Sonntag, 18. Oktober 2015

Verlust - Paul Harding

AUTOR Paul Harding GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR JUN 2015 SPRACHE deutsch
 SEITEN 272 PREIS 19,99 EUR
MEDIUM Print VERLAG Luchterhand Verlag

Inhalt

Ein Tag wie jeder Andere. Charlie Crosby hat Frau, Kind und Haus. Er ist zufrieden, ja fast glücklich. Bis er an einem verhängnisvollen Tag Kate verliert. Charlie kann nicht mehr und flüchtet sich in Alkohol und Drogen, in Träume und Wunschträume. Er kann einfach nicht akzepieren das seine Tochter tot ist. Wie soll er damit leben? Wie die Lücke füllen?

Meine Meinung

Verlust ist eine Art Trauerbewältigungsbuch. Der Leser begleitet Charlie Crosby der seine Tochter Kate bei einem tragischen Unfall verloren hat. Die Geschichte selbst spielt in einer fiktiven Kleinstadt names Enon in Main. Jeder kennt jeden.   

Paul Hardings Schreibstil ist fesselnd, verständlich und mitreißend. Obwohl es kein Krimi oder gar Thriller ist, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Gleich zu Beginn lernt man Vater und Tochter und deren Beziehung kennen. Ich konnte gar nicht anders als beide zu mögen und mit Charlie zu leiden. Charlies Absturz und Verwahrlosung beginnt nach und nach und dabei unaufhaltsam. Er flüchtet sich in Alkohol und Drogen und lebt im Chaos. 

Hardings Schreibstil nimmt den Leser dabei mit in die Fantasiewelt und auch mit auf Reisen in die Vergangenheit. Mal ist es eine Anekdote aus Charlies Vergangenheit als er zum Beispiel mit seinem Großvater angeln ist. Ein anderes Mal ist er mit Kate unterwegs in den Wäldern und zeigt ihr einen besonderen Platz, den er schon mit seinem Großvater besucht hat. Es ist aufwühlend und bewegend ihm zu folgen, diese Liebe zu seinem Kind zu sehen aber eben auch sehr traurig zu sehen wie ein Vater am Verlust seines Kindes zerbricht.

Neben Charlie spielt die Natur eine große Rolle in dem Buch. Oft ist man mit Charlie und/oder Kate in den Wäldern. Mal spazieren, mal angeln, mal Vögel füttern. Diese Idylle steht im großen Kontrast zu Charlies Welt in der er jetzt lebt. Durch die bildhaften Beschreibungen des Autors wurde dieser Eindruck noch verstärkt. Manchmal war ich genauso wütend und traurig wie Charlie.

Fazit

Es ist wahrlich kein leichtes Thema das hier behandelt wird, aber es ist es wert gelesen zu werden.

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