Freitag, 18. Dezember 2015

Die Erfindung der Flügel - Sue Monk Kidd

AUTOR Sue Monk Kidd GENRE Roman
ERSCHEINUNGSJAHR JAN 2015 SPRACHE deutsch
 SEITEN 496 PREIS 19,99 EUR
MEDIUM Print VERLAG btb Verlag

Inhalt

Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk - die zehnjährige Hetty "Handful", die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie ein Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt.

[Quelle: Verlag]

Meine Meinung

Meine Erwartungen an dieses Buch waren recht hoch. Einerseits hatte ich viel gutes darüber gelesen und andererseits weil ich wusste das die Grimké Schwestern die Inspiration dazu waren. Im Nachhinein bin ich am Ende des Buches enttäuscht gewesen.

Das Buch hat einen guten Schreibstil. Es liest sich flüssig ohne zu stocken und wird abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Handful erzählt. Beide haben ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Auf Grund des Schreibstils erfahren wir viel über ihr Leben und ihre Gefühle. Beide haben eine Sehnsucht nach Freiheit und bei beiden Frauen ahnt man, das sie diese nicht erreichen können. 

Was mich jedoch an dem Stil gestört hat, waren die teils zu großen Zeitabstände. Oftmals waren Jahre vergangen und manchmal kam beim Lesen das Gefühl auf etwas wichtiges verpasst zu haben. Das hatte einen komischen Beigeschmack. Gerade bei dem so wichtigen Themen hätte ich mir mehr Details gewünscht. Plötzlich waren Umstände da, die ich als Leser als gegeben hinnehmen musste, ohne zu wissen wie es dazu kam. Natürlich konnte man sich seinen Teil denken, aber ob das so war oder gewesen wäre, die Frage blieb unbeantwortet. Ich kam Sarah und Handful nie wirklich nahe. Sie blieben immer in der Ferne.

Die Autorin vermochte es die verschiedenen Charaktere anschaulich und glaubhaft zu gestalten. Auch die Atmosphäre war zum greifen nahe, aber insbesondere zum Ende des Buches ging davon etwas verloren. Irgendwie hatte ich immer die Erwartung da kommt noch was, der große Knall - gleich, ganz bestimmt - aber nein. So schonungslos und ergreifend manche Stellen im Buch auch sind, so wenig fesselten mich dafür andere Passagen. 

Fazit

Ein Roman der eigentlich alle Zutaten eines guten historischen Buches hat, aber mich am Ende nicht überzeugen konnte. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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