. Er tingelt durch New York, fühlt sich allein und weiß nichts mit sich anzufangen. Kurzentschlossen kontaktiert er also ein paar Bekannte die mal mehr mal weniger interessant sind und vertreibt sich mit ihnen die Zeit. Seine aktuelle Leere und seine Fragen können ihm diese Personen jedoch nicht beantworten. Denn eigentlich ist Holden nur auf der Suche nach sich selbst.

Meine Meiung

Die mir vorliegende Ausgabe ist eine Neuübersetzung und ich kann nur sagen, dass diese wirklich nötig war. Wer das Original oder gar die alte Übersetzung gelesen hat und nun diese hier liest, wird verstehen was ich meine.

Holden Caulfield kommt hier genau so rüber wie er ist. Vorlaut, rebellisch, hart. Aber ist er wirklich so? Nein. Hinter der rauhen Schale verbirgt sich ein weicher Kern, der gerne den Sinn seines Lebens erfahren möchte und sich dabei auf eine etwas andere Reise durch New York begibt. Ich finde der Schreibstil ist dazu wirklich passend, da geht es mal deftig zu und es wird nichts geschönt. Eben so wie ich die Jugend auch heute selbst manchmal reden höre.

In meinen Augen ist das Buch keine leichte Lektüre - insbesondere wenn es Jugendliche lesen. Man muss doch desöfteren sehr genau lesen und versuchen zu verstehen was hinter den Worten noch versteckt ist. Gelingt dies nicht, klingt das Buch eher wie eine Aneinanderreihung von diversen Episoden aus Holden´s Leben. Dabei ist das Buch viel mehr.

Ich konnte mir Holden in der großen Stadt alleine und orientierungslos gut vorstellen. Die Fragen die jeden Mal quälen: Wohin führt meine Reise? Was will ich mal machen? Lediglich das Ende des Buches konnte mich nicht überzeugen. Ich hatte das Gefühl da fehlt noch was - nur was?

Fazit

Ein interessanter Jugendroman aus dem klassischen Sektor. Durchaus empfehlenswert für Leser die zwischen den Zeilen lesen.

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